Kolumne
„Kantor“
Sexagesimae 2013
Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)
Der Begriff Kantor kommt vom lateinischen Verb cantare – singen. Der Kantor ist also im ursprünglichen Sinn ein Sänger: Vorsänger der Gemeinde. Oft wird der Begriff mit der Berufsbezeichnung Kirchenmusiker gleichgesetzt. Streng genommen ist das eine Verkürzung, denn zum Kirchenmusikberuf gehört neben dem vokalen Bereich auch das Instrumentalspiel. An großen Kirchen, zum Beispiel am Berliner Dom, an der Dresdner Frauenkirche und an der Leipziger Thomaskirche sind die kirchenmusikalischen Aufgaben auf eine Kantoren- und auf eine Organistenstelle verteilt.
Kantoren leiten Ensembles, sie sind als ausgewiesene Dirigenten, Gesangspädagogen und häufig auch als Komponisten insbesondere für die gottesdienstliche und konzertante Chorarbeit zuständig. Daneben gibt es in einigen Landeskirchen – auch in der EKBO – die Möglichkeit, den Ehrentitel Kantor oder Kantorin an Personen zu verleihen, die trotz fehlender Qualifikation durch eine Ausbildung oder ein Studium hervorragende kirchenmusikalische Arbeit leisten.
Archiv
- „Positiv“ | 2. Sonntag nach dem Christfest
- „Musik zum Eingang“ | 1. Sonntag nach dem Christfest
- „Ewigkeitslieder“ | Letzter Sonntag des Kirchenjahres / Ewigkeitssonntag
- „Requiem“ | Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
- „Akrostichon“ | Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres
- „Reformation und Musik“ | 19. Sonntag nach Trinitatis
- „Orgelpunkt“ | 18. Sonntag nach Trinitatis
- „Motette“ | 17. Sonntag nach Trinitatis
- „Präzentor“ | 16. Sonntag nach Trinitatis
- „Gesang der ersten Christen“ | 15. Sonntag nach Trinitatis
- „Musik in der Bibel“ | 14. Sonntag nach Trinitatis
- „Lieder der Bibel“ | 13. Sonntag nach Trinitatis
- „Glaubensbekenntnis“ | 12. Sonntag nach Trinitatis
- „Psalmlied“ | 11. Sonntag nach Trinitatis
- „Gebunden oder frei?“ | 10. Sonntag nach Trinitatis
- „Choral oder Kirchenlied?“ | 9. Sonntag nach Trinitatis
- „Liedauswahl“ | 8. Sonntag nach Trinitatis
- „Prinzipal“ | 7. Sonntag nach Trinitatis
- „Intonation“ | 6. Sonntag nach Trinitatis
- „Sommerzeit“ | 5. Sonntag nach Trinitatis
- „Alternatim-Praxis“ | 4. Sonntag nach Trinitatis
- „Lied oder Gesang?“ | 3. Sonntag nach Trinitatis
- „A, B, C“ | 2. Sonntag nach Trinitatis
- „a cappella“ | 1. Sonntag nach Trinitatis
- „c.f.“ | Trinitatis
- „Musik s.c.“ | Pfingsten
- „Kirchentagsmusik“ | Exaudi
- „Singend beten“ | Rogate
- „Ein neues Lied“ | Kantate
- „Majestätischer Gesang“ | Jubilate
- „Langsam oder schnell?“ | Misericordias Domini
- „Christ ist erstanden“ | Quasimodogeniti
- „Gloria in excelsis Deo“ | Ostern
- „Text und Melodie“ | Palmarum
- „Oratorium“ | Judika
- „Hoch oder tief?“ | Lätare
- „Die Antiphon“ | Okuli
- „Kirchenmusik in der Passionszeit“ | Reminiscere
- „Marseillaise“ | Invokavit
- „S.D.G.“ | Estomihi
- „Hymnologie“ | Septugesimae
- „Halleluja“ | Letzter Sonntag nach Epiphanias
- „Singen mit Kindern“ | 3. Sonntag nach Epiphanias
- „Wechselgesang“ | 2. Sonntag nach Epiphanias
- „Gemeindesingen“ | 1. Sonntag nach Epiphanias
- „Noëls und Zimbelstern“ | Weihnachten
- „Der Quempas“ | 4. Advent
- „Dreifacher Advent“ | 3. Advent
- „Adventsmusiken“ | 2. Advent
- „Kurrende“ | 1. Advent
Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).

