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Kantor

Sexagesimae 2015

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Der Begriff Kantor kommt vom lateinischen Verb cantare – singen. Der Kantor ist also im ursprünglichen Sinn ein Sänger: Vorsänger der Gemeinde. Oft wird der Begriff mit der Berufsbezeichnung Kirchenmusiker gleichgesetzt. Streng genommen ist das eine Verkürzung, denn zum Kirchenmusikberuf gehört neben dem vokalen Bereich auch das Instrumentalspiel. An großen Kirchen, zum Beispiel am Berliner Dom, an der Dresdner Frauenkirche und an der Leipziger Thomaskirche sind die kirchenmusikalischen Aufgaben auf eine Kantoren- und auf eine Organistenstelle verteilt.

Kantoren leiten Ensembles, sie sind als ausgewiesene Dirigenten, Gesangspädagogen und häufig auch als Komponisten insbesondere für die gottesdienstliche und konzertante Chorarbeit zuständig. Daneben gibt es in einigen Landeskirchen – auch in der EKBO – die Möglichkeit, den Ehrentitel Kantor oder Kantorin an Personen zu verleihen, die trotz fehlender Qualifikation durch eine Ausbildung oder ein Studium hervorragende kirchenmusikalische Arbeit leisten.

Archiv

Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 2. September 2015 10:34