EKD-Solidaritätsaktion "Gegen Antisemitismus in Deutschland"

Erste Unterschriftenlisten an den Zentralrat der Juden übersandt

17. Oktober 2000

Banner der Aktion

Mit einem persönlichen Brief hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, die ersten Unterschriftslisten der EKD-Internet-Solidaritätsaktion "Gegen Antisemitismus in Deutschland" an den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, übersandt.

Am 6. Oktober 2000 wurde die Aktion im Rahmen des Internetangebotes der EKD gestartet (www.ekd.de/solidaritaet/). Initiiert und realisiert wurde sie von den Internetstellen der EKD, des Gemeinschaftswerkes der Evangelischen Publizistik (GEP) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ziel der Aktion ist es, die offiziellen Erklärungen aus dem Bereich der evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit zu verstärken, vor allem aber den Menschen in Deutschland eine Plattform zu bieten, von der aus sie mit einer virtuellen Unterschrift unter einen an Paul Spiegel gerichteten Brief ihre Solidarität und Verbundenheit mit den in Deutschland lebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ausdrücken können.

Diese Aktion hat ein äußerst positives Echo gefunden, nach nur 48 Stunden hatten mehr als 3.000 Menschen den Brief unterzeichnet. Nach heutigem Stand sind es mehr als 12.000 Einträge und mehr als 13.000 Unterschriften. Landeskirchen, Gemeinden und weitere kirchliche Einrichtungen unterstützen diese Aktion, in dem sie mit entsprechenden Bannern auf ihren Internetseiten darauf hinweisen. Aber auch säkulare Portalseiten wie www.fireball.de und www.meome.de unterstützen die Solidaritätsaktion der evangelischen Kirche. Mittlerweile gehen Kirchengemeinden dazu über, im Rahmen der Gottesdienste Unterschriftslisten auszulegen, die an die EKD zur Weiterleitung gegeben werden.

Der EKD-Ratsvorsitzende schreibt: "Es ist mir heute eine Freude, dass ich Ihnen die ersten Unterschriftslisten übersenden kann. Sie sollen Zeichen für Sie und den Zentralrat der Juden in Deutschland dafür sein, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland fest zu den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern steht und die gegen sie gerichteten Angriffe verurteilt. Wenn damit auch die verbrecherischen Anschläge nicht ungeschehen gemacht werden können, so sind diese Unterschriften doch der Beweis, dass sehr, sehr viele Menschen in unserem Land mit Ihnen allen fühlen. Ich bin sicher, dass diese Aktion die Sinne der Menschen dahingehend schärft, dass sie künftig mit noch mehr Aufmerksamkeit auf rechte Tendenzen achten und sich gegen sie einsetzen werden."

Im Internet finden Sie:

Evangelische Kirche in Deutschland - http://www.ekd.de
Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik - http://www.gep.de
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau - http://www.ekhn.de

Hannover, 17. Oktober 2000
Pressestelle der EKD



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