„Die Opfer des Krieges nicht vergessen“

EKD-Auslandsbischof Koppe an russisch-orthodoxen Patriarchen Aleksij II. zum 60. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion

22. Juni 2001

Aus Anlass des heutigen 60. Jahrestages des Überfalls deutscher Truppen auf die damalige Sowjetunion hat der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Rolf Koppe, auf die Bedeutung von Versöhnung und Gerechtigkeit für die gegenwärtigen und zukünftigen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland hingewiesen. In dem Gedenken an die schrecklichen Ereignisse des 2. Weltkrieges liegt „eine gemeinsame Herausforderung für die verantwortliche Gestaltung des friedlichen Zusammenlebens in Europa“, schrieb Koppe in einem Brief an den Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK), Aleksij II.

Koppe versicherte Aleksij im Namen der EKD, „dass wir die Opfer des Krieges und das Leid, das der Krieg über viele Menschen gebracht hat, nicht vergessen werden“. Es sei heute noch unverständlich, dass die evangelische Kirche damals dazu geschwiegen habe und manche Christen den Krieg sogar unterstützt hätten.

Zur neuen Beziehung zwischen Deutschen und Russen nach dem Krieg habe auch die Versöhnungsarbeit der Kirchen wirksam beigetragen, hob Bischof Koppe unter Hinweis auf den Theologischen Dialog von EKD und ROK sowie „unzählige Partnerschaftstreffen“ hervor. Patriarch Aleksij selber habe bei seinem Deutschland-Besuch 1995 mit seiner Vergebungsbitte der Versöhnung zwischen den Völkern „einen großen Dienst erwiesen“.

Hannover, den 22. Juni 2001
Pressestelle der EKD



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