Ratsvorsitzender der EKD: Zionismus nicht mit Rassismus gleichsetzen

Präses Manfred Kock zur UN-Rassismuskonferenz in Durban

07. September 2001

Mit großem Bedauern wendet sich der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, gegen Bestrebungen auf der UN-Rassismuskonferenz in Durban/Südafrika, den Zionismus mit Rassismus zu identifizieren. Auch Formulierungen wie "rassistische Praktiken des Zionismus" seien völlig inakzeptabel. Sie sind nicht geeignet, die komplizierten Gründen des israelisch-palästinensischen Konfliktes zu erklären, geschweige denn, ihn zu einer Lösung zu führen. Der Nahostkonflikt ist nur beizulegen, wenn beide Seiten die Eskalation der Gewalt beenden und an den Verhandlungstisch zurückkehren.
Der Ratsvorsitzende erinnerte daran, dass eine Verurteilung des Zionismus selber antisemitische Beweggründe offenbaren würde. Sollte die Konferenz von Durban am Streit über den Zionismusbegriff scheitern, so wäre eine große Chance vertan, denen Gehör zu verschaffen, die in vielen Ländern der Erde wirklich unter Rassismus leiden.

Hannover, den 7. September 2001
Pressestelle der EKD



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