EKD-Ratsvorsitzender Präses Kock reist nach Jerusalem

Einführung des neuen Propstes

12. Oktober 2001

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, reist vom 19. bis 23. Oktober 2001 nach Jerusalem. Anlass des Besuches ist die Amtseinführung des neuen evangelischen Propstes zu Jerusalem, Martin Reyer, am 21. Oktober nachmittags. Angesichts des sich zuspitzenden israelisch-palästinensischen Konfliktes möchte die von Präses Kock geleitete EKD-Delegation zugleich deutlich machen, dass sie sich um den Brückenschlag nach beiden Seiten bemüht.

Deshalb ist am Sonntagvormittag ein Besuch im palästinensischen Autonomiegebiet vorgesehen: Präses Kock predigt in einem Gottesdienst palästinensischer Christen in Beit Jala, einer Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien. Anschließend wird die Ratsdelegation in der vom Berliner Missionswerk und dem Evangelischen Jerusalemsverein getragenen Schule Talitha Kumi zu Gesprächen erwartet. Am Montagvormittag wird der EKD-Ratsvorsitzende einen Kranz in der jüdischen Gedenkstätte Yad Vashem niederlegen. Weitere Gespräche zum israelisch-palästinensischen Konflikt sind geplant.

Der EKD- Ratsvorsitzende Kock wird von den Ratsmitgliedern Bischof Dr. Wolfgang Huber (Berlin) und Bischöfin Maria Jepsen (Hamburg) sowie dem Auslandsbischof der EKD, Dr. Rolf Koppe (Hannover), begleitet. Aus der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Johanniterorden werden eigene Delegationen an der Einführung des neuen Propstes  teilnehmen.

Propst Martin Reyer (55) ist Amtsnachfolger von Karl-Heinz Ronecker, der nach zehn Jahren Dienstzeit in Jerusalem in den Ruhestand tritt. Er ist in Gussenstadt/Kreis Heidenheim geboren und studierte Theologie in Tübingen, Zürich und Marburg. Martin Reyer war Referent im Diakonischen Werk der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Gemeindepfarrer in Ludwigsburg und seit 1992 Dekan des Kirchenbezirks Stuttgart-Zuffenhausen. Der evangelische Propst zu Jerusalem ist als offizieller Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland und Auslandspfarrer für die deutschsprachige Evangelische Gemeinde in Jerusalem und Amman vom Rat der EKD entsandt und dem Kirchenamt der EKD zugeordnet.

Hannover, den 12. Oktober 2001
Pressestelle der EKD



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