EKD-Ratsvorsitzender reist mit Delegation nach Äthiopien

Themen sind auch Menschenrechte und Verhältnis von Christen und Muslimen

11. Januar 2002

Auf Einladung äthiopischer Kirchen wird vom 13. bis 21. Januar 2002 eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter der Leitung des Ratsvorsitzenden, Präses Manfred Kock, nach Äthiopien reisen. Kock wird unter anderen vom EKD-Ratsmitglied Margit Fleckenstein (Präsidentin der Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden, Mannheim), Oberkirchenrat Dr. h.c. Volker Faigle (Afrikareferent im Kirchenamt der EKD, Hannover) und Erzpriester Dr. Merawi Tebege von der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland (Köln) begleitet. Der Besuch dient der Vertiefung der gegenseitigen ökumenischen Beziehungen mit der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, der Äthiopisch Evangelischen Kirche Mekane Yesus und der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in der Hauptstadt Addis Abeba.

In den Gesprächen mit den Kirchenleitungen werden u.a. die Entwicklungen nach Beendigung des Krieges zwischen Äthiopien und Eritrea im Jahre 2000 und die besonderen Herausforderungen für die Kirchen als zivilgesellschaftliche Kräfte thematisiert. Dabei soll auch die Menschenrechtslage zur Sprache kommen. Die Delegation wird sich an verschiedenen Stellen über das Verhältnis von Christen und Muslimen in Äthiopien informieren lassen und dazu gemeinsam mit kirchlichen Vertretern auch mit dem Vorsitzenden des Islamrates von Äthiopien zusammentreffen.

Auf einer gleichzeitig in Addis Abeba stattfindenden Pfarrkonferenz wird sich die Delegation über die deutschsprachige evangelische Seelsorge auf dem gesamten afrikanischen Kontinent unterrichten lassen.

Einer der Höhepunkte des Aufenthalts ist die Teilnahme an einem der höchsten Feiertage der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, dem Timkat-Fest (Erinnerung an die Taufe Jesu), zu dessen prunkvoller Prozession und anderen Veranstaltungen Patriarch Paulos den Ratsvorsitzenden und seine Delegation persönlich eingeladen hat.

Es sind auch Gespräche mit politischen Repräsentanten geplant. Während der gesamten Reise wird sich die Delegation über kirchliche Entwicklungsarbeit in Äthiopien und das dortige Engagement des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED), Brot für die Welt und anderer kirchlicher Entwicklungsorganisationen informieren.


Hannover, den 11. Januar 2002
Pressestelle der EKD


 



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