Segenswünsche zu jüdischem Neujahrsfest

Ratsvorsitzender schreibt an Zentralrat der Juden in Deutschland

15. September 2004

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu dem Ziel, dass „Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“, wünscht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, in einem Brief an den Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, anlässlich des jüdischen Neujahrsfests Rosch HaSchana am 15. September. Er wünsche dem Präsidenten und allen Mitgliedern des Zentralrats zum Beginn des jüdischen Jahres 5765 „von Herzen ein gutes und segensreiches Neues Jahr“.

"Mögen wir gemeinsam darauf hinwirken, dass wir in einem friedlichen und offenen Land leben können, in dem es weder Hass noch Gewalt, weder Schändung von Stätten des Gedenkens noch Angriffe auf Synagogen oder auch Kirchen gibt", schreibt Huber. Er wisse, dass dies ein „frommer Wunsch“ sei. Dies zeige der Blick auf das vergangene Jahr, denn die Gefahr des Antisemitismus und des Rassismus sei noch nicht überwunden. Das habe gerade die Europäische Konferenz zum Antisemitismus im April in Berlin vor Augen geführt.

Der Ratsvorsitzende erinnert an die intensive Zusammenarbeit, die zu einer gemeinsamen öffentlichen Äußerung zu dem von Mel Gibson produzierten und inszenierten Film "The Passion of Christ" geführt habe. Der gemeinsame Brief von Spiegel, Huber und Karl Kardinal Lehmann habe dazu beigetragen, "eine missverständliche religiöse Euphorie angesichts dieses Filmes in unseren Breiten zu verhindern". Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Leitungsgremien der EKD und dem Zentralrat werde auch in Zukunft fortgesetzt, kündigte Huber an.

Hannover, 15. September 2004

Pressestelle der EKD
Kerstin Kipp



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