Grußwort des EKD-Ratsvorsitzenden zum Ende des Ramadan

Zeichen der Freundschaft im Alltag fortsetzen

15. September 2009

Logo der EKD Zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, das an diesem Wochenende gefeiert wird, hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, herzliche Glück- und Segenswünsche an die in Deutschland lebenden Muslime übermittelt. Huber würdigte die Fastenzeit als eine wichtige Zeit des Innehaltens und der Besinnung für die Muslime, in der die Anforderungen des Alltags zurück treten. Dies fordere „von jedem einzelnen Gläubigen persönliche Hingabe und Disziplin“.

Viele muslimische Gemeinden und Verbände haben auch in diesem Jahr im Ramadan nicht-muslimische Freunde und Nachbarn zum abendlichen Fastenbrechen eingeladen, schreibt Bischof Huber in seinem Grußwort. „Diese Geste der Offenheit und Verbundenheit ist ein Zeichen wachsenden Vertrauens, das wir alle mit großer Dankbarkeit und Freude aufnehmen.“ Er hoffe, dass diese Zeichen von Freundschaft und Gemeinschaft auch über die Fastenzeit hinaus das Zusammenleben in allen Bereichen des Alltages bestimmen möge.

Die vor wenigen Monaten beendeten Beratungen der Deutschen Islamkonferenz, zu der die Bundesregierung eingeladen hatte, habe zu einer großen öffentlichen Aufmerksamkeit beigetragen, schreibt Bischof Huber weiter. Die Islamkonferenz habe „zu erkennen gegeben, dass Sie als Muslime wichtige und geachtete Partner in unserer Gesellschaft sind. Einer neuen Bundesregierung ist es überlassen, diese Schritte der Konferenz weiterzuführen.“

Im Blick auf die im Oktober zu Ende gehende Amtszeit des Rates der EKD dankte der Ratsvorsitzende für die Gespräche und die Zusammenarbeit mit den muslimischen Verbänden. Er bekräftigte, dass „all unsere Stellungnahmen und Gespräche, auch wo sie kritischen Fragen nicht ausgewichen sind, im Respekt und im Interesse Ihnen gegenüber begründet waren; sie hatten stets zum Ziel, gute Nachbarschaft und die dafür notwendige Klarheit zu fördern.“

Hannover, 15. September 2009

Pressestelle der EKD
Silke Römhild



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