„Gerechtigkeit vermehren, Gewalt widerstehen“

Grußwort des Ratsvorsitzenden zum Ende des Ramadan

09. November 2004

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat den muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Deutschland zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan am 14. November Grüße und Glückwünsche der EKD übermittelt. „Der Verzicht auf Nahrung während des Tages, das Gedenken an Menschen in Not und die Spenden, die Sie im Monat Ramadan leisten, sind ein sichtbares und spürbares Zeichen der Dankbarkeit für die Bewahrung des Lebens, aber auch ein Hinweis auf die Verantwortung für Menschen, die über weniger Güter und Lebensmöglichkeiten verfügen“, so Huber in seinem Schreiben.

Es gebe auch in Deutschland Vorbehalte und Spannungen zwischen den Angehörigen verschiedener Religionen und Lebenshaltungen. „Konflikte in anderen Weltgegenden werfen ihre Schatten auf das Miteinander in Deutschland“, stellt der Ratsvorsitzende fest. Aus diesem Grund spricht er sich dafür aus, gemeinsam daran zu arbeiten, „Gerechtigkeit zu vermehren, Gewalt zu widerstehen und einem gerechten Frieden Raum zu verschaffen“.  Er hoffe sehr, so Huber weiter, dass von beiden Seiten Anstrengungen unternommen würden, um „viele Inseln der Verständigung und Zusammenarbeit“ entstehen zu lassen. Der Ratsvorsitzende versprach: „Als evangelische Christen wollen wir dazu unseren Beitrag leisten.“

Magdeburg, 9. November 2004

Pressestelle der EKD
Karoline Lehmann



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