EKD-Auslandsbischof begrüßt avisierte Wiedereröffnung

Martin Schindehütte: „Türkische Ankündigung zum Priesterseminar Chalki/Heybeli stimmt hoffnungsvoll“

13. März 2010

Logo der EKD Der Auslandsbischof der EKD, Martin Schindehütte, begrüßt die Ankündigung des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Türkei, das Priesterseminar des ökumenischen Patriarchats auf der Insel Chalki/Heybeli wiederzueröffnen. „Die Äußerungen von Vizepremierminister Bülent Arinc stimmen hoffnungsvoll, dass die Türkei das Selbstverwaltungsrecht von Religionsgemeinschaften – gerade auch der Nicht-Muslime – ernstnehmen will.“, sagte Schindehütte am heutigen Sonnabend.

Allerdings bleibe abzuwarten, an welche Auflagen und Bedingungen konkret an eine Wiedereröffnung gebunden seien. Bisher seien immer wieder Konditionen an das orthodoxe Patriarchat herangetragen worden, die von diesem nicht akzeptiert werden konnten. „Es bleibt zudem zu wünschen, dass sich ein Wiedereröffnungsverfahren nicht weiter unabsehbar in die Länge ziehe.“, betonte Schindehütte, der im Rahmen eines offiziellen Besuchs des Rates der EKD im Frühjahr 2009 selbst das Seminar besucht hatte: „Von dieser Institution könnte ein vitaler „Pulsschlag“ für die kleine orthodoxe Gemeinde, die in der Türkei verblieben ist, ausgehen, aber darüber hinaus auch für die Christen insgesamt in der Türkei und vielleicht sogar darüber hinaus in der östlichen Mittelmeerregion, so der Bischof weiter. Die EKD hatte sich wiederholt für eine Wiedereröffnung des Seminars ausgesprochen.

Hannover, 13. März 2010

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick



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