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Die Angst vorm Sterben

Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage zur Sterbehilfe

SI aktuell (Nr. 6) zur Sterbehilfe-Debatte mit einleitenden Worten von Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD, und Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland.
Autoren: Petra-Angela Ahrens und Gerhard Wegner
ISBN 978-3-981-4883-8-8
SI aktuell Nr. 6, creo-media, Hannover 2015, 28 Seiten, Schutzgebühr 4,00 Euro (plus Porto).
Zur Bestellung. Zum Download

Die jüngst geführten Debatten lassen den Eindruck entstehen, eine Mehrheit der Deutschen spreche sich für eine Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids aus. Über die Hintergründe jedoch ist viel zu wenig bekannt. Die Studie des SI schafft hier Abhilfe. Sie gibt Hinweise zu den Ängsten der Menschen, die sich einen ärztlich assistierten Suizid wünschen. Viele fürchten sich vor einem langen Sterben, vor Schmerzen und Atemnot. Und diese Ängste sind besonders unter jenen verbreitet, die in der Regel seltener über eigene Erfahrungen im Umgang mit Sterben und Tod verfügen: den jüngeren Menschen.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass es in erster Linie die Ängste vor einem langen Sterbeprozess sind, die solche Entscheidungen tragen. Diese Ängste müssen, so die Autoren, ernstgenommen werden und es muss eine gesellschaftliche Debatte geführt werden. Die SI-Studie zeigt aber auch: Über 60 Prozent der Befragten befürchten, dass die Legalisierung ärztlicher Suizidbeihilfe den Druck auf Menschen verstärkt, die ihrer Familie nicht zur Last fallen wollen. 

Die telefonische (CATI) Umfrage mit 2.052 Befragten wurde nach den Vorgaben des SI-EKD von TNS-Emnid im April 2015 durchgeführt. Sie ist repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren.
Siehe auch "Neues aus dem SI"


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 1. September 2015 17:10