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Familienorientierte Personalpolitik in Kirche und Diakonie

Motivation, Ausgestaltung und betriebswirtschaftliche Effekte

Die Gestaltung einer familienfreundlichen Arbeitswelt ist längst nicht nur Aufgabe des Staates. Unternehmen und Organisationen besitzen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften erheblichen Einfluss auf die konkreten Arbeitsbedingungen und damit auch darauf, ob und wie Mitarbeitende Familie und Beruf vereinbaren können. Familienorientierte Personalpolitik ist jedoch nicht allein für Mitarbeitende von hoher Bedeutung: Der zunehmende Fachkräftemangel macht es für Unternehmen und Organisationen notwendig, Mitarbeitenden mit Familienverantwortung familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu bieten. Denn nur so können qualifizierte und erfahrene Fachkräfte gehalten oder hinzugewonnen werden. Zudem ist Familienfreundlichkeit ein wichtiger Faktor "guter" Arbeit und kann zu höherer Produktivität beitragen. Es gibt mittlerweile verschiedene Studien, die die Familienfreundlichkeit von Unternehmen der freien Wirtschaft untersuchen.

Ausgangslage:
Eine auf Kirche und Diakonie bezogene Studie liegt bislang nicht vor. Die familienpolitische Positionierung der EKD und Landeskirchen sind ein aktuell diskutiertes Thema, das in Zukunft weiter an Gewicht gewinnen wird. Kirche und Diakonie verfolgen das Ziel, in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeberinnen eine gemeinsame Haltung zu familienbewusster Personalpolitik zu entwickeln. Sie stehen zudem in der Verantwortung, ihr Eintreten für familienfreundliche Arbeitsbedingungen am eigenen Beispiel vorzuleben.

Ziel des Projektes:
Die Studie untersucht Ausprägung, Gestaltung und betriebswirtschaftliche Effekte familienorientierter Personalpolitik in Kirche und Diakonie. Dabei wird folgenden übergeordneten Fragen nachgegangen:
. Ist familienorientierte Personalpolitik in der Organisationsstrategie verankert?
. Welche Rolle spielen Unternehmenskultur und Führung bei der Initiierung, Kommunikation und Umsetzung familienorientierter Personalpolitik? Welche Rolle spielen andere Akteure?
. Welche familienorientierter Maßnahmen und Aktivitäten werden (bevorzugt) angeboten?
. Mit welcher Motivation werden Maßnahmen erarbeitet und angeboten? Geht es in erster Linie um betriebswirtschaftliche Ziele oder wird auch aktiv gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen?
. Welche Effekte hat familienorientierte Personalpolitik für Dienstnehmer und Dienstgeber?
. Welche zukünftigen Handlungsbedarfe für die sachgerechte Ausgestaltung familienorientierter Personalpolitik können identifiziert werden?

Methode/Vorgehensweise:
- Sekundäranalyse vorhandener Datenquellen.
- Vorstrukturierende Interviews mit acht Funktionsträgern verschiedener evangelischer Organisationen.
- Leitfadeninterviews mit 27 Experten aus dreizehn evangelischen Organisationen sowie fünf Experten aus der evangelisch-diakonischen Arbeitswelt.
- Einschätzungen von 18 Mitarbeitenden der befragten Organisationen, die einen Bedarf an familienfreundlichen Maßnahmen haben, mithilfe von Gruppendiskussionen.
- Analyse von den untersuchten Organisationen rückgemeldeter Steckbriefe zu konkreten Aktivitäten.
- Modellrechnung zu ökonomischen Effekten ausgewählter Maßnahmen.

Projektdurchführung:
Die xit GmbH in Nürnberg ist in Zusammenarbeit mit dem SI der EKD und Vertreter/innen der EKD für die Durchführung beauftragt worden.

Laufzeit des Projektes:
Januar 2011 bis März 2012
Die Projektergebnisse liegen in Form einer Broschüre vor (90 Seiten, 8,50 Euro plus Porto).
Zur Bestellung: info@si-ekd.de
E'KD-Pressemitteilung

Kontakt:
Andreas Mayert
andreas.mayert@si-ekd.de 0511-554741-22

  • Anhang 1: Beteiligte Organisationen, Projektgruppe

    Upload am: 12.12.2012

  • Anhang 2: Grafiken, Übersichten (familienfreundliche Maßnahmen), Modellrechnung zu monetären Effekten | von Thomas Rinklake u.a. (xit GmbH Nürnberg)

    Upload am: 12.12.2012


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Publikationsdatum dieser Seite: Montag, 4. Juli 2016 17:23