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Religiosität und kirchliche Bindung im "dritten Alter"

Repräsentative bundesweite Befragung von 2.022 Personen

Ausgangslage
Kennzeichen der demografischen Entwicklung ist nicht nur das Fehlen von Kindern, sondern ebenso die erhebliche und noch beständig weiter wachsende Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Menschen in den industrialisierten Ländern. Im Durchschnitt kann heute in Deutschland damit gerechnet werden, dass Männer und Frauen noch bis in das achte Lebensjahrzehnt hinein ohne größere gesundheitliche Probleme leben und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Es hat sich ein neuer Lebensabschnitt herausgebildet, der umgangssprachlich vielfach "Generation 60-plus"  genannt wird. Die Altersforschung hat diese Phase mit verschiedenen Begrifflichkeiten belegt -  in der Regel wird die Zeit zwischen 60 bis 75 bzw. 80 Jahren als das "dritte Alter" bezeichnet.
Die Menschen im dritten Alter gelten nach bisherigen Untersuchungsergebnissen als besonders glaubensstark und kirchennah. Gleichzeitig werfen die demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Fragen für die kirchliche Handlungspraxis auf, die eine differenzierte Betrachtung dieser wachsenden Bevölkerungsgruppe verlangen. Mit den bisherigen, zumeist für die Gesamtbevölkerung repräsentativen kirchensoziologischen Befragungen ist das kaum möglich. 

Ziel des Projektes
Diese Lücke will das Projekt mit einer repräsentativen Befragung schließen. Sie soll Informationen über Religiosität und kirchliche Ansprechbarkeit der Befragten liefern, um Ansatzpunkte für die kirchliche Arbeit mit den Menschen im dritten Lebensalter entwickeln zu können. Das Projekt ist darüberhinaus für den kirchlichen Altersdiskurs - von der Altenarbeit über kirchen- und religionssoziologische bis hin zu theologischen Aufarbeitungen der Altersproblematik - von großem Interesse.

Projektverlauf
Die Feldphase der repräsentativen Befragung ist abgeschlossen. Eine erste Auswertung ist bereits erfolgt: "Uns geht's gut", LIT Verlag 2011: http://www.ekd.de/si/publikationen_17824.html. Weitere Analysen folgen. Siehe auch PM der EKD, 9. 5. 2011 und Projektergebnisse 2011: http://www.ekd.de/si/download/Fazit_Uns_geht_es_gut_28_9_11.pdf

Im SI wurde bereits eine Studie über "Altersbilder von Pastorinnen und Pastoren" erstellt sowie eine Sekundäranalyse quantitativer Befragungen zu Orientierungen und kirchlicher Beteiligung älterer Evangelischer durchgeführt.  Ein weiteres SI-Projekt "Altersbilder in den Strukturen der Kirche" lieferte im Mai 2011 Ergebnisse: http://www.ekd.de/si/download/Altersbilder_(29_6).pdf

Kontakt
Petra-Angela Ahrens
petra-angela.ahrens@si-ekd.de
0511-554741-23


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 16. Juli 2014 14:09