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Bischof Kähler widerspricht Forderung des Einzelhandelverbandes nach Öffnung von Adventssonntagen für Verkauf

"Der erste Sonntag im Advent kann in Thüringen verkaufsoffen sein - das ist genug", mit die­sen Worten wendet sich Christoph Kähler, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen, gegen eine Aufweichung der Regeln für die Ladenöffnung in Thüringen. Er widerspricht damit Knut Bernsen, Landesgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Thüringen. Bernsen wird heute (27.5.) in der Thüringischen Landeszeitung mit der Forderung zitiert, der Handel solle selbst entscheiden, wann im Advent sonntags geöffnet ist und wann nicht.

Das im November 2006 verabschiedete Thüringer Ladenöffnungsgesetz sieht vor, dass insge­samt an vier Sonntagen im Jahr sechs Stunden zwischen 11 und 20 Uhr für den Verkauf von den Landkreisen freigegeben werden können. Adventssonntage sind mit Ausnahme des ersten Advents gänzlich für den Verkauf tabu.

"Wir werden uns als evangelische Kirche jeder weiteren Aufweichung des Sonntagsschutzes in den Weg stellen", sagte Kähler. Der Sonntag strukturiere die Woche und gebe ihr einen Rhythmus von Arbeit und Ruhe. "Gerade in der Adventszeit leiden immer mehr Menschen unter dem Konsumstress und gehen erschöpft und nicht entspannt auf Weihnachten zu. Die Adventssonntage sind unverzichtbar als freie Zeit für die Besinnung und für die Familien."

Erfurt, 28. Mai 2008

Ralf-Uwe Beck
Pressesprecher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen


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Publikationsdatum dieser Seite: Montag, 19. September 2011 09:05