News 2007
Handbuch mit 52 kreativen Sonntagsideen
Hannover (epd). Mit einem Handbuch voller "Sonntagsideen" will die hannoversche Landeskirche Familien, Paaren und Alleinlebenden Lust auf den Feiertag machen. Der Sonntag sei die Zeit des Gottesdienstes, aber auch die Zeit für die Familie, die Freunde oder des Abschaltens vom Alltag, schreibt Landesbischöfin Margot Käßmann im Vorwort. Die Broschüre ist ein Beitrag zur bundesweiten Sonntagsschutz-Kampagne der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am Mittwoch in Hannover gestartet wurde.
In dem aufwendig gestalteten Heft sind 52 Impulse zur Gestaltung des Feiertags zu finden. Die Inspirationen reichen vom "Kaffeeklatsch" über eine Bücherparty bis zu Ausflügen, die nichts kosten sollen. Dazu gibt es jeweils kurze Texte zu biblischen oder kirchlichen Themen.
Zusätzlich haben Menschen aus unterschiedlichen Berufen aufgeschrieben, was ihnen am Sonntag besonders wichtig ist. Der Redakteur Matthias Drobinski (43) von der "Süddeutschen Zeitung" erinnert sich an seine katholisch geprägte Kindheit und schreibt von der "Sehnsucht nach dem Gottestag, an dem der Rest des Lebens Pause macht und der Alltag die Luft anhält".
Der geistliche Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arend die Vries (52), schildert seine Sonntagsrituale, zu denen "Bach-Kantaten aus dem Radio genauso gehören wie ein Frühstück mit warmen Brötchen aus dem Backofen". Sarah Käßmann (25), Tochter der Bischöfin und Studentin, meint: "Sonntage, die zu Alltagen werden, nehmen uns die Luft zu atmen und die Kraft aufzuschauen, um einen Blick auf uns selbst und unsere Bedürfnisse zu lenken." Eine Woche ohne Sonntag habe keinen Anfang und kein Ende mehr: "Sie ist alle Tage Alltag."
Die Broschüre "Sonntags-Ideen für das ganze Jahr" ist in einer Auflage von 25.000 Exemplaren erschienen, kostet 4,90 Euro und kann unter Telefon 0711/64 04 139 bestellt werden. Das Heft ist Teil der von EKD und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gestarteten Kampagne "Gott sei Dank, es ist Sonntag", die mit Plakaten, Werbung und im Internet auf die Bedeutung des Feiertags hinweisen will.

