News 2008
Bischof Huber: Kulturgut Sonntag nicht preisgeben
Berlin (epd). Bischof Wolfgang Huber hat sich erneut für den Schutz der Sonn- und Feiertage ausgesprochen. Gerade angesichts anhaltender Flexibilisierung müsse darauf geachtet werden, dass dieses kulturelle Gut nicht preisgegeben werde, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der Tageszeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 30 April 2008). Dabei sei es Aufgabe der Christen, den Sonn- und Feiertagen durch ausstrahlungsstarke Gottesdienste einen würdigen Rahmen zu geben.
Huber bekräftigte die Kritik daran, dass in Berlin "per Hauruckverfahren" zehn Sonntage für die Ladenöffnung freigegeben wurden. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin hatten im November Verfassungsbeschwerde gegen das Berliner Ladenschlussgesetz beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Die Kirchen wollten neues Verständnis dafür wecken, dass die Sonn- und Feiertage vom Grundgesetz als "Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung" geschützt seien, so der Ratsvorsitzende.
30. April 2008
Das gesamte Interview der Tageszeitung "Die Welt" mit Bischof Wofgang Huber

