
Kirchenjahr 2008/2009
Sonntage hören
09.04.2009: Gründonnerstag
Wochenlied
Das Wort geht von dem Vater aus (EG 223)
Melodie: Nikolaus Herman 1551
Text: Otto Riethmüller 1932/34 nach dem Hymnus »Verbum supernum prodiens« des Thomas von Aquin 1264
Video
Evangelium des Gründonnerstags: Die Fußwaschung (Johannes 13, 1-15)
Am Gründonnerstag wird der Einsetzung des heiligen Abendmahls gedacht. Nach biblischer Überlieferung war dies das letzte Passah-Mahl, das Jesus zusammen mit seinen Jüngern gefeiert hat. Er hat seinen Jüngern aufgetragen, dieses Mahl immer wieder zu seinem Gedächtnis zu feiern. Das Evangelium des Gründonnerstags berichtet von einer weiteren Handlung Jesu zu seinem Gedächtnis: Plötzlich steht er auf, bindet sich eine Schürze um, holt sich eine Schüssel mit Wasser und wäscht seinen Jüngern, einem nach dem anderen, die Füße. Er kniet sich nieder vor seinen Jüngern. Er demonstriert, dass er nicht kam, um zu herrschen, sondern um zu dienen, dass er sich erniedrigte, um die Menschen zu erhöhen. Gleichzeitig fordert er seine Jünger zur gegenseitigen Liebe auf, wie sie auch in der Fußwaschung zum Ausdruck kommt.
Das"grün" in Gründonnerstag leitet sich nicht von der Farbe, sondern vom althochdeutschen Wort "grunen" oder "greinen" her. Das bedeutet so viel wie "klagen" oder "weinen" und weist damit auf das Leiden und Sterben Jesu Christi hin.
Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging, da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; denn er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte seinen Verräter; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin's auch. enn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. (Joh 13, 1-15)
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