
Kirchenjahr 2008/2009
Sonntage hören
26.04.2009: Zweiter Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini
Wochenlied
Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG 274)
Melodie: Johann Walter 1524
Text: Augsburg 1531
Video
Evangelium des Sonntags: Der gute Hirte (Johannes 10, 11-30)
Der gute Hirte ist das Thema dieses Sonntages. Dieses Bild durchzieht die Lesungen des Sonntages. So auch den Psalm. Es ist der Psalm 23, wahrscheinlich der bekannteste Psalm. "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." (Ps 23, 1) Der Beter des Psalmes hat großes Vertrauen in die Barmherzigeit Gottes, die auch im Namen dieses Sonntages zum Ausdruck kommt (misericordias domini = lateinisch: die Barmherzigkeit des Herrn)
Dieser fürsorgliche Hirte, den der Psalm 23 beschreibt, ist in Jesus Christus Mensch geworden. Davon spricht das heutige Evangelium.
Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht - und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird "eine" Herde und "ein" Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater. Da entstand abermals Zwietracht unter den Juden wegen dieser Worte. Viele unter ihnen sprachen: Er hat einen bösen Geist und ist von Sinnen; was hört ihr ihm zu? Andere sprachen: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann denn ein böser Geist die Augen der Blinden auftun? Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem und es war Winter. Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der Christus, so sage es frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins. (Joh 10, 11-30)
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Die Deutsche Bibelgesellschaft hat die gesamte Bibel als Hörbuch herausgebracht. Das jeweilige Sonntagsevangelium spielt die Deutsche Bibelgesellschaft ebenso wie wir daraus aus. Wir danken der Deutschen Bibelgesellschaft für die nötige Erlaubnis.

