
Sonntage hören
27.05.2012: Pfingstsonntag
Wochenlied
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (EG 125)
Melodie: Ebersberg um 1480, Erfurt 1524
Text: Str. 1 Ebersberg um 1480 nach der Antiphon »Veni sancte spiritus, reple« 11. Jh. (Nr. 156); Str. 2-3 Martin Luther 1524
Evangelium des Sonntags: Die Verheißung des Heiligen Geistes (Johannes 14, 23-27)
Pfingsten (griech.: pentecoste: der 50. Tag nach Ostern) bezeichnet das Fest der "Ausgießung des Heiligen Geistes". In der Apostelgeschichte (2,1-41) wird berichtet, dass sich die Jünger Jesu am 50. Tag nach Ostern in einem Haus versammelten und dort den Heiligen Geist empfingen. Er versetzte sie in die Lage, mit Menschen zu sprechen, deren Sprache sie ursprünglich nicht beherrschten. Jerusalem war an diesem Tag, an dem das Wochenfest gefeiert wurde, mit Pilgern überfüllt. Sie waren aus vielen Ländern angereist und überrascht, die Jünger in der eigenen Muttersprache reden zu hören. Zuschauer hatten für dieses Geschehen nur Spott übrig, denn sie hatten den Eindruck, die Gläubigen seien betrunken. Gegen diesen Vorwurf verwahrt sich Petrus in seiner Predigt (Apg 2,16-36). Auf die Verkündigung von der Auferweckung Jesu reagieren die Menschen ergriffen und fragen, was sie tun sollen. Petrus fordert sie auf, Buße zu tun und sich taufen zu lassen. 3.000 Menschen folgen diesem Aufruf. Damit wurde das Ereignis der Ausgießung des Heiligen Geistes zur Geburtsstunde der christlichen Gemeinde und somit auch der Kirche.
Wenn von Pfingsten erzählt wird, dann hören wir von Feuer und Sturm, Jubel und Begeisterung. Im Johannesevangelium gibt es so ein Pfingstfest nicht. Die Geistausgießung findet dort am Ostertag mit der Beauftragung der Jünger statt. Das heißt, die Jünger - also: alle Christinen und Christen - tragen den Geist des auferstandenen Jesus Christus in die Welt. Auch ohne ein erzähltes Pfingstfest wird im Johannesevangelium viel vom Geist Gottes, vom Heiligen Geist, gesprochen. Er ist der Beistand, die Hilfe, der Tröster für die Zeit, in der die Jünger auf sich gestellt sind, in der die sichtbare Verbindung zu Jesus nicht mehr besteht.
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Joh 14, 23-27)
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Die Deutsche Bibelgesellschaft hat die gesamte Bibel als Hörbuch herausgebracht. Das jeweilige Sonntagsevangelium spielt die Deutsche Bibelgesellschaft ebenso wie wir daraus aus. Wir danken der Deutschen Bibelgesellschaft für die nötige Erlaubnis.

