EKD-Statistik

Synoden und Kirchenvorstände

"Und sie setzten in jeder Gemeinde Älteste ein, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn ..."
(Apostelgeschichte 14, 23)

Die evangelische Kirche wird auf allen Ebenen von gewählten Vertretungsorganen geleitet. Bereits in der Kirchengemeinde wirken gewählte Ehrenamtliche mit Theologinnen und Theologen gleichberechtigt im Kirchenvorstand (auch Presbyterium oder Gemeindekirchenrat genannt) zusammen. Dieses Prinzip der gemeinsamen Leitungsverantwortung setzt sich über die Synoden in den Kirchenkreisen und Gliedkirchen fort bis hinauf zur Evangelischen Kirche in Deutschland.

Alle Gliedkirchen haben Landessynoden oder vergleichbare Gremien, die sich in unterschiedlichem Verhältnis aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden zusammensetzen. Insgesamt engagieren sich bundesweit etwa 160.000 Gemeindeglieder in den Kirchenvorständen und Synoden.

Leitungsorgane der EKD sind Synode, Rat und Kirchenkonferenz. Die Synode berät und entscheidet bei ihrer in der Regel jährlichen Tagung über Kirchengesetze und den Haushalt der EKD. Sie diskutiert Berichte des Rates und der großen evangelischen Werke, debattiert Fragen kirchlichen Lebens, fasst Beschlüsse dazu und äußert sich zu öffentlichen Angelegenheiten.

Synodale der 12. EKD-Synode und der Landeskirchen
Bezeichnung
12. EKD-Synode (2015 - 2021)
Landessynoden (unterschiedliche Wahlperioden)
Ordinierte Männer
22
500
Frauen
19
202
Zusammen
41
702
Nicht-ordinierte Männer
40
759
Frauen
39
525
Zusammen
79
1.284
Insgesamt Männer
62
1.259
Frauen
58
727
Zusammen
120
1.986

100 Mitglieder der Synode werden von den Synoden der Gliedkirchen gewählt, weitere 20 beruft der Rat der EKD. An der Spitze der Synode, die jeweils für sechs Jahre gebildet wird, steht der oder die Präses.

Der 15-köpfige Rat leitet die EKD zwischen den Synodaltagungen. Auch im Rat sind Theologen und Nicht-Theologen gleichrangig vertreten. 14 Mitglieder werden gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt; hinzu kommt der oder die Präses der Synode qua Amt. Der oder die Ratsvorsitzende vertritt die EKD rechtlich nach außen und repräsentiert sie in der Öffentlichkeit. Mit Denkschriften, Studien und anderen Veröffentlichungen nimmt der Rat Stellung zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens.

Die von den Leitungen der Gliedkirchen gebildete Kirchenkonferenz ist das föderale Organ der EKD. Kirchen mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern haben jeweils zwei Stimmen, die anderen je eine Stimme. Die Kirchenkonferenz berät die Arbeit der EKD und gemeinsame Anliegen der Gliedkirchen, leitet Synode und Rat Vorlagen oder Anregungen zu. Sie wirkt bei der Wahl des Rates mit und hat ein eigenes Initiativrecht bei der Gesetzgebung.

Gemeindeleitende Gremien (unterschiedliche Wahlperioden)
Gliedkirche
Bezeichnung
Männer
Frauen
Anhalt Gemeindekirchenrat

395

539

Baden Ältestenkreis

2.449

2.879

Bayern Kirchenvorstand

7.311

6.254

Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Gemeindekirchenrat

2.350

2.495

Braunschweig Kirchenvorstand

1.156

1.563

Bremen Kirchenvorstand, -rat

312

270

Hannover Kirchenvorstand

5.507

6.333

Hessen und Nassau Kirchenvorstand

4.807

6.222

Kurhessen-Waldeck Kirchenvorstand

3.797

5.318

Lippe Kirchenvorstand

460

473

Mitteldeutschland Gemeindekirchenrat

6.557

7.672

Nordkirche Kirchengemeinderat

5.324

6.024

Oldenburg Gemeindekirchenrat

748

713

Pfalz Presbyterium

1.500

1.977

Reformierte Kirche Presbyterium

422

294

Rheinland Presbyterium

4.173

4.463

Sachsen Kirchenvorstand

4.116

2.999

Schaumburg-Lippe Kirchenvorstand

103

64

Westfalen Presbyterium

3.394

3.099

Württemberg Kirchengemeinderat

6.090

6.949

EKD insgesamt

60.971

66.600

Weitere Informationen zu den Leitungsorganen der EKD sind auch unter "Gremien" zu finden.