EKD-Statistik

Evangelische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe

"Unser tägliches Brot gib uns heute." (Matthäus 6, 11)

Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst ist das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. In mehr als 90 Ländern rund um den Globus hilft es armen und ausgegrenzten Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Zentraler Schwerpunkt der Arbeit ist die Ernährungssicherung. Daneben setzt sich das Hilfswerk aber auch für die Förderung von Bildung und Gesundheit, den Zugang zu Wasser, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Sicherung des Friedens sowie die Bewahrung der Schöpfung ein. Wesentliches Merkmal der Projektarbeit ist die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit lokalen, oft kirchlichen Partnerorganisationen. Brot für die Welt hilft allen Menschen, unabhängig von ihrer Volks- oder Religionszugehörigkeit. In erster Linie profitieren jedoch die besonders armen Bevölkerungsgruppen.

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst entstand 2012 in Folge der Fusion des Diakonischen Werks der EKD (mit Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe) und des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Das neue Werk ist Teil des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung e.V. (EWDE). 

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst erhielt 2014 Finanzmittel in Höhe von 254,8 Millionen Euro. Die Spenden- und Kollekteneinnahmen beliefen sich auf 55,7 Millionen Euro. Bei den Nachlässen konnten 4,7 Millionen Euro eingenommen werden, bei den Bußgeldern belief sich das Ergebnis auf 0,5 Millionen Euro. Die Beiträge Dritter, in erster Linie staatliche und kirchliche Mittel, erreichten 178,7 Millionen Euro. Davon stammten 123,5 Millionen Euro (69,1 Prozent) aus Bundesmitteln und 51,4 Millionen Euro (28,8Prozent) von den Landeskirchen. Die sonstigen Erträge von 12,1 Millionen Euro setzten sich im Wesentlichen aus Rückzahlungen aus Projektförderungen zusammen. Das Finanzergebnis betrug 3,2 Millionen Euro. 2014 bewilligte Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst weltweit 636 Projekte mit insgesamt 206,8 Millionen Euro.

Projekt- und Programmförderung Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst*
Region Bewilligte Projekte Mio. EUR Prozent
Afrika
210
79,6
38,5
Asien/Pazifik
204
63,2
30,6
Lateinamerika/Karibik
94
31,7
15,3
International
114
30,1
14,6
Europa
14
2,1
1,0
Insgesamt
636
206,8
100,0

Mittelherkunft Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst*
Mittelherkunft Prozent
Drittmittel
70,1
davon: Kirchliche Mittel
20,1
Bundesmittel 
48,4
Übrige Drittmittel
1,5
Spenden und Kollekten
21,9
Nachlässe
1,8
Bußgelder
0,2
Sonstige Erträge
4,7
Finanzergebnis
1,3
Insgesamt
100,0

* laut Jahresbericht 2014 von Brot für die Welt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist die humanitäre Hilfsorganisation der evangelischen Kirchen in Deutschland. Sie hilft seit über 60 Jahren Überlebenden von Naturkatastrophen ebenso wie Opfern von Krieg oder Vertreibung – unabhängig von deren Nationalität, Religion oder Volkszugehörigkeit. Neben der unmittelbaren Soforthilfe engagiert sie sich beim Wiederaufbau und in der Katastrophenvorsorge.

Die Gesamteinnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe lagen 2014 bei 41,6 Millionen Euro. 43,1 Prozent der Einnahmen (17,9 Millionen Euro) stammten aus Spenden. 37,9 Prozent (15,8 Millionen Euro) stammten aus öffentlichen Mitteln. Beiträge Dritter trugen mit 6,0 Prozent (2,5 Millionen Euro) zu den Einnahmen bei. Es wurden 172 Projekte weltweit realisiert.

Internationale Projektförderung der Diakonie Katastrophenhilfe*
Region Anzahl Projekte Mio. EUR Prozent
Afrika
62
24,9
45,9
Asien
58
16,7
30,8
Europa
20
7,8
14,4
Amerika
22
3,9
7,2
International
10
1,0
1,8
Insgesamt
172
54,3
100,0

* laut Jahresbericht 2014 der Diakonie Katastrophenhilfe.

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