EKD-Statistik

Amtshandlungen

"Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes"
(Matthäus 28, 19)

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 193 000 Menschen evangelisch getauft. In der Tradition der Volkskirche wird die Taufe in den meisten Fällen im ersten Lebensjahr vollzogen. Kinder, deren Eltern beide einer christlichen Kirche angehören, werden auch heute noch fast ausnahmslos getauft. Manche Eltern möchten ihr Kind selbst entscheiden lassen, ob es sich zum christlichen Glauben bekennen will, so dass die Taufe dann zumeist im zeitlichen Zusammenhang mit der Konfirmation erfolgt. In manchen Fällen steht die Taufe an Stelle der Konfirmation und wird im Konfirmationsgottesdienst vollzogen. Neben 174 000 Kindertaufen gab es noch 19 000 Erwachsenentaufen (nach Vollendung des vierzehnten Lebensjahres). Besonders in den neuen Bundesländern lassen sich viele Menschen taufen, die erst im Erwachsenenalter zum Glauben gefunden haben.

In der Regel werden die getauften Kinder im Alter zwischen 13 und 15 Jahren konfirmiert. Etwa eine viertel Million junger Menschen sind 2010 mit der Konfirmation als mündige Glieder in ihre Gemeinde aufgenommen worden.

Amthandlungen*

Evangelische Taufen
193 121
davon Kindertaufen (bis zum 14. Lebensjahr)
174 164
Erwachsenentaufen (nach Vollendung des
14. Lebensjahres)
1 957
Evangelische Kindertaufen je 100 Geburten
25,7
darunter von Kindern mit mindestens einem
evangelischen Elternteil
75,6
Konfirmationen
231 891
Evangelische Trauungen
51 882
Evangelische Trauungen je 100 Eheschließungen
13,6
darunter von Paaren, bei denen beide Partner
evangelisch sind
59,4
von Paaren mit mindestens einem
evangelischen Partner
32,6
Evangelische Bestattungen
292 602
darunter Bestattungen evangelischer Verstorbener
279 607
Evangelische Bestattungen je 100 Verstorbene
34,1
darunter von evangelischen Verstorbenen
82,9

Nach der kirchlichen Sozialisation, die Kinder und Jugendliche durch Religions- und Konfirmandenunterricht erfahren, verändert sich die Beziehung zur Kirche durch die Trennung vom Elternhaus, die Berufsausbildung und den Eintritt ins Berufsleben. Manche treten aus der Kirche aus. Andere ziehen sich aus dem Gemeindeleben zurück, ohne ihre innere Bindung an christliche Werte damit aufzugeben. Viele bleiben ihrer Kirche weiterhin verbunden und leisten selbst engagierte Arbeit. Allen bietet die Kirche Begleitung durch ihr ganzes Leben. Wie wichtig das für die Menschen ist, zeigt die Tatsache, dass sich fast zwei Drittel aller evangelischen Paare nach der standesamtlichen Eheschließung kirchlich trauen lassen. Mit der Geburt der Kinder werden häufig auch die Kontakte zur Kirchengemeinde wieder aufgenommen. Es folgen Taufe und Konfirmation der Kinder und am Ende des Lebens schließlich die kirchliche Bestattung. Der seelsorgerliche Beistand, mit dem Pfarrerinnen und Pfarrer die Menschen durch ihr Leben begleiten, ist statistisch allerdings nicht erfassbar.

Wiederaufnahmen
22 238
Wechsel aus anderen christlichen Kirchen
15 710
Erwachsenentaufen
18 957
Austritte
145 250

* Auf Basis der Erhebung 2010.

Weitere Daten sind im Downloadbereich dieser Seite zu finden.



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