EKD-Statistik

Amtshandlungen

"Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes ..."
(Matthäus 28, 19)

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 178.000 Menschen evangelisch getauft. In der Tradition der Volkskirche findet die Taufe in den meisten Fällen im ersten Lebensjahr statt. Kinder, deren Eltern beide einer christlichen Kirche angehören, werden auch heute noch fast ausnahmslos getauft. Manche Eltern möchten ihr Kind selbst entscheiden lassen, ob es sich zum christlichen Glauben bekennen will. Dann findet die Taufe meistens im zeitlichen Zusammenhang mit der Konfirmation statt oder kann auch anstelle der Konfirmation im Konfirmationsgottesdienst vollzogen werden. Neben 161.000 Kindertaufen gab es 2014 rund 17.000 Erwachsenentaufen (nach Vollendung des vierzehnten Lebensjahres). Besonders in den östlichen Bundesländern lassen sich viele Menschen taufen, die erst im Erwachsenenalter zum Glauben gefunden haben.

Amtshandlungen*

Evangelische Taufen
177.773
davon: Kindertaufen (bis zum 14. Lebensjahr)
160.764
Erwachsenentaufen (nach Vollendung des 14. Lebensjahres)
17.009
Konfirmationen
209.933
Evangelische Trauungen
45.508
darunter: von evangelisch/evangelischen Paaren
24.080
von Paaren mit mindestens einem evangelischen Partner
21.269
Evangelische Bestattungen
270.273
darunter: Bestattungen evangelischer Verstorbener
258.046

Wiederaufnahmen
16.318
Wechsel aus anderen christlichen Kirchen
10.824
Erwachsenentaufen
17.009
Austritte
270.003

*    Auf Basis der Erhebung 2014.

Im Alter zwischen 13 und 15 entschieden sich 2014 rund 210.000 Jugendliche für die Konfirmation. Ein bis zwei Jahre lang setzen sie sich in der Konfirmandenzeit mit Glaubensfragen auseinander. Im Konfirmationsgottesdienst übernehmen sie in Erinnerung an ihre Taufe Verantwortung für ihr Christsein. Die Konfirmandenzeit macht mit gelebtem Glauben und christlichem Engagement vertraut. Der Religionsunterricht an den Schulen dagegen hat zum Ziel, dass Kinder und Jugendliche religiöse Orientierung gewinnen.

Die Beziehung zur Kirche ändert sich für viele junge Erwachsene mit Studium und Ausbildung, mit Wegzug aus dem Elternhaus und beruflichem Start. Die Kirche bietet auch in dieser Zeit des Lebens Begleitung z.B. mit Studierendenseelsorge, mit Bildungs-, Gemeinschafts- und religiösen Erlebnisangeboten. Viele evangelische Christen zeigen ihre Verbundenheit dadurch, dass sie sich ehrenamtlich engagieren.

In allen Lebensaltern bringt die Kirche Menschen in Begegnung miteinander und mit Gott. Besonders sichtbar wird dies an den großen Stationen des Lebensweges. Viele Kirchenmitglieder lassen sich kirchlich trauen. Sie wünschen sich für ihre Liebe den Segen und die Begleitung Gottes. In dieser Hoffnung entscheiden sie sich auch für die Taufe ihrer Kinder. Ganz am Ende des irdischen Lebens wird am Grab an die Taufe erinnert: Denn Gott, den die Kirche bezeugt, ist ein Gott des Lebens.

Der seelsorgerliche Beistand, mit dem Pfarrerinnen und Pfarrer die Menschen durch ihr Leben begleiten, ist statistisch allerdings nicht erfassbar.

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