Kirche und Milieus
Gerhard Wegner und Petra Angela Ahrens präsentieren Untersuchungen zum Zusammenhang von Milieuzugehörigkeit und der Nutzung kirchlicher Angebote. Ein Fazit: Milieubezug kirchlicher Arbeit ist wichtig, aber nicht alles.
Kirche braucht mehr als nur Milieuausrichtung - das ist die zentrale Aussage der gerade veröffentlichten Studie des SI. Leere Kirchenbänke und geringe Zahlen von aktiven Teilnehmern im Gemeindeleben lassen die Frage danach, wie Kirche Menschen begeistern kann, aktuell bleiben. In den vergangenen Jahren wurde versucht, mit milieubezogenen Gottesdiensten, etwa Jazz - oder Theatergottesdienstes wieder mehr Menschen für den Gottesdienst und kirchliche Angebote zu gewinnen. Die neue Studie zeigt Möglichkeiten, aber auch die Grenzen dieser Ausrichtung. Der wichtigste Faktor bleibt unabhängig von milieubezogenen Aspekten, wie zum Beispiel Musikgeschmack, individuelle Lebenssituation und -orientierung, die persönliche Haltung zum christlichen Glauben. Es ist also möglich, über die atmosphärische Gestaltung von kirchlichen Veranstaltungen Menschen zu gewinnen, die sonst kaum im Gemeindeleben anzutreffen sind. Voraussetzung für die Teilnahme bleibt jedoch, dass sie eine positive Haltung zum christlichen Glauben mitbringen.
Das Buch zur Studie "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier. Erkundungen der Affinität sozialer Milieus zu Kirche und Religion in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers." ist in dieser Woche erschienen und kann im Institut zum Preis von € 19,80 bestellt werden:
info@si-ekd.de
Tel.: Tel. 0511 - 55 47 41 - 0
Fax: 0511 - 55 47 41 - 44
Eine genaue Projektbeschreibung finden Sie hier
Kontakt: Petra-Angela Ahrens

