Evangelisches Publizistik-Werk: Weibliche Doppelspitze eingeführt

Ariadne Klingbeil und Stefanie Schardien führen nun das zentrale Mediendienstleistungsunternehmen der EKD. Bei einem Gottesdienst in Bad Homburg verabschiedete die amtierende EKD-Ratsvorsitzende Fehrs auch den langjährigen GEP-Direktor Bollmann.

Ariadne Klingbeil (li.) und Stefanie Schardien (re.)

 

Mit einem Festgottesdienst sind am Montag (11.03.2024) die neuen Geschaeftsführerinnen des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) offiziell eingeführt werden. Der GEP-Aufsichtsratsvorsitzende Volker Jung betonte in der Erlöserkirche in Bad Homburg, Ariadne Klingbeil (li.) als kaufmaennische und Stefanie Schardien (re.) als theologische Geschäftsfuehrerin würden die evangelische Publizistik in den nächsten Jahren prägen. Zugleich wurden der langjährige GEP-Direktor Jörg Bollmann, Verlagsgeschäftsführer Bert Wegener und der EKD-Medienbeauftragte Markus Bräuer verabschiedet.

Bad Homburg (epd). In einem Festgottesdienst ist am Montag die neue Doppelspitze des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) offiziell eingeführt worden. Ariadne Klingbeil als kaufmännische und Stefanie Schardien als theologische Geschäftsführerin „werden die evangelische Publizistik auf ihre Weise in den nächsten Jahren prägen“, sagte der GEP-Aufsichtsratsvorsitzende Volker Jung in der Erlöserkirche in Bad Homburg bei Frankfurt. Zugleich wurden der langjährige GEP-Direktor Jörg Bollmann, Verlagsgeschäftsführer Bert Wegener und der EKD-Medienbeauftragte Markus Bräuer verabschiedet.

Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, und der hessen-nassauische Kirchenpräsident Jung führten Klingbeil und Schardien in ihre Ämter ein. Klingbeil kündigte an, das GEP werde sich noch digitaler ausrichten: „Im Licht der digitalen Transformation erhebt unser Medienhaus den Anspruch, nicht nur Schrittmacher, sondern Wegbereiter zu sein“, erklärte sie nach Angaben des GEP. „Mit innovativen Technologien und einem klaren Fokus auf Qualität und Authentizität werden wir weiterhin die Maßstäbe für journalistische Qualität setzen und die digitale Landschaft mitgestalten.“

Schardien, die auch zur Medienbeauftragten des EKD-Rats berufen wurde, betonte: „Die Relevanz evangelischer Perspektiven in die gegenwärtige Medienlandschaft einzutragen, wird eine zunehmend wichtigere Aufgabe.“ Das GEP in Frankfurt am Main ist das zentrale Mediendienstleistungsunternehmen der EKD, ihrer Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen. Es trägt neben der epd-Zentralredaktion unter anderem das evangelische Magazin „chrismon“ sowie das Internetportal „evangelisch.de“ und organisiert die Rundfunkarbeit der EKD.

Klingbeil übernimmt zudem die Geschäftsführung des Medienhauses der hessen-nassauischen Landeskirche (EKHN), an dem das GEP die Mehrheitsanteile erworben hat. Derzeit entsteht ein gemeinschaftliches Medienunternehmen im GEP-Gebäude im Frankfurter Mertonviertel mit rund 180 Beschäftigten. Die EKD ist 94-prozentiger Anteilseigner des GEP, das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung hält 6 Prozent.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Jung würdigte in seiner Predigt das Wirken von Bollmann, Wegener und Bräuer. Sie hätten in ihren unterschiedlichen Aufgaben die evangelische Publizistik in den letzten beiden Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt. Direktor Bollmann stand 22 Jahre an der Spitze des GEP, Bräuer war seit 2007 EKD-Medienbeauftragter. Die ARD-Programmdirektorin Christine Strobl lobte in einem Grußwort die evangelischen Verkündigungssendungen, die zeitgemäß produziert und „im besten Sinne Seelennahrung“ seien.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Johann Weusmann sagte, die neue Leitung übernehme ein „gut bestelltes Haus“. Es sei zu erwarten, „dass zwei engagierte Frauen an der Spitze der evangelischen Publizistik ein neues Kapitel aufschlagen“, erklärte der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland.