Gelebte Unternehmensethik

Eine empirische Studie über ethische Reflexion in Großunternehmen und ihre institutionellen und personellen Voraussetzungen

Media-Box

Tagungsprogramm: "Das Gute im Geschäft - Wie Unternehmen Etik treiben"

20./21. November 2009 in Bonn


Anmeldeformular zur Tagung "Das Gute im Geschäft - Wie Unternehmen Ethik treiben"

in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland



Ob Korruption, Kinderarbeit, Massenentlassungen oder heimliche Video- überwachung von Mitarbeitenden - "unethisches" Verhalten von Unternehmen sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Wie aber sieht im Kontrast dazu "gelebte Unternehmensethik" aus? Was sind ihre Themen, wer sind die Träger und Katalysatoren? In einem praxisnahen Forschungsprojekt untersucht Veronika Drews, wie komplexe Großunternehmen ethische Fragen bearbeiten und wodurch sich gute Praxis auszeichnet.

Ziel des Projektes: Beispiele für eine aus Unternehmenssicht erfolgreiche Bearbeitung ethischer Fragen im wirtschaftlichen Alltag zu finden. Funktionsweise und Rahmenbedingungen dieser Lösungen werden mit Expertinnen und Experten aus der Praxis diskutiert. Das Projekt nimmt insbesondere das Verhältnis von Personen und Organisation, individueller Ethik und ökonomischer Zielsetzungen in den Blick. Es soll zu einem fruchtbaren Dialog von Kirche und Unternehmen über deren Verantwortung im sozialen, ökologischen und volkswirtschaftlichen Bereich beitragen.

Herangehensweise: In fünf großen Unternehmen führt das SI Leitfaden- interviews und Gruppendiskussionen mit Mitarbeitenden und Führungskräften durch. Anhand des gewonnenen Materials wird untersucht, unter welchen Bedingungen Ethik auch im Alltag komplexer Organisations- und Entscheidungsstrukturen erfolgreich mit Leben gefüllt werden kann.

Warum Großunternehmen? Weltweit spielen große, transnational agierende Unternehmen immer mehr eine Rolle, gleichzeitig sinkt die Bedeutung staatlicher und korporatistischer Akteure (Kirchen, Gewerkschaften, Verbände). Die christliche Sozialethik hat Unternehmen als Verantwortungssubjekten bislang kaum Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei sind es gerade die großen Unternehmen, die sich immer häufiger offensiv als "gute Bürger" (Corporate Citizen) präsentieren und für sich in Anspruch nehmen, als kollektive Akteure gesellschaftliche Verantwortung (Corporate Responsibility) zu übernehmen. Kirchlicherseits muss auf diese Entwicklung auch jenseits individualethischer Kategorien reagiert werden. Das SI will von daher mit diesem Projekt Rahmenbedingungen individuellen Handelns kritisch reflektieren und nach Strukturen suchen, die ethisch verantwortungsvolles Handeln im ökonomischen Kontext befördern.

Projektverlauf: Drei Projektphasen: Empirische Vorstudie (Phase I), Dialog- und Forschungsphase in den Unternehmen (Phase II), wissenschaftliche Aufbereitung der Ergebnisse (Phase III). Zur Präsentation der Ergebnisse des Gesamtprojektes sind eine Buchpublikation sowie eine Fachtagung in der Evangelischen Akademie im Rheinland geplant (20. bis 21. November 2009).

Kooperationen: Das Projekt wird unterstützt von Prof. Dr. Joachim Fetzer, Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Prof. Dr. habil. Josef Wieland, Hochschule Konstanz, der Abteilung Planung | Koordination | Grundsatzfragen der BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Evangelischen Akademie im Rheinland.    

 

Abschlusstagung: Die Projektergebnisse werden präsentiert auf der unternehmensethischen Fachtagung "Das Gute im Geschäft - Wie Unternehmen Ethik treiben", die am 20./21. November 2009 in Bonn stattfindet. Mehr erfahren Sie in der Media-Box oben auf dieser Seite sowie auf den Internetseiten der Evangelischen Akademie im Rheinland. Hier können Sie sich auch direkt online anmelden

Kontakt: Veronika Drews



 

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