Beschlüsse
5. Tagung der 9. Synode der EKD (5.-10. November 2000, Braunschweig)
Gewaltdarstellungen in den Medien
Die Synode der EKD bittet den Rat, die privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten erneut auf ihre Verantwortung im Blick auf Gewaltdarstellungen anzusprechen.
Die Programmgrundsätze, die für alle Fernsehanstalten gelten und die zum Teil hervorragende Ausgestaltungen in Richtlinien für Sendungen einzelner Fernsehanstalten gefunden haben, müssen konsequent angewendet und durchgesetzt werden. Auch das Instrument der Freiwilligen Selbstkontrolle muss voll ausgeschöpft werden.
Die Fernsehanstalten sind eindringlich daran zu erinnern, keine Gewaltverherrlichung in ihren Programmen zuzulassen, sondern darauf zu achten, dass die Darstellung von Gewalt, auch indirekter Art, insbesondere bei Kinder- und Jugendsendungen nicht zur Nachahmung reizt oder gar dazu anleitet. Eine Haltung der Indifferenz gegenüber Gewalt darf nicht gefördert und die Hemmschwelle zu ihrer Anwendung nicht gesenkt werden.
Braunschweig, den 9. November 2000
Der Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland
Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch den Präses der Synode!

