Weitere Berichte und Referate
5. Tagung der 9. Synode der EKD (5. - 10. November 2000, Braunschweig)
Referat zum Schwerpunktthema: Eins in Christus. Kirche unterwegs zu mehr Gemeinschaft
Bischof Dr. Joachim Wanke
Die ACK ist das derzeit wichtigste Instrument der multilateralen Ökumene in der Bundesrepublik Deutschland. Sie verknüpft durch ihre Aktivitäten die weltweite und europäische Ebene ökumenischen Handelns mit der Ökumene in Deutschland und stellt so etwas dar wie ein ökumenisches "System der kommunizierenden Röhren". Mit ihrer über 50jährigen Geschichte bringt sie kostbare Erfahrungen der ökumenischen Zusammenarbeit aus der Vergangenheit in die Gegenwart ein. Diese Erfahrungen müssen freilich von immer neuen Personen unter sich verändernden kirchlichen und gesellschaftlichen Bedingungen aufgegriffen und durch neue ökumenische Impulse fortgeführt werden.
Wer eine "Standortbestimmung" der derzeitigen ACK-Arbeit versucht, muss sich die folgende, für uns in Deutschland spezifische Gegebenheit vor Augen halten:
Die ACK vereint in sich von der Mitgliederzahl her gesehen zwei große und mehrere (in der Bundesrepublik Deutschland) kleinere Kirchen (die andernorts durchaus Mehrheitskirchen sein können). Derzeit sind es 16 Vollmitglieder, wobei die Orthodoxen Kirchen sich vor kurzem in einer gemeinsamen Kommission zusammengefunden haben. Ferner gibt es 4 Gastmitglieder und 3 Ständige Beobachter. Die Dominanz und vor allen die eingespielte und bewährte bilaterale ökumenische Zusammenarbeit der EKD und der Katholischen Bistümer stellen in mancherlei Hinsicht eine ständige Herausforderung der ACK-Arbeit dar. Etwas griffig formuliert: Die beiden "Großen" stehen hinsichtlich ihres ACK-Engagement in der ständigen Gefahr der Selbstgenügsamkeit, die "Kleinen" dagegen in der Gefahr, sich zu schnell und zu oft in den "Schmollwinkel" zurückzuziehen.
Zum anderen ist zu bedenken:
Die derzeitigen "Unschlüssigkeiten" bezüglich des weiteren Fortgangs der Ökumene tangieren auch die Arbeit der ACK. Ich meine näherhin die "Unschlüssigkeiten" bezüglich des eigentlichen Zieles der Ökumene (welche Einheit wollen wir?), ihrer Träger (die Kirchenleitungen? die soggenannte "Basis"?) und der einzuschlagenden Wege (Ökumene durch Konsensgespräche? durch praktisches, womöglich die Einheit vorwegnehmendes Handeln?). Man kann von der ACK nicht mehr an ökumenischem Mandat und an Verbindlichkeit des gemeinsamen Handelns verlangen als die Mitgliedskirchen ihr zubilligen. Ähnliches ist ja auch vom Ökumenischen Rat der Kirchen zu sagen, der ökumenisch nur das leisten kann, wozu ihn die Kirchen ermächtigen.
Zudem sind die Mitgliedskirchen der ACK im Augenblick mehr oder minder intensiv mit den Herausforderungen der Moderne für ihr jeweiliges Selbstverständnis und das ihm entsprechende Wirken befasst. Das befördert derzeit in den Kirchen mehr die Tendenz zur Eigenprofilierung, teilweise auch das Bestreben zu bewusster Abgrenzung, weniger die Bereitschaft zu weiterer ökumenischer Öffnung. Wir leben in mehrfacher Hinsicht, was die Ökumene anbelangt, in einer Situation des "Übergangs", vermutlich sogar einer Neuorientierung. Solche Zeiten sind nicht sonderlich geeignet für große programmatische Entwürfe.
Worauf kommt es in einer solcher Situation an? Und - was kann speziell die ACK für den Fortgang der Ökumene leisten?
1. Das gemeinsam Erreichte sichern
Die ACK in Deutschland ist eine von ihren Trägern gewollte, nicht immer geliebte, aber doch unbestrittene Einrichtung. Es erheben sich sicherlich Fragen, wie sich ihre Arbeit in Zukunft noch besser strukturell gestalten und vor allem: wie sie sich finanzieren lässt. Das ändert aber nichts an der erfreulichen Tatsache, dass die ACK als Basis der ökumenischen Gemeinsamkeit aller christlichen Kirchen bejaht wird. Das zeigt sich auch darin, dass es in jüngster Zeit vermehrt Anträge auf Mitgliedschaft in der ACK gibt. Nur am Rande sei vermerkt, dass diese Bewerbungen freilich auch Fragen aufwerfen, wenn ich etwa an die jetzt verstärkt in Deutschland präsenten oft sehr jungen Auslandskirchen denke oder auch an Kirchen bzw. Gemeinschaften aus dem pentecostalen Umfeld.
Zur unveräußerlichen Grundlage der ACK-Arbeit gehören jene Selbstverpflichtungen der Trägerkirchen, die im derzeitigen Statut der ACK unter den §§ 1 und 2 formuliert sind: Das Bekenntnis zu Jesus Christus als Gott und Herrn bzw. zum dreieinigen Gott auf der Basis des Zeugnisses der Heiligen Schrift. Ferner gehört zu den Grundlagen der ACK-Arbeit die Verpflichtung zur Zusammenarbeit in den im Statut benannten diversen Aufgabenfeldern, etwa: gegenseitige Information, Abbau von Vorurteilen, Klärung von Missverständnissen bzw. Vermittlung bei Konflikten, zeichenhafte Zusammenarbeit bei Arbeitsprojekten nach innen (ich nenne als Beispiel den 1998 in Gang gesetzten "Konsultationsprozess über die gemeinsame Aufgabe der Mission und Evangelisation in Deutschland") und nach außen (etwa das für 2003 geplante gemeinsame "Jahr mit der Bibel"). Die Bereitschaft, sich auf solche gemeinsamen Verpflichtungen wirklich einzulassen, wobei dies durch eine vorgängige Praxis glaubhaft zu machen ist, muss Grundlage für eine mögliche Mitgliedschaft sein. Diese Bereitschaft muss ständig von allen Mitgliedern der ACK eingefordert werden. Die "Standards" einer ökumenischen Gesinnung und eines ökumenischen Verhaltens sowohl in Bekenntnisfragen als auch im konkreten kirchlichen Handeln dürfen nicht abgesenkt, sondern müssen gehalten werden.
2. Die ökumenische Spiritualität vertiefen
In Zeiten der "Dürre" gilt es nach Möglichkeiten von "Bewässerung" Ausschau zu halten. Wenn die Aussage, dass die Einheit der Jünger Jesu im Sinn von Joh 17 eine "Gabe von oben" ist, nicht nur eine fromme Floskel ist, muss diese Einheit (wie immer sie sich konkret gestalten wird) von Gott erbeten werden. Die Erfahrung ökumenischer Arbeit zeigt, dass weithin die wirklich produktiven Schritte in der Ökumene von einem "geistlichen Ökumenismus" getragen waren, nicht zuletzt von aus solchem Geiste agierenden Persönlichkeiten.
Darum halte ich es für wichtig, ja für vorrangig, dass es durch und in den diversen Lebensäußerungen der ACK auf all ihren Ebenen - regional und auf Bundesebene - zu einer Vertiefung der spirituellen Dimension unserer Zusammenarbeit kommt. Ich meine das nicht im Sinne einer frommen ornamentalen Zutat zu dem, was Menschen leisten, sondern im Sinne einer Spiritualität, die sich vorgängig zum eigenen Tun von Gott beschenkt und von seinem Geist getragen weiß. Darum ist die je eigene, persönliche und gemeinschaftliche Umkehr zu Gott und seiner Verheißung die wichtigste Herausforderung ökumenischen Tuns.
Der Gebetswoche um die Einheit im Glauben und anderen Gebetsinitiativen der ACK-Kirchen auf Bundesebene und im regionalen und örtlichen Bereich gebühren deshalb ein sachlicher Vorrang vor allen anderen Aktivitäten. Solche geistlichen Vollzüge verschaffen dem Wort Gottes in unserer Mitte Gehör und Geltung. Sie leiten zu gläubiger Antwort im Lobpreis und Dank an. Den Glauben gemeinsam bekennen, ihn gemeinsam "feiern" im öffentlichen Gotteslob, von Freude und geistlicher Zuversicht getragen, das gehört zu den grundlegenden und in ihrer Wirkung "nachhaltigen" Aufgaben der in der ACK verbundenen Glieder. Ich denke hier etwa an die erfreuliche ökumenische Feierstunde in Dresden vor der Frauenkirche im Advent des vorigen Jahres anlässlich des Millenniumswechsels. Die christliche Hoffnung und eben auch eine belastbare Bereitschaft zum Werk der Ökumene leben nicht von den Aussagen der Soziologen und den Strategien von Kirchenleitungen, sondern von dem, was Gott geben kann und will. Diese Hoffnung trägt, auch in "dürftiger" Zeit.
3. Schwerpunkte setzen
Hier gilt es sicher zu unterscheiden zwischen der Arbeit der ACK auf regionaler und örtlicher Ebene einerseits und auf der Bundesebene andererseits. In der konkreten Arbeit der ACK in den Regionen werden sich unterschiedliche Schwerpunkte anbieten, je nach den Gegebenheiten und Möglichkeiten vor Ort. Städtische Ballungsgebiete haben andere Herausforderungen in der ökumenischen Arbeit als ländliche Regionen, zumal wenn diese noch konfessionell durch eine Kirche mehrheitlich geprägt sind. Die Bundesebene der ACK wird stärker "subsidiär" den Regionen zuzuarbeiten haben, diese wiederum werden im Sinne einer "seismographischen Rückmeldung" Fragestellungen und Bedürfnisse der Ökumene vor Ort in das Ganze einzubringen haben. Eine koordinierende, aber auch inspirierende Rolle im Sinne der "Ideengebung" im Ganzen der ACK-Arbeit kommt dem Bundesvorstand und der Mitgliederversammlung zu, die darin von der "Ökumenischen Centrale", dem Frankfurter Sekretariat der Bundes-ACK unterstützt werden.
Fragt man über das Profil dieser konkreten "Basisarbeit" der ACK-Gremien auf den verschiedenen Ebenen hinaus nach dem "spezifischen" Beitrag, den die ACK angesichts der gegenwärtigen Situation für die Ökumene leistet, bieten sich die folgenden Stichworte an:
- Gegenseitige Transparenz schaffen
Vertrauen wächst durch die Bereitschaft, den ökumenischen Partner am eigenen kirchlichen Leben, am eigenen theologischen Nachdenken, aber auch an den eigenen Problemen und Sorgen (und sicher manchmal auch an eigenen Freuden!) Anteil nehmen zu lassen. Die gegenseitige Information, der regelmäßige Austausch und das bessere Kennenlernen des Partners sind wichtige Aufgaben, die der ACK besonders aufgetragen sind, ja vielleicht so nur von ihr als multilateralem Gremium geleistet werden können. Ich habe in meiner jetzt ablaufenden Zeit als Vorsitzender der ACK bei den Mitgliederversammlungen immer Wert auf den Tagesordnungspunkt "Berichte aus den Kirchen" gelegt, besonders auf solche Hintergrundinformationen, die man nicht unbedingt in den Zeitungen lesen kann, die aber das Verständnis für die Situation des anderen vertiefen. Die ACK´s können zur Verbreiterung einer ökumenischen Bewusstseinsbildung Beachtliches beitragen. Hier geschieht erfreulich viel, besonders auf regionaler Ebene. So fördern die ACK´s eine selbstverständliche ökumenische Praxis, die den anderen ständig mit im Blick hat. Sich gegenseitig "Anschauen" verändert! Und ich meine dabei ein von Sympathie und grundsätzlichem Wohlwollen geleitetes "Anschauen", nicht ein "Sich-Belauern", das nur auf den nächsten ökumenischen Eklat wartet (nach dem Motto: "Das habe ich ja immer schon gewusst!").
- Ökumenische Bildung befördern
Es ist der Tendenz zu widerstehen, durch Nivellierung der zwischen den Kirchen anstehenden Probleme Scheinlösungen in der Ökumene anzustreben, die auf Dauer nicht tragfähig sind. Die ACK kann dazu beitragen, ökumenisches Sachwissen, das immer auch Wissen um die eigene konfessionelle Herkunft und Identität beinhaltet, in die Breite der Gemeinden zu tragen. Ökumenisches Engagement, ja auch Emotionen können zum Sachwissen hinzutreten, dieses aber nie ersetzen. Ein Beispiel für solche Zuarbeit für ökumenische Bildung ist die ACK-Erarbeitung zum Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel 381: "Wir glauben, wir bekennen, wir erwarten"(1997). Der "Deutsche Ökumenische Studienausschuss" (DÖSTA) ist derzeit mit einer Erarbeitung zum Stichwort: Einheit der Kirche gemäß Joh 17,21 befasst. Erkenntnisse aus der bi- und multilateralen ökumenischen Dialogarbeit können in den Kirchen nur greifen, wenn es zu einer sachgerechten "Transfer-Leistung" dieser Ergebnisse in die Breite kommt, und zwar sowohl hinsichtlich der am Fachdialog nicht unmittelbar beteiligten kirchlichen Verantwortungsträger als auch der interessierten Gemeindemitglieder. Die ACK, unterstützt durch den DÖSTA, hat hier eine unersetzliche Aufgabe. Als mögliche Kooperationspartner für diese Stoßrichtung der ACK-Arbeit bieten sich die theologischen Fakultäten, aber auch die kirchlichen Akademien und andere kirchliche Aus- und Fortbildungseinrichtungen an.
- Zum "Wachsen" im gemeinsamen Glauben anregen
Die unterschiedlichen ekklesialen Grundüberzeugungen der in der ACK verbundenen Kirchen fördern die Neigung, sich auf der Basis der geringsten Ansprüche an die sichtbare Einheit der Kirche zu einigen. Oft wird es bei gemeinsamen Aktivitäten, etwa ökumenischen Gottesdiensten auch nicht anders gehen. Doch bietet die ACK gerade als Forum eines multilateralen Austausches die Möglichkeit, die Ökumene nicht nur als einen "Reduktionsprozess", sondern als einen "Mehrungsprozess" zu verstehen. Die in der Schrift uns überlieferte Fülle des apostolischen Glaubens kann sowohl durch in der Geschichte entstandene "Defizite" als auch durch schrift- und traditionsfremde "Überschüsse" verdunkelt sein. Ökumene darf nun nicht zu einem Geschäft werden, bei der man sich der Übereinkunft durch Zugeständnisse bzw. Abstriche von der Wahrheit auf beiden Seiten annähert. So kann man sich beim Pferdehandel einigen, aber nicht wenn es um das Evangelium geht. Zur Ökumene gehört nicht nur, den anderen am Eigenen zu messen, sondern sich selbst vom Anderssein des anderen befragen zu lassen. Das gilt für Rom und für Wittenberg und sonstige geistliche Metropolen der Weltchristenheit gleicherweise! Der Druck zu vertiefter Einsicht und möglicher Umkehr muss freilich aus der eigenen Kirche kommen, und zwar angesichts der redlich vorgetragenen Glaubensüberzeugung und vor allem auch gelebten Glaubenspraxis des ökumenischen Partners. Ich zitiere einmal aus dem Bericht von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich auf der jüngsten Tagung der Generalsynode der VELKD in Schneeberg: "Wer wirklich die Ökumene will, muss auch den Mut haben, sich auf die Glaubens- und Gedankenwelt der anderen Kirche einzulassen" (Abschn. 1.2). Jede Nötigung des anderen, mag sie noch so sehr eigener Überzeugung entspringen, ist Gift für die Ökumene. Die Umkehr fängt - wie beim Einzelnen - auch für die Kirchen in der eigenen Herzmitte an.
Ich bekenne, dass gerade die multilaterale Ökumene, wie ich sie in der ACK-Arbeit erlebe, mich eigene Schätze der katholischen Tradition wieder hat lebendiger sehen lassen. Das jüngste Gespräch über die Rechtfertigung und ihre fundamentale Bedeutung war auch für Katholiken ein Lernprozess. Ich gebe zu: Sperrige Post aus Rom macht nicht gerade Lust auf Ökumene. Aber wäre es vielleicht nicht doch gut, im Blick auf unser jeweiliges Kirchenverständnis wieder einmal miteinander eine Zeit lang patristische Studien zu treiben? Ich vermute, dass in dieser zentralen Frage des gemeinsamen 1500jährigen Glaubens Katholiken und Protestanten weniger durch Luther als vielmehr durch Schleiermacher und was danach kam getrennt werden.
- Gemeinsam den Menschen verteidigen
In der gegenwärtigen geistigen und gesellschaftlichen Situation besonders unseres Landes gehört zur Gottesverkündigung und missionarischen Präsenz des Evangeliums im säkularen Umfeld konkret die Verteidigung des Menschen, des "Humanum". Lebensschutzfragen basieren auf weltanschaulichen, auf religiösen Grundentscheidungen. Die aus dem christlichen Glauben, speziell seinem Menschenbild erwachsenen Antworten auf aktuelle Herausforderungen (etwa Ausländerhass, Rechtsextremismus, Gewalt gegen Schwache, Wehrlose, Minderheiten usw.) erhalten durch die Gemeinsamkeit, mit der sie von allen christlichen Kirchen vorgetragen werden, eine größere Nachdrücklichkeit. Das von der ACK mitgetragene Wort "...und der Fremdling, der in deinen Toren ist". Gemeinsames Wort der Kirchen zu den Herausforderungen durch Migration und Flucht (1997) illustriert diese Aussage. Gern erinnere ich in diesem Zusammenhang auch an das noch heute hochaktuelle ebenfalls von der ACK mitgetragene Wort "Gott ist ein Freund des Lebens" (1989). Wenn überhaupt, dann hat hier bei solch zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen die ACK als ein Organ der multilateralen Ökumene eine spezifische und unverzichtbare Aufgabe für die "Zukunftsgesellschaft". Die Stichworte des "Konziliaren Prozesses": Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfungsbewahrung stehen für diese Grundaufgabe. Die vom ÖRK ausgerufene "Dekade zur Überwindung der Gewalt" ist eine auch von der ACK begrüßte Plattform gemeinsamen ökumenischen Handelns, sie ist zudem angesichts aktueller Entwicklungen in unserem Land von besonderem Gewicht. Das ACK-Arbeitsvorhaben "Lade deine Nachbarn ein!" kann als Beispiel einer praktischen Umsetzung einer solchen Anregung gelten. Ich danke der EKD ausdrücklich für ihre Bereitschaft, dieses vor drei Jahren begonnene Projekt durch einen eigenen finanziellen Beitrag weiter zu stützen.
"Eins in Christus - Unterwegs zu mehr Gemeinschaft!" Diese Überschrift der geplanten Kundgebung Ihrer Synode zum Schwerpunktthema könnte schon ein gutes Leitwort des kommenden Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin sein. Als Vorsitzender der ACK danke ich sowohl dem Evangelischen Kirchentag als auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken für die Bereitschaft, 5 ACK-Vertreter als Gäste in das gemeinsame Kirchentagspräsidium aufzunehmen. So wird deutlich, dass dieser Kirchentag alle Christen in Deutschland angeht. Wir stehen gemeinsam in der Pflicht, den Menschen unseres Landes "das Wort des Lebens" zu bezeugen. Die ACK ist bereit, dieses Zeugnis mit all ihren Möglichkeiten nach Kräften zu unterstützen.

