Bausteine verlässlicher Haushaltspolitik: Bericht mittelfristige Finanzperspektive bis 2009 (Ausschnitt 1)
Berlin, 8. November 2005 (Länge 4:56)
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Über ein Konzept mittelfristiger Finanzperspektiven bis 2009 beriet die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag, 8. November in Berlin. Man wolle "den Protestantismus stärken", erklärte das Mitglied des Rates der EKD, Vizepräsident Klaus Winterhoff. Hintergrund der Beratungen sind Überlegungen des Rates der EKD, wie den kleiner werdenden finanziellen Möglichkeiten inhaltlich begegnet werden kann. Es gehe darum „die künftige Finanzpolitik an den Erfordernissen und Herausforderungen der Zukunft zu orientieren.“
Winterhoff erläuterte die Notwendigkeit für dieses Konzept anhand der Entwicklungen der letzten 15 Jahre: Die deutsche Einheit habe „wunderbare Entwicklungen“ mit sich gebracht. Die wiederaufgebaute Frauenkirche in Dresden sei ein „Symbol neu erstandener kirchlicher Arbeitsmöglichkeiten“ gerade im Osten. Andererseits seinen die finanziellen Spielräume kleiner geworden. So seien die Kirchensteuern seit 1992 um 14 Prozent zurückgegangen, gleichzeitig aber die tariflichen Verpflichtungen um 23 Prozent angestiegen. Eine der Hauptursachen sei der durch die Demografie bedingte Rückgang der Mitgliederzahl. „Es werden zuwenig Kinder geboren in Deutschland - und demzufolge zu wenige getauft,“ betonte Winterhoff. Daher sei in den nächsten zehn Jahren ein weiterer Rückgang der Mitgliederzahl und der Finanzkraft zu erwarten.
Die „Mittelfristigen Finanzperspektiven“ trügen dem Rechnung. Trotz einer Reduktion um 11 Millionen Euro bis 2009 könne es durch „kreative Neuaufstellung“ gelingen, die Aufgaben der EKD mittelfristig finanziell zu sichern und inhaltlich zu gestalten. Winterhoff machte darauf aufmerksam, dass für die weitere Entwicklung „Weisheit und Mut“ gefordert sei: „den Herausforderungen zu entsprechen und dem Auftrag der Kirche gemäß zu handeln.“ Er betonte: „Wir sind befreit zum Handeln, weil wir in der Gewissheit leben, dass die Zukunft der Kirche im Letzten nicht von uns abhängt.“

