Grussworte (Auswahl)
5. Tagung der 10. Synode der EKD, Würzburg, 05. - 09. November 2006
Grußwort der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (schriftlich)
The Rev. Twila Schock
06. November 2006
Liebe Schwestern und Brüder,
es ist mir eine große Ehre und Freude, Ihnen Grüße der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, und ganz besonders von unserem Leitenden Bischof Mark Hanson, zu überbringen. Wir zählen die Mitglieder und Leitungskräfte der EKD zu unseren engsten Freunden und Partnern im Dienst. Diese Beziehung hat tiefe Wurzeln, denn wir haben den gleichen Auftrag und Dienst in der Arbeit unseres Herrn Jesus Christus und ein gemeinsames Reformationserbe. Wir haben auch eine gemeinsame Zukunft, die uns vereint und in die uns Gott führt. Am heutigen Tag möchte ich gern einige Beispiele hervorheben, wie unsere Kirchen dazu angeleitet werden, im Dienst für unseren Herrn zukünftig enger zusammenzuarbeiten.
Das erste Beispiel, wie wir zur engeren Arbeit angeleitet werden, ist ein sehr praktisches, das 1990 zwischen der ELCA und der EKD unterzeichnet (und 1998 erweitert) wurde. Diese Vereinbarung hebt Möglichkeiten zum Studium und Austausch zwischen unseren Kirchen hervor. Wir freuen uns, dass 13 Mitglieder der ELCA in den vergangenen Jahren EKD-Stipendien erhalten haben. Auch für das Jahr 2007 wurden zwei weitere Stipendien bestätigt. Wir sind dankbar für die Großzügigkeit und für die Möglichkeiten, die der ELCA mit diesem Programm eröffnet wurden.
Das zweite Beispiel ist die Berufung von zwei Pastoren der ELCA, The Rev. Scott Moore und The Rev. Claudia Bergmann, die in der Lutherstadt Eisleben ihren Dienst tun. Die ELCA nimmt es als reichen Segen wahr, dass diese zwei Pfarrer in dieser historischen Umgebung ihren Dienst tun. Es ist die Hoffnung unserer Kirche, dass die EKD, besonders die Kirchenprovinz in Sachsen, durch ihren Dienst genau solchen Segen findet.
Ein drittes Beispiel dafür, wie Gott uns in unserem Dienst für den Herrn zusammenführt, kann in der Lutherstadt Wittenberg gefunden werden. Im Mai 1999 wurde dort auf Einladung der deutschen Kirchen das ELCA Wittenberg Center gegründet. Wenn es irgendwann in der Geschichte einen Wendepunkt gegeben hat, zu dem der Dienst der Kirche es nötig hatte, umgestaltet und erneuert zu werden, könnte die heutige Zeit als ein solcher betrachtet werden, besonders wenn man berücksichtigt, dass ökonomische, spirituelle und elektronische Globalisierung uns zu immer enger voneinander abhängigen Kirchen macht. Der brückenschlagende Dienst des ELCA Wittenberg Centers ist es, das Erbe der Reformation zu erklären und zu vermitteln, um über den Dienst der Kirche heute zu informieren, ihn zu leiten und zu erneuern. Unter den vielen Zielen des Centers ist eines ganz besonders wichtig in diesem Zusammenhang; das ELCA Wittenberg Center versucht, als Ort der Kooperation zwischen der ELCA und den Kirchen in Deutschland zu dienen. In diesem Jahr haben neue Direktoren, The Rev. Stephen und Dr. Jean Godsall-Myers, die Leitung des Centers übernommen. Unter ihrer Führung freuen wir uns auf eine fortschreitende Kooperation mit unseren deutschen Partnern, wenn wir neue und kreative Wege suchen, um die gemeinsame Verantwortung dieser besonderen Aufgabe durch unsere Kollegen und Partner in der EKD zu intensivieren.
Abschließend haben die ELCA und die EKD Kooperationsmöglichkeiten auf anderen Gebieten. Gemeinsam sorgen wir uns um das Leben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land. Gemeinsam können wir versuchen, unseren Partnern dort zu helfen, die christliche Anwesenheit am Geburtsort der Christenheit aufrecht zu erhalten. Von besonderem Interesse wird unsere gemeinsame Verpflichtung gegenüber der ELCJHL sein, wenn sie eine Schlüsselrolle im ökumenischen und interkonfessionellen Dialog in einer Region spielt, wo Dialog als Beginn von Frieden dienen kann.
Liebe Schwestern und Brüder in Christus, es ist eine große Ehre für die ELCA, gemeinsam mit der EKD im Dienst verbunden zu sein. Wir danken Ihnen für die vielfältige Hilfe für unsere Kirche. Ich persönlich danke Ihnen für die Möglichkeit, diese Zeit mit Ihnen in Würzburg verbringen zu können. Gott segne den Dienst und die Mitarbeiter der Evangelischen Kirche in Deutschland. Möge Gott uns vorwärts führen im treuen Dienst, den wir in Jesus Christus teilen.
The Rev. Twila Schock
Regionalrepräsentantin für Europa und den Nahen Osten
Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika

