Beschlüsse
7. Tagung der 10. Synode der EKD, Bremen, 02. - 05. November 2008
Beschluss zur Gemeinschaft von Frauen und Männern
Beschluss
der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland
auf ihrer 7. Tagung
zur
Gemeinschaft von Frauen und Männern
Die 7. Synode der EKD hat im November 1989 zum Schwerpunktthema „Die Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche“ einen umfangreichen Beschluss gefasst, der zur „Frauenquote“ folgende Ausführungen enthält:
„Zusammensetzung von Leitungen und Organen:
Es ist anzustreben, dass in die Leitungs- und Beratungsgremien der evangelischen Kirche Frauen und Männer in gleicher Zahl gewählt oder berufen werden.
Dies gilt auch für Dienststellen sowie die Einrichtungen und Werke im Bereich der EKD.
Auf dieses Ziel ist in Teilschritten in angemessenem zeitlichen Rahmen hinzuarbeiten.
Die Synode sieht einen Anteil von mindestens 40 % Frauen als Zielvorgabe an, die in zehn Jahren erreicht werden sollte.
Die Synode bittet die Gliedkirchen, bei der Wahl von Frauen und Männern zu Mitgliedern der EKD-Synode diese Zielvorgabe zu berücksichtigen. Sie bittet den Rat, bei Berufungen entsprechend zu verfahren.
Um die Zielvorgabe zu erreichen, bittet die Synode den Rat, die dafür notwendigen Regelungen für die Dienststellen und Werke der EKD zu treffen und den Gliedkirchen zu empfehlen, diese Regelungen für ihre Bereiche zu übernehmen.“
Die 10. Synode der EKD bekräftigt das Bestreben, in alle Leitungs- und Beratungsgremien, Dienststellen, Einrichtungen und Werke der EKD Frauen und Männer in gleicher Zahl zu wählen oder zu berufen.
Dies gilt auch für die im Rahmen des Reformprozesses eingesetzten Gremien.
Die Synode erinnert an die Bitte an den Rat, „alle zwei Jahre einen Bericht über den Stand der Bemühungen um Frauenförderung zu geben“.
Bremen, den 05. November 2008
Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland
Barbara Rinke
