Beschlüsse

7. Tagung der 10. Synode der EKD, Bremen, 02. - 05. November 2008

Beschluss zur Verantwortung Europas für die Aufnahme irakischer Flüchtlinge

Beschluss

der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

auf ihrer 7. Tagung

zur

Verantwortung Europas für die Aufnahme irakischer Flüchtlinge

Angesichts der anhaltenden Informationen über Misshandlung, Verfolgung und Ermordung von Christen im Irak, insbesondere in der Region Mossul, ist die Synode besorgt über deren Schicksal. Auch die Situation der in die Nachbarstaaten, Jordanien und Syrien, geflohenen Irakerinnen und Iraker ist unsicher und prekär; sie sind von Armut und Obdachlosigkeit bedroht und leben in ständiger Angst vor Ausweisung. Unter den besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen sind religiöse Minderheiten stark vertreten. Darunter befinden sich viele Christen.

Die Synode bittet den Rat der EKD, sich angesichts der weiterhin instabilen Sicherheitslage im Irak gegenüber der Bundesregierung und der Europäischen Union für eine umgehende Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen einzusetzen, auch im Wege von Ausbau und Einrichtung von resettlement-Programmen.

Bremen, den 05. November 2008

Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland
Barbara Rinke



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