Haushalt 2009 – Verantwortung für morgen

EKD-Synode berät über den Haushaltsplan für 2009

04. November 2008

„Mache gute Geschäfte des Tags, aber nur solche, bei denen du nachts gut schlafen kannst!“ Dieses Mahnwort des alten Senators Buddenbrock aus dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann stellte das Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klaus Winterhoff, am Dienstag, 4. November, anlässlich der Tagung der EKD-Synode in Bremen an den Anfang seiner Haushaltsrede, in der er den Haushalt der EKD für das Jahr 2009 vorstellte. In Anbetracht des Haushaltsvolumens der EKD - für das Jahr 2009 rund 171 Millionen – sei es gerade in Zeiten der Finanzkrise unerlässlich eine solide Planung aufzustellen.

Der Haushalt repräsentiert die Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit der EKD. Neben den klassischen kirchlichen Arbeitsfeldern gehört dazu als Markstein die entwicklungspolitische Arbeit mit 45,5 Millionen Euro. Dieser Betrag steht den evangelischen Entwicklungsdiensten für die vielfältigen Projekte zur Armutsbekämpfung auf der Welt zur Verfügung.

Mit knapp 13 Millionen Euro wird die Auslandsarbeit der EKD finanziert. Diese Mittel kommen vor allem den deutschen evangelischen Gemeinden im Ausland zu Gute, die den im Ausland ganz oder zeitweise lebenden Deutschen eine wichtige Stütze sind. Weitere 3 Millionen Euro sind dem unverändert wichtigen Bereich der europäischen und internationalen Ökumene gewidmet. Auf 13 Millionen Euro belaufen sich die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit und die publizistische Tätigkeit der EKD.

Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt setzt der EKD-Haushalt 2009 in der Finanzierung von gesamtkirchlichen Maßnahmen und Projekten des innerkirchlichen Reformprozesses  „Kirche der Freiheit im 21. Jahrhundert“. Dazu gehören die Vorbereitung des Reformationsjubiläums im Jahr 2017,  die Kompetenzzentren für Predigtkultur und für Mission in der Region und die Anschubfinanzierung der Führungsakademie. Der Haushaltsplan bringe die „Reformbereitschaft und Reformfähigkeit“ der EKD und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ausdruck, so der Vorsitzende des Haushaltsausschusses der Synode, Rainer Meusel.„So spiegelt der Haushaltsentwurf letztendlich auch das gesamte Geschehen in der Evangelischen Kirche in Deutschland wider, er orientiert sich an den Anforderungen von heute und zeigt Verantwortung für das Morgen“, ergänzte Winterhoff. So stärke der EKD-Haushalt 2009 die Reformfähigkeit der  EKD.

Bremen, 04. November 2008

Pressestelle der EKD
Silke Römhild

EKD-Synode 2008 in Bremen



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