2. Tagung der 11. Synode der EKD
Ulm, 25. bis 29. Oktober 2009
Bericht des Präsidiums der 11. Synode der EKD - Schriftlicher Teil (Teil B)
Anzahl der Präsidiumssitzungen:
Das Präsidium hat seit der konstituierenden Tagung der Synode in Würzburg drei Präsidiumssitzungen durchgeführt. An den Sitzungen nehmen außer den Mitgliedern des Präsidiums und dem Leiter der Geschäftsstelle der Synoden regelmäßig teil: der Präsident des Kirchenamtes (gleichzeitig in seiner Funktion als Synodenreferent), der juristische Vizepräsident des Kirchenamtes, ein(e) Vertreter(in) der Pressestelle der EKD sowie die Persönliche Referentin des Vorsitzenden des Rates. Jeweils ein Mitglied des Vorstands der UEK und des Präsidiums der Generalsynode der VELKD werden als Ständige Gäste zu den Sitzungen eingeladen. Auch der Geschäftsführer des Vorbereitungsausschusses, gleichzeitig in seiner Funktion als für die Vorbereitung der Gottesdienste während der Synode zuständig, wurde zur Beratung und Berichterstattung eingeladen.
Inhaltliche Arbeit der Präsidiumssitzungen:
I. Übersicht über die Sitzungen
1. Während der Juni-Sitzung des Präsidiums standen die Bildung und Einberufung des Vorbereitungsausschusses für das Schwerpunktthema der Herbsttagung der Synode 2009 im Vordergrund. Zudem diente sie einer ersten Auswertung der konstituierenden Tagung, aber auch die weitere Vorbereitung der 2. Tagung der Synode stand auf der Tagesordnung. So wurden Vorüberlegungen hinsichtlich der Gottesdienste zur Eröffnung und zum Abschluss der Tagung angestellt, die Gästelisten diskutiert, das Verfahren und der zeitliche Ablauf der Ratswahl festgelegt und die Entwürfe der Tagesordnung und des Verlaufsplans beraten. Es wurde verabredet, dass der Bericht des Synodenpräsidiums künftig auch mündlich eingebracht und gemeinsam mit dem schriftlichen Bericht im Plenum zur Aussprache gestellt wird. Darüber hinaus wurden die Herausforderungen, die sich durch das Verbindungsmodell ergeben, im Präsidium ausführlich diskutiert.
Der Abschlussbericht des Präsidiums der 10. Synode wurde intensiv beraten und erste Überlegungen hierzu angestellt. Es wurde verabredet, dass Herr Dr. Anke und Herr Drägert einen Text erarbeiten, der die Konzeption der Grundordnung der EKD und vor diesem Hintergrund das Verhältnis der Gremien zueinander beschreibt und mögliche Handlungsoptionen aufzeigt.
2. In der Septembersitzung ging es um die abschließende Vorbereitung der diesjährigen Herbsttagung, wobei die Beratung der Ergebnisse des Vorbereitungsausschusses zum Schwerpunktthema sowie die inhaltliche Beratung des Eröffnungs- und des Abschlussgottesdienstes im Vordergrund standen. Hierzu gehörte auch die endgültige Beschlussfassung über die Begleit- und Vorbereitungstexte sowie die Gestaltung des Schwerpunkttages. Für die Bibelarbeit konnte Dr. Reinhard Höppner, für die Einbringungsreferate konnten Birgit Riess von der Bertelsmann-Stiftung, Professorin Dr. Beate Hofmann und Professor Dr. Philipp Stoellger gewonnen werden. Die von der Geschäftsstelle der Synoden vorbereiteten Entwürfe des Verlaufsplans, der Tagesordnung und der Einladungslisten für die inländischen und ausländischen Gäste waren abzustimmen.
Es wurde der Bericht über die Umsetzung der Beschlüsse aus der Vorjahrestagung und der ersten Tagung in diesem Jahr beraten und abschließend festgelegt, welche Texte, Beschluss- und Drucksachen der Synode in Ulm vorzulegen sind. Ein besonderer Fokus lag auf den Wahlen in den Rat der EKD, wobei besonders der Ablauf, aber auch die Betreuung der Kandidatinnen und Kandidaten eine Rolle spielte. Aus der Pressestelle der EKD wurde über erfreuliche Neuerungen bei der Berichterstattung informiert. Hierzu gehört neben der deutlich gestiegenen Anzahl akkreditierter Journalistinnen und Journalisten auch ein Wahlstudio, aus dem live berichtet wird. Diese Beiträge sind im Internet über www.ekd.de zu hören und zu sehen.
II. Einzelthemen
1. Medienecho und Pressearbeit: Das Medienecho auf die Präsidiumswahl war erfreulich hoch. Eine Vielzahl von Glückwünschen, Anfragen und Wünschen aus allen Richtungen der Gesellschaft ging ein und es wurde verabredet, ein Verfahren zu erarbeiten, das es ermöglicht, möglichst vielen Einladungen zu folgen, indem diese auf alle Präsidiumsmitglieder verteilt werden. Weiterhin wurde verabredet, den Newsletter künftig sehr viel stärker zu nutzen, um die Synodalen sowie die Mitglieder des Rates und der Kirchenkonferenz schnell und umfassend über die Arbeit des Präsidiums und/oder aktuelle Berichterstattungen zu informieren. Einigkeit bestand darin, dass „Synode auch zwischen den Tagungen vorkommen soll“, was durch eine gezielte Pressearbeit unterstützt werden kann. Reaktionen auf die ersten Pressemitteilungen zu den Synodenbeschlüssen aus Würzburg haben gezeigt, dass dies ein richtiger Weg ist. So wurde der Beschluss zum Aufruf der EKD zur Wahlbeteiligung bei allen Wahlterminen 2009 durch eine Pressemitteilung am 2. Juni (anlässlich der Europawahl am 7. Juni) noch einmal in die Öffentlichkeit getragen und von kirchlichen Nachrichtenagenturen in Deutschland und Österreich, aber auch Tageszeitungen und dem Rheinischen Merkur aufgegriffen. Die Behandlung einer Petition zum „Bombodrom“ in der Kyritz-Ruppiner Heide durch den Deutschen Bundestag bot Anfang Juli Gelegenheit, durch eine Pressemitteilung auf den entsprechenden Beschluss zum Luft-Boden-Schießplatz hinzuweisen.
2. Antrittsbesuch der Präses: Am 11. Juni fand ein Antrittsbesuch von Präses Göring-Eckardt im Kirchenamt der EKD statt. Es hat zunächst ein Treffen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegeben und anschließend hat eine Aussprache mit den Mitgliedern des Kollegiums stattgefunden.
3. Künftige Tagungsorte: Die vorgeschlagenen Orte für die Tagungen der 11. Synode wurden diskutiert. Der Vorschlag wurde hinsichtlich der Aufteilung zwischen unierten und lutherischen Kirchen ebenso als ausgewogen befunden wie im Blick auf die regionale Verteilung. Dass die östlichen Gliedkirchen unterrepräsentiert scheinen, liegt daran, dass in den Jahren 2003, 2004 und 2007 die Tagungen in den östlichen Gliedkirchen stattgefunden haben. Es wurde beschlossen, die Termine und Orte den Synodalen auf der 2. Tagung bekanntzugeben.
4. Teilnahme an der Synodentagung: Die in den Geschäftsordnungen von Synode der EKD und Generalsynode der VELKD ausgewiesenen Regelungen zu den Teilnahmen an den verbundenen Tagungen wurden beraten. Es wurden Geschäftsordnungsänderungen verabredet, die eine durchgehende Teilnahme an der gesamten verbundenen Tagung als Regelfall voraussetzen.
5. Mittagsgebet während der Tagung: Das Präsidium hat Überlegungen hinsichtlich eines Mittagsgebets angestellt, das ein geistliches Signal während des Tagungsgeschehens darstellen soll. Ein erster Entwurf für einen Ablauf wurde festgelegt, der bei der 2. Tagung der EKD erprobt werden soll.
6. Klimaschutz: In Würzburg wurde die Tagung der Synode erneut CO2-neutral durchge-führt. Diesbezüglich legt das Präsidium den als Anlage beigefügten Kurzbericht des Umweltbeauftragten des Rates der EKD, Prof. Dr. Hans Diefenbacher, vor. Dieser Bericht beinhaltet auch die CO2-Emissionen, die die Fahrten zu und von den Sitzungen des Präsidiums verursacht haben. Darüber hinaus hat die Geschäftsstelle der Synoden mit der Deutschen Post einen Vertrag abgeschlossen, um die durch den Briefversand entstehenden CO2-Emissionen ebenfalls zu kompensieren. Hierzu bedient man sich des Angebotes „GoGreen" der Deutschen Post.
Das Präsidium fasste seit der letzten Synodentagung u. a. folgende Beschlüsse:
Das Präsidium beschließt, die ehemaligen Präsides der Synode der EKD und der Synode des Bundes, die ehemaligen Vorsitzenden des Rates sowie die ehemaligen Vorsitzenden der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen des Bundes künftig zur Eröffnung der Tagung bis zum Schwerpunkttag einzuladen. Die Einladung der Gäste soll noch im Juni erfolgen.
Im Blick auf die Berichte der Dienste und Werke bekräftigt das Präsidium der 11. Synode die bisherige Regelung, nach der das Diakonische Werk, der Evangelische Entwicklungsdienst (EED)/Brot für die Welt, das Evangelische Missionswerk (EMW) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) jeweils einen ausführlichen Bericht erstellen, der über das Tagungsbüro auf Nachfrage an die Synodalen ausgehändigt wird und einen Kurzbericht, der den Synodalen mit dem Versand der Tagungsunterlagen zugeht. Jeweils eine Einrichtung/ein Werk bringt ihren Bericht bei der Synodentagung mündlich ein. Das Präsidium der 11. Synode hält an dieser Regelung und an der Reihenfolge fest, wonach im Jahr 2009 das Evangelische Missionswerk seinen Bericht mündlich einbringen wird.
Das Präsidium genehmigt die Teilnahme von Gästen an den Sitzungen der Ausschüsse, sofern es sich hierbei um vom Präsidium der Synode eingeladene Gäste für die Tagung der Synode handelt. Eine Erweiterung der Gästeliste für die Tagungen der Synode ist nicht vorgesehen. Sollten darüber hinaus Fachleute an den Sitzungen der Ausschüsse teilnehmen wollen, die z.B. als Besucher bzw. Besucherinnen an den Tagungen der Synode teilnehmen, bedarf dies der vorherigen Genehmigung des Präsidiums.
Dorothee Rodenhäuser/Hans Diefenbacher
Die CO2-neutralen Synoden
Kurzbericht über die 1. verbundene Tagung der
11. Synode der EKD, der 2. Vollkonferenz der UEK und
der 11. Generalsynode der EKD in Würzburg
30.4.2009 - 3.5.2009
Für die erste verbundene Tagung der Synoden in Würzburg wurden, wie bereits für die EKD-Synode 2007 in Dresden und 2008 in Bremen, die von Synodalen, Organisatoren und gela-denen Gästen durch An- und Abreise hervorgerufenen CO2-Emissionen sowie die CO2-Emissionen aus dem Energieverbrauch vor Ort ermittelt. Zur Berechnung der Emissionen wurde erstmals der KlimAktiv-Rechner genutzt, der unter anderem vom Umweltbundesamt empfohlen wird und sich zunehmend als Standardrechner durchsetzt. Dieser CO2-Rechner legt teilweise andere Emissionsfaktoren zugrunde als der bisher verwendete CO2-Rechner des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien, was zu etwas abweichenden Ergebnissen führt. Ein Vergleich der Emissionen der letzten Synoden mit den aktuellen Er-gebnissen ist daher nur unter dieser leichten Einschränkung möglich.
CO2-Emissionen aus An- und Abreise
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden gebeten, ihren An- und Abreiseort sowie das oder die benutzten Verkehrsmittel mitzuteilen. Hauptverkehrsmittel zur Würzburger Synode war mit großem Vorsprung die Bahn: knapp 80% der gefahrenen Kilometer wurde per Bahn zurückgelegt, ca. 19% mit dem Pkw; weniger als 1% entfallen auf Lkw. Im Unterschied zu früheren Synoden reiste nach Würzburg nie-mand mit dem Flugzeug an.
Tabelle 1: An- und Abreisefahrleistungen
Verkehrsmittel Synode Bremen - Synode Würzburg
Bahn 106.496 km -124.384 km
Pkw 38.353 km - 30.160 km
Flugzeug 11.841 km -
Lkw (nicht separat gerechnet) - 1.468 km
Es ergeben sich CO2-Emissionen in Höhe von 6,97t aus der An- und Abreise per Bahn, von 7,55t aus der Pkw- und 1,04 t aus der Lkw-Nutzung.[1]
CO2-Emissionen aus dem Energieverbrauch vor Ort
In Würzburg waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Synode im selben Hotel untergebracht, in dem auch die Tagung stattfand. Die Hotelleitung stellte die genauen Verbrauchsdaten zur Verfügung und teilte die Zahl der durch andere Gäste belegten Zimmer für den Zeitraum der Tagung mit. Die Ermittlung der CO2-Emissionen beruht somit auf relativ genauen Daten. Deutlich bemerkbar machen sich die kürzere Dauer der Tagung (4 Tage) und die Tatsache, dass diese zum Ende der Heizperiode stattfand. Entsprechend wurde nur in geringem Umfang Heizenergie verbraucht. Auch der Stromverbrauch fiel geringer aus als bei den letzten Synoden.
Tabelle 2: Energieverbrauch und ermittelte CO2-Emissionen
Verbrauch CO2-Emissionen
Strom 22547 kWh - 14,14t
Erdgas 27,27 m3 - 0,06t
Fernwärme 10 kWh - 0,001t
Insgesamt ergeben sich CO2-Emissionen in Höhe von 29,79 t.
Hans Diefenbacher/Dorothee Rodenhäuser
Fußnote:
[1] Annahme: Verbrauch von 25l Diesel auf 100km
