Grußworte
2. Tagung der 11. Synode der EKD, Ulm, 25. bis 29. Oktober 2009
Grußwort des Ökumenischen Rats der Kirchen (schriftlich)
25. Oktober 2009
Sehr geehrte Frau Präses, liebe Frau Göring-Eckardt,
sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, lieber Bischof Dr. Wolfgang Huber,
sehr geehrte Synodale und Gäste der 2. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland,
herzlich danken möchte ich der Leitung der Synode der EKD für die Einladung an den Öku-menischen Rat der Kirchen, die Gemeinschaft von 349 Kirchen der ganzen Welt, an der 2. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland als Gast teilzunehmen. Es ist wichtig für uns als ökumenische Organisation bei wichtigen Ereignissen im Leben unserer Mitgliedskirchen vertreten zu sein. So können wir ihre Arbeit und Erfolge, aber auch ihre Herausforderungen und Besorgnisse teilen und ihre an uns gerichteten Erwartungen besser verstehen. Die zentrale Rolle der Evangelischen Kirche in Deutschland im Leben der ökumenischen Bewegung und besonders in der Arbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen ist allgemein anerkannt und geschätzt. Deswegen freue ich mich besonders über diese Einla-dung und nutze die Gelegenheit dieses Grußwortes, Ihnen dafür unsere Anerkennung auszusprechen.
Sie haben als Schwerpunktthema dieser Tagung „Ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft“ gewählt. Es ist sicherlich ein sehr aktuelles Thema, das die Aufmerksamkeit der Kirchen und ökumenischen Organisationen verdient. Ehrenamtliches Engagement in unseren Mitgliedskirchen und ihren Gremien ist elementar wichtig für die Mission der Kirche und ihre Präsenz in der Gesellschaft. Das gilt für die Kirche am Ort wie auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Wir selbst sind dankbar für die ehrenamtliche Mitarbeit in unseren Gremien, Kommissionen und Programmen. Ich denke besonders an Theologinnen und Theologen, die neue Wege und Perspektiven für die Ökumene suchen, und nicht zuletzt an die Jugendlichen, die eine hervorragende Arbeit während unserer großen Veranstaltungen leisten, ohne dafür materiell entlohnt zu werden.
Meine Kolleginnen und Kollegen warten - wie ich selbst - mit großem Interesse auf die Schlussfolgerungen Ihrer Debatte, deren Impulse und Anregungen sicherlich auch unsere Mission und Arbeit inspirieren werden.
Diese Synode hat darüber hinaus die wichtige Aufgabe, einen neuen Rat der EKD und des-sen Ratsvorsitzende oder Ratsvorsitzenden zu wählen. Dieser Punkt auf Ihrer Tagesordnung findet große Aufmerksamkeit weit über die Kirchen in Deutschland hinaus. Diese Entscheidung ist nicht nur von großer Bedeutung für die Zukunft Ihrer Kirche, sondern auch für Ihre Schwestern und Brüder in der Ökumene. Ich wünsche Ihnen allen Gottes Segen für die Wahl, die vor Ihnen steht. Möge der Heilige Geist Sie alle inspirieren, die beste Wahl für dieses verantwortungsvolle Amt zu treffen!
Rev. Dr. Samuel Kobia
Generalsekretär Ökumenischer Rat der Kirchen
