Beschlüsse
1. Tagung der 11. Synode der EKD, Würzburg, 30. April bis 03. Mai 2009
Beschluss zum Volksentscheid zum Religionsunterricht an den Schulen des Landes Berlin
Beschluss
der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland
auf ihrer 1. Tagung
zum
Volksentscheid zum Religionsunterricht an den Schulen des Landes Berlin
Die Synode der EKD dankt allen, die sich beim Volksbegehren und Volksentscheid zugunsten des Religionsunterrichts an den Schulen des Landes Berlin engagiert beteiligt und öffentlich zu Wort gemeldet haben; ihr Dank gilt insbesondere auch Politikerinnen und Politikern unterschiedlicher Parteien für ihr offenes Eintreten in dieser Angelegenheit.
Die Synode der EKD nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass die vielen positiven Voten zum Volksentscheid nicht das erforderliche Quorum erreicht haben. Sie bekräftigt umso deutlicher ihr Eintreten für den evangelischen Religionsunterricht als einem ordentlichen Unterrichtsfach in der Schule. Sie bittet die Landeskirchen, sich mit aller Entschiedenheit für seinen Erhalt einzusetzen und dabei die Religionslehrerinnen und Religionslehrer zu unterstützen.
Gerade in unserer Zeit des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens leistet der evangelische Religionsunterricht einen unverwechselbaren Beitrag zum Bildungsauftrag von Schule.
Die Auseinandersetzung mit weltanschaulichen und religiösen Fragen bringt Maße des Menschlichen zur Sprache, die in keinem anderen Unterrichtsfach in diesen, auf Identität und Verständigung zielenden Dimensionen zur Geltung gebracht werden können.
Fragen nach Wahrheit und Letztbegründung, nach Orientierung und Wertbezügen gehören in die Schule. Deshalb braucht schulische Bildung den evangelischen Religionsunterricht.
Würzburg, den 02. Mai 2009
Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland
Katrin Göring-Eckardt
Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch die Präses der Synode!
