3. Tagung der 11. Synode der EKD
Hannover, 07. bis 10. November 2010
Filme: Schwerpunktthema
Einbringung der Vorlage des Kundgebungsentwurfes
Vorsitzender des Vorbereitungsausschusses, Ministerialrat Rolf Bade
„Bildung braucht Religion, Religion braucht Bildung“, sagt der Vorsitzende des Vorbereitungsausschusses des Kundgebungsentwurfs zum Synoden-Schwerpunktthema, Rolf Bade. Die Synode habe sich in dem Papier gegen eine Reduktion von Bildung auf Wissen gewandt und damit das wechselseitige Angewiesensein von Bildung und Religion in der sogenannten Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts unterstrichen. Dabei solle es nicht nur um die allgemeinen Verhältnisse der Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit gehen, sondern auch um das eigene Bildungshandeln der Kirche, erklärte Bade.
08. November 2010
Referat zum Schwerpunktthema: Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit aus pädagogischer Perspektive
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach
Der wachsenden Bildungskluft zwischen Gewinnern und Verlierern muss politisch entschiedener entgegengetreten werden. Das fordert Thomas Rauschenbach in seinem Referat zum Schwerpunktthema der Synode, „Niemand darf verloren gehen“. „Kinder müssen von Beginn an gezielt gefördert werden, um herkunftsbedingte Abhängigkeiten abzuschwächen“, sagt Rauschenbach und führt mehrere Beispiele an, welche Ziele bei dieser Förderung verfolgt werden sollten.
08. November 2010
Referat zum Schwerpunktthema: Theologische Überlegungen zu einem evangelischen Verständnis von Bildung und Bildungsgerechtigkeit
Professor Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies
Patenschaften für Kinder aus bildungsfernen Familien und individuelle Betreuung statt Bologna-Prozess: Christoph Markschies erläutert in seinem Referat zum Schwerpunktthema der Synode „Niemand darf verloren gehen“ Vorschläge für Bildungsgerechtigkeit. Diese Vorschläge ließen sich aus dem theologischen Bildungsbegriff ableiten. Jesus Christus sei eine Ikone der Bildungsgerechtigkeit, da er über ein offenes Verhältnis zu seinem gesellschaftlichen Umfeld verfügte. Bildungsgerechtigkeit nach diesem Vorbild verlange daher ein auf Begabungen ausgelegtes Bildungswesen - Herzensbildung und mehr Zeit für Kinder inbegriffen.
08. November 2010

