4. Tagung der 11. Synode der EKD

Magdeburg, 06. bis 09. November 2011

Beschluss zu den Freiwilligendiensten

09. November 2011

BESCHLUSS

der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

auf ihrer 4. Tagung

zu den


Freiwilligendiensten

 

Die Synode dankt den evangelischen Freiwilligendiensten, die sich seit Jahrzehnten im sozialen und ökologischen Bereich, in Friedensdiensten und missionarischen Aufgaben engagieren. Sie bittet die politisch Verantwortlichen, diese Dienste weiterhin in ihrem Wirken zu unterstützen. Nach christlicher Überzeugung sind alle Bürgerinnen und Bürger zum freiwilligen, bürgerschaftlichen Engagement in der Gesellschaft aufgefordert. Nach den Anfangsschwierigkeiten dieses Jahres ist der Schritt vom Zivildienst als Pflichtdienst zu einem Bundesfreiwilligendienst zunächst auf gutem Weg.

Gleichwohl hält die Synode daran fest, dass der Abbau von Parallelstrukturen – insbesondere im Bildungsbereich – und eine bessere Einbindung der Freiwilligen des Bundesfrei-willigendienstes in die Freiwilligendienste von Kirchen und freien Trägern dringend notwendig sind. Ebenso notwendig sind gleiche Rahmenbedingungen und gemeinsame Werbung. Dabei darf nicht vergessen werden, dass ehrenamtliches Engagement im Grundsatz nicht bezahlbar ist und berufliche Arbeit nicht ersetzen kann und darf. Um Menschen zum Ehrenamt zu bewegen, kann die Politik allenfalls Rahmenbedingungen setzen. Politi¬sches Handeln darf gerade hier seine subsidiäre Prägung nicht verlieren. Das gilt auch für die weitere Entwicklung des Bundesamts für zivilgesellschaftliche Angelegenheiten.

Magdeburg, den 9. November 2011


Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland 
Katrin Göring-Eckardt

Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch die Präses der Synode!



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