4. Tagung der 11. Synode der EKD

Magdeburg, 3. bis 9. November 2011

Bericht des Rates (komplett)

Nikolaus Schneider, EKD-Rtasvorsitzender

06. November 2011

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, stellt seinen Bericht unter das biblische Wort „Ein Haus aus lebendigen Steinen“. Schneider beschreibt die Evangelische Kirche dabei als „offenes und missionarisches Haus“, in dem es aber auch „eine prinzipielle Zurückhaltung gegenüber notwendigen Veränderungen“ gebe, obwohl „wachsende Reformnotwendigkeit“ bestehe.

Auf die Deutschlandreise Papst Benedikts XVI. Ende September blickt Präses Nikolaus Schneider unter zwei Gesichtspunkten zurück: Die Ökumene sei „gar nicht oder nur missverstehend und missverständlich angesprochen“ worden; die Aufarbeitung der Reformationsgeschichte müsse von einer „Ökumene der Profile“ zu einer „Ökumene der Gaben“ fortentwickelt werden.

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, spricht in seinem Bericht Themen der sozialen Gerechtigkeit an. Schneider sei dankbar, dass das Thema Mindestlohn wieder in politischer Debatte gekommen sei. Zur Lohnfindung im Bereich von Kirche und Diakonie fordert er eine Leitwährung für den dritten Weg und Sanktionsmöglichkeiten für Dienstgebende. Der Krise der Finanzwirtschaft müsse stark begegnet werden: „Wir benötigen eine Politik, die Finanzakteure so zügelt und Finanzstrukturen so steuert, dass sie nicht der Bereicherung Einzelner, sondern dem Leben vieler Menschen dienen.“



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