Schwerpunktthema

7. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, 9. bis 12. November 2014 in Dresden

Impulsreferat zum Schwerpunktthema - Kommunikation des Evangeliums in der digitalisierten Gesellschaft

Prof. Dr. Christian Grethlein

10. November 2014

Prof. Dr. Christian Grethlein

Kommunikation des Evangeliums in der digitalisierten Gesellschaft

Die Digitalisierung des Umgangs mit Wirklichkeit und der Kommunikation verändert die Lebensbedingungen und Kommunikationsformen der Menschen grundlegend. Dies betrifft auch die Kommunikation des Evangeliums und die Struktur der Kirchen.
Um dies theologisch angemessen zu erfassen, ist es notwendig, sich die Grundlage der Kommunikation des Evangeliums[1] und der Kirchen in Erinnerung zu rufen. Dass diese komplizierten Kontextualisierungs- und Transformationsprozessen unterliegt, zeigt ein kurzer Blick in die Christentumsgeschichte[2], kann jetzt aber nicht eigens thematisiert werden.

1. Ausgangspunkt: Wirken und Geschick Jesu von Nazareth

1.1 Das Wirken und Geschick Jesu von Nazareth machte für viele Zeitgenossen ihre Lebenswelt durchsichtig. Sie konnten das Wirken Gottes in ihrem Leben erkennen und schöpften Hoffnung auf Gottes Begleitung, sogar über den biologischen Tod hinaus.
Schon im Neuen Testament wird dieses Geschehen, das uns Christen bis heute prägt, als "Evangelium" bezeichnet.

1.2 Dabei verrät die philologische Analyse ein Grundcharakteristikum dieses vom Wirken und Geschick Jesu ausgehenden Impulses: Das Verb "euangelizesthai" ist grammatikalisch ein Medium. Dies ist ein dem Griechischen eigener Verbalmodus, der gleichsam in der Mitte von Aktiv und Passiv steht. "Evangelium" wird also nach Einsicht der Evangelisten und Apostel interaktiv, und damit ergebnisoffen[3],  kommuniziert – nicht im Aktivmodus dekretiert.

Damit nehmen die Schüler/innen Jesu ein Charakteristikum seines Wirkens auf [4]:  Er kommunizierte beim Erzählen der Gleichnisse, beim gemeinschaftlichen Essen und Trinken und beim Heilen von Menschen intensiv mit seinen Mitmenschen. Demnach sind Lehren und Lernen, gemeinschaftliches Feiern und Helfen zum Leben nicht nur anthropologisch fundamental, sondern auch die grundlegenden Modi der Kommunikation des Evangeliums.

2. Kirche als Gemeinschaft der Menschen, die das Evangelium kommunizieren

Der vom Wirken und Geschick Jesu ausgehende Impuls war so stark, dass auch nach seinem biologischen Tod Menschen das Wirken Gottes in ihrem Leben entdeckten und die Hoffnung auf dessen Begleitung über den biologischen Tod hinaus nicht aufgaben. Sie kommunizierten das Evangelium.

2.1 Dabei – das Neue Testament ist ein erster Niederschlag hiervon – trat an die Seite der mündlichen face-to-face-Kommunikation die schriftliche Kommunikation. So wird zum einen die Kontextualität der Kommunikation des Evangeliums offensichtlich. Dementsprechend entstanden mehrere Evangelienbücher, um je nach ihrem konkreten Kontext den durch Jesu Wirken und Geschick geöffneten Horizont zu kommunizieren. Kommunikation des Evangeliums ist also von Beginn an pluriform. Zum anderen führt der mediale Wechsel vom Mündlichen zum Schriftlichen zu inhaltlichen Transformationen. Das erste Beispiel dafür ist die Überführung des jesuanischen Begriffs "Gottesherrschaft" in "Gerechtigkeit Gottes" bei Paulus.[5]

2.2 Auch in sozialer Hinsicht gestaltete sich die Kommunikation des Evangeliums von Anfang an plural.[6] Dies zeigt eine semantische Analyse des für "Kirche" zentralen Begriffs Ekklesia im Neuen Testament. "Ekklesia", als der Ort, an dem das Evangelium kommuniziert wird, bezieht sich auf vier verschiedene Sozialformen:

  • das Haus (z.B. Phlm 2),
  • den Ort (z.B. 1 Kor 1,2),
  • die Region (z.B. Apg 15,41),
  • den ganzen Erdkreis (z.B. Mt 16,18).

Gemeinsam ist diesen sozial unterschiedlichen Formationen der Bezug auf Jesus Christus. Wie klein der Umfang von Kirche sein kann, zeigt deren theologische Definition in Mt 18,20: "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
Im Laufe der Christentumsgeschichte traten vor allem die beiden mittleren Ebenen von "Ekklesia", die Ortsgemeinde und die Regionalkirche, in den Vordergrund. Dies hatte im Kontext agrarisch und teilweise noch industriell strukturierter Gesellschaften einen gewissen Sinn[7]. In einer digitalisierten Gesellschaft wird eine solche Konzentration aber problematisch.

Damit stoßen wir auf das Grundproblem jeder kirchlichen Gemeinschaft, nämlich ihr Verhältnis zum Kontext.

3. Kommunikation des Evangeliums und Kultur

3.1 Ende des 20. Jahrhunderts bestimmte eine Studiengruppe des Lutherischen Weltbundes[8], bei der auch Angehörige anderer Konfessionen mitarbeiteten, das Verhältnis von Gottesdienst und Kultur genauer. Die hier gewonnenen Einsichten können unschwer auf das Verhältnis der Kommunikation des Evangeliums zu seinem Kontext übertragen werden. Neben der transkulturellen und der Kultur überschreitenden Dimension sind demnach bei der Kommunikation des Evangeliums zu beachten:

  • eine kontextuelle Dimension: sie ist bereits sprachlich gegeben, aber auch in sonstigen Codes, die den Kommunizierenden lebensweltlich vertraut sind.
  • eine kulturkritische Dimension: jede Kultur enthält Elemente, die der Kommunikation des Evangeliums entgegenstehen.

3.2 Diese aus der Liturgiegeschichte gewonnenen Dimensionen der Kommunikation des Evangeliums können eine Hilfe sein, um deren Herausforderungen durch die Digitalisierung zu strukturieren. Es geht bei der Kommunikation des Evangeliums in dieser kulturellen Formation gleichermaßen um Prozesse der Kontextualisierung und der Kulturkritik.

Um dies genauer zu bestimmen, muss zuvor an die Attraktivität der digitalisierten Gesellschaft sowie ihre Spannungen erinnert werden.

4. Digitalisierte Gesellschaft

4.1 Der am Ende des 19. Jahrhunderts, etwa mit der Entdeckung der elektromagnetischen Wellen (1887) beginnende Siegeszug medialer Innovationen bestimmt mittlerweile das Leben aller Menschen in unserem Land. Die historisch einmalige Geschwindigkeit der Medienentwicklung in der Gegenwart ist nicht nur durch technischen Fortschritt, sondern auch dadurch zu erklären, dass die neuen Medien drei Wunschträume der Menschheit erfüllen:

  • "die Überwindung der Grenzen von Raum und Zeit,
  • die Verbesserung der Wahrnehmung
  • und der materiellen Versorgung."[9]

4.2 Von daher ist trotz aller bei Prognosen[10] gebotenen Vorsicht davon auszugehen, dass sich die elektronische Kommunikation weiter ausbreiten wird. Allerdings ist keineswegs klar, wohin diese Entwicklung gehen wird. Der Google-Executive-Chairman Eric Schmidt und sein Mitarbeiter Jared Cohen haben in ihrem 2013 erschienen Buch "The New Digital Age" sehr differenziert Verheißungen, aber auch mögliche Gefahren der digitalisierten Gesellschaft benannt. Sie weisen auf vier zukünftige Entwicklungen hin, wobei wenigstens die letzte genannt sei:

"Finally, with the spread of connectivity and mobile phones around the world, citizens will have more power than at any other time in history, but it will come with costs, particularly to both privacy and security." [11]

5. Kommunikation des Evangeliums in der digitalisierten Gesellschaft

Kommunikation des Evangeliums vollzieht sich in einem bestimmten Kontext. Sie bedient sich der lebensweltlich gegebenen Kommunikationsformen. Ihr inklusiver Grundimpuls macht kritisch auf die Exklusionen der jeweiligen kulturellen Formation aufmerksam. Dies gilt auch für die Kommunikation des Evangeliums in der digitalisierten Gesellschaft. 

5.1 Zuerst zur kontextuellen Dimension der Kommunikation des Evangeliums:
Die Digitalisierung der Gesellschaft stärkt potenziell die Bedeutung der Einzelnen bzw. der kleinen Gruppen sowie Grenzen überschreitende Kommunikationen. Kirchentheoretisch verlieren die Sozialformen, die heute umgangssprachlich mit "Kirche" bzw. "Gemeinde", also Ortsgemeinde und Landeskirche, erfasst werden, an Bedeutung. Ein biblisch-theologisch fundiertes Kirchenverständnis kann aber vor eventuellen Niedergangs-Szenarien bewahren, die die Kirchenreform-Diskussion der letzten Jahre begleiten.[12] Denn Ekklesia umfasst mehr als das, was wir als Kirchengemeinde, Landeskirche oder auch EKD im Blick haben.

Der soziale Nahbereich, der allerdings durch die Social Communities nicht notwendig mit der lokalen Nachbarschaft identisch ist, gewinnt an Bedeutung. Ähnliches gilt für weltweite Vernetzungen.[13] Die sich teilweise noch der karolingischen Reform verdankenden Parochialgrenzen und die mehrheitlich auf politische Gliederungen des 19. Jahrhunderts bezogenen Landeskirchengrenzen spielen dagegen für nur noch wenige Menschen eine Rolle. Der Protestantismus mit seinem biblisch begründeten Konzept des Priestertums aller Getauften ist theologisch[14], aber nicht organisationsmäßig[15] gut gerüstet für diese neue Situation.

Dazu zeigt ein Blick in die Netz-Kommunikation, dass sich neue Formen der Kommunikation des Evangeliums herausbilden und sozial konstituieren – jenseits der Angebote und Bemühungen der verfassten Kirche. Diese international feststellbaren Entwicklungen – in England unter dem Namen "fresh expressions"[16],  in den USA unter der Selbstbezeichnung "Emergents"[17] diskutiert – sind offenkundig nicht durch die verfassten Kirchen mit ihren Behördenstrukturen und ihren eher statischen Lehrauffassungen zu integrieren.

Die religiöse Kommunikation lange bestimmende Form der Autorität, etwa durch die Ordinierten repräsentiert [18], wird abgelöst durch die – soziologisch, nicht psychologisch zu bestimmende – Kommunikationsform der Authentizität[19].  Heute ist nicht lehrmäßige Kohärenz oder organisatorische Verlässlichkeit, sondern die Lebensdienlichkeit für die Rezeption entscheidend. Dabei geht es in der mit Informationen überfluteten digitalen Gesellschaft nicht um abstrakte Konzepte wie um Wahrheit, sondern ganz einfach – oder kompliziert – um Relevanz[20].  Nur das, was den Menschen praktisch im Leben weiterzuhelfen verspricht, erhält Aufmerksamkeit.[21] 

In dieser Perspektive zeigt sich, dass im eingangs skizzierten Sinn sehr viel häufiger – jenseits von verfasster Kirche – das Evangelium kommuniziert wird als kirchliche Statistiken vermuten lassen, z.B.: In Chats tauschen sich Menschen über sie bewegende Lebensfragen, etwa den Sinn von Gebeten, aus – vollziehen also symmetrische Lehr- und Lernprozesse; die Öffnung von Stadtteilfesten für Obdachlose oder Asylsuchende spiegelt den inklusiven Grundimpuls der Mahlgemeinschaften Jesu wider; viele Menschen, die z.B. ihre/n demente/n Partner/in pflegen, begegnen dabei nach Mt 25,36 Christus; usw.  

Für die mit der Digitalisierung verbundene neue globale Situation sind die Kirchen grundsätzlich gut aufgestellt. Die Internationalität des Christentums ist in der digitalisierten Gesellschaft ein großes Gut. Doch wird dies durch die konfessionelle Zersplitterung weitgehend verdeckt. Es ist interessant, dass jedenfalls in der Rezeption der meisten Menschen die konfessionellen Unterschiede keine Rolle mehr spielen, sofern das Evangelium elektronisch kommuniziert wird. Dies gilt bereits für die ZDF-Fernsehgottesdienste[22] und noch viel mehr für Gebet-Chats[23]  usw.[24]  Kühl analytisch formuliert: Die konfessionellen Lehr-Distinktionen finden keinen Eingang in die digitalisierte Kommunikation. Aber ist dies nicht auch ein Hoffnungszeichen? Nachdem die Theologen in 500 Jahren es nicht vermochten, die Einsicht vom einen Leib Christi Gestalt gewinnen zu lassen, sind die Friktionen der Vergangenheit für die, die einen Fernsehgottesdienst feiern, kein Problem mehr.

5.2 Schließlich zur kulturkritischen Dimension der Kommunikation des Evangeliums:
Wie bei jeder menschlichen Kommunikation finden sich auch in der digitalisierten Welt große Probleme. Der Google-Chef Schmidt weist auf die Gefahren für "privacy" und "security" durch die digitalisierte Kommunikation hin. Hieran zu arbeiten und nach Lösungen zu suchen, ist eine wichtige zukünftige Aufgabe christlicher Ethik. Dabei wird es notwendig sein, generationenübergreifende Lernprozesse zu initiieren, insofern die Kluft zwischen Digital Natives und Digital Immigrants[25] wesentlich generationenspezifisch ist.

Weiter lenkt die dem Evangelium inhärente Aufmerksamkeit für Arme und Ausgegrenzte den Blick auf die Menschen, die nicht an der elektronischen Kommunikation partizipieren und so zunehmend gesellschaftlich exkludiert werden. Gegenwärtig sind 79% aller Deutschen (über 14 Jahren) online, bei den über Sechzigjährigen sinkt dieser Anteil auf 45%.[26]
      
Hinsichtlich konkreter Frömmigkeitspraxis ist die offensichtlich vor allem der mobilen Internet-Kommunikation inhärente Tendenz zur Beschleunigung und Dauerbeanspruchung kritisch zu reflektieren. Denn die Beziehung zu Gott benötigt Zeiten der Ruhe und Konzentration. Dabei bieten praktisch-philosophische Reflexionen einen guten Anknüpfungspunkt. So fordert William Powers – unter explizitem Rekurs auf das biblische Buch Exodus – einen "Internet Sabbath", den er sogar von Freitagabend bis Montagmorgen ausdehnen will.[27]
 
Schließlich ist die soziale und ökologische Problematik der Herstellung fast aller Geräte zur elektronischen Kommunikation öffentlich zu diskutieren. Initiativen wie "Fairphone" weisen, bei allen Problemen im Einzelnen, die Richtung.

Allerdings dürfen diese kulturkritischen Hinweise nicht gegen die Notwendigkeit der Kontextualisierung in der digitalisierten Gesellschaft ausgespielt werden. Vielmehr bietet die Digitalisierung selbst wieder Möglichkeiten, die durch sie hervorgerufenen Probleme zu bearbeiten, wie entsprechende Diskurse im Netz zeigen.  

Prof. Dr. Christian Grethlein
Seminar für Praktische Theologie und Religionspädagogik
Evangelisch-Theologische Fakultät - Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Universitätsstr. 13-17 48351 Münster  
grethle@uni-muenster.de


Fußnoten:

  1. S. zu den Implikationen und Problemen dieses Begriffs jetzt Bernd Schröder/Michael Domsgen (Hg.), Kommunikation des Evangeliums. Leitbegriff der Praktischen Theologie (APrTh 57), Leipzig 2014.
  2. Am Beispiel des Taufens skizziert in: Christian Grethlein, Taufpraxis in Geschichte, Gegenwart und Zukunft, Leipzig 2014, 11-84.
  3. S. zu den verschiedenen kommunikationstheoretischen Einsichten hierzu Christian Grethlein, Praktische Theologie, Berlin 2012, 144-157.
  4. Die folgende Systematik ist angeregt durch Jürgen Becker, Jesus von Nazaret, Berlin 1995, 176-233 ("Die Vermittlung der Nähe der Gottesherrschaft" und ausgeführt in Christian Grethlein, a.a.O. (Anm. 3) 253-323.
  5. S. Ferdinand Hahn, Theologie des Neuen Testaments Bd. 1, Die Vielfalt des Neuen Testaments. Theologiegeschichte des Urchristentums, Tübingen 2002, Tübingen 2002, 326f.
  6. S. zum Folgenden ausführlicher Christian Grethlein, Kirche – ein praktisch-theologischer Begriff. Überlegungen zu einer Neuformatierung der Kirchentheorie, in: PTh 101 (2012), 136-151.
  7. Allerdings gab es Bewegungen wie etwa der Pietismus mit seinen Hauskreisen, die eine Erweiterung des Gemeinde- bzw. Kirchenverständnisses anmahnten.
  8. Erklärung von Nairobi über Gottesdienst und Kultur: Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Zeit, abgedruckt in: Anita Stauffer, Christlicher Gottesdienst: Einheit in kultureller Vielfalt. Beiträge zur Gestaltung des Gottesdienstes heute (LWB Studien), Genf 1996/Hannover 1997, 29-35; praktisch-theologisch aufgenommen und weitergeführt in: Christian Grethlein, a.a.O. (Anm. 3), 187-192.
  9. Christian Grethlein, Kommunikation des Evangeliums in der Mediengesellschaft (ThLZ.F 10), Leipzig 43.
  10. S. Nate Silver, The Signal and the Noise. The Art and Science of Prescription, London 2012 (2013).
  11. Eric Schmidt/Jared Cohen, The New Digital Age. Reshaping the Future of People, Nations and Business, New York 2013, 255.
  12. S. Christian Grethlein, Probleme hinter den Bemühungen um Kirchenreform. Kirche im Übergang von einer staatsanalogen Institution zu einer zivilgesellschaftlichen Organisation, in: PrTh 48 (2013), 36-42.
  13. Viele sozialwissenschaftlichen Untersuchungen leiden unter einem theologisch defizitären Kirchenbegriff. 
  14. S. Hans-Martin Barth, Einander Priester sein. Allgemeines Priestertum in ökumenischer Perspektive (KiKonf 29), Göttingen 1990.
  15. Typisch für die gegenwärtige Engführung des Gemeinde- bzw. Kirchenverständnisses in der organisierten Kirchen sind die Ausführungen zu "Kirchliche Ebenen in den Veränderungsprozessen" im EKD-Impulspapier (35-39), in dem die Ebenen des "Hauses" und der weltweiten Ökumene nicht in den Blick kommen.
  16. S. grundlegend Michael Moynagh, Church for Every Context. An Introduction to Theology and Practice, Norwich 2012.
  17. S. Tony Jones, The New Christians. Dispatches from the Emergent Frontier, San Francisco 2008.
  18. Diesem lebensweltlich weitgehend überholten Paradigma folgt wohl noch das EKD-Impulspapier "Kirche der Freiheit", wenn es den (verbeamteten) Pfarrberuf als Schlüsselberuf deklariert (Hannover 2006, 71-75; s. weiterführend Bernd Schröder, Das Priestertum aller Getauften und die Assistenz der Kirche. Überlegungen zur Neuformatierung der Praktischen Theologie im Anschluss an Christian Grethleins Praktische Theologie, in: Ders.,/Domsgen [Hg.], a.a.O. [Anm. 1], 141-160).
  19. S. Armin Nassehi, Religiöse Kommunikation: religionssoziologische Konsequenzen einer qualitativen Untersuchung, in: Bertelsmann Stiftung (Hg.), Woran glaubt die Welt? Analysen und Kommentare zum Religionsmonitor 2008, Gütersloh 2009, 169-203, 188-190.
  20. S. in kirchentheoretischer Perspektive Eberhard Hauschildt/Uta Pohl-Patalong, Kirche, Gütersloh 2013, 110-115.
  21. Dem entspricht wissenschaftstheoretisch die Umstellung vom Kausalitäts- auf das Korrelationsparadigma, die sich gegenwärtig in den Natur- und Technikwissenschaften vollzieht (s. z.B. Viktor Mayer-Schönberger/Kenneth Cukier, Big Data. A Revolution That Will Transform How We Live, Work and Think, New York 2013, 50-72).
  22. S. Karsten Kopjar, Gott begegnen zwischen Couch und Kirche. Zielsetzung und Ertrag der ZDF-Fernsehgottesdienste für Gemeinde, Redaktion und Zuschauer, Saarbrücken 2007.
  23. S. Anna-Katharina Lienau, Gebete im Internet. Eine praktisch-theologische Untersuchung (Studien zur Christlichen Publizistik 17), Erlangen 2009.
  24. Vgl. liturgiewissenschaftlich grundlegend Stefan Böntert, Gottesdienst im Internet. Perspektiven eines Dialogs zwischen Internet und Liturgie, Stuttgart 2005.
  25. S. hierzu grundlegend Marc Prensky, Digital Natives, Digital Immigrants Part 1, in: On the Horizon 9/5 (2001), 2-6; Ders. Digital Natives, Digital Immigrants Part 2: Do They Really Think Differently? in: On the Horizon 9/6 (2001), 1-6.,
  26. Birgit van Eimeren/Beate Frees, 79 Prozent der Deutschen online – Zuwachs bei mobiler Internetnutzung und Bewegtbild, in: Media Perspektiven 7-8/2014, 378-396.
  27. William Powers, Hamlet’s BlackBerry. A Practical Philosophy for Building a Good Life in the Digital Age, New York 2010, 226f.