Beschlüsse
2. Tagung der 9. Synode der EKD (2.-7. November 1997, Wetzlar)
Frauen in Afghanistan
Die Synode bittet den Rat der EKD, die Initiativen des Europäischen Parlaments, Lösungen mit friedlichen Mitteln für die Konflikte in Afghanistan zu finden, zu unterstützen.
Die Synode bekundet ihre Solidarität mit den afghanischen Frauen. Sie bittet den Rat, in seinen Gesprächen mit der Bundesregierung, mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament daraufhin zu wirken, alle Bemühungen fortzusetzen, die Situation der Menschenrechte der Frauen in Afghanistan zum Thema politischer Initiativen, auch im Rahmen der Vereinten Nationen, zu machen.
Sie bittet die in der Europäischen Ökumenischen Kommission für Kirche und Gesellschaft (EECCS) zusammenwirkenden Kirchen und Kirchenräte, sich dieses Anliegen zu eigen zu machen und im regelmäßigen Dialog mit den europäischen Institutionen zu vertreten.
Die Synode bittet außerdem um Informationen, wie die humanitäre Hilfe der Europäischen Union verwendet wird und wem diese Mittel zugute kommen. Sie bekräftigt, daß sichergestellt sein muß, daß diese Mittel ohne Diskriminierung aufgrund des Geschlechts der notleidenden Bevölkerung zugute kommen müssen. Sie begrüßt den Vorschlag des Europäischen Parlaments, den verschiedenen Agenturen der Vereinten Nationen und den vor Ort arbeitenden Nichtregierungsorganisationen einen Verhaltenskodex für ihre Hilfsaktion vorzuschlagen, der sich auf die Allgemeine Erklärung der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten bezieht und jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts untersagt.
Wetzlar, 6. November 1997
Der Präses der Synode
Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch den Präses der Synode!

