Beschlüsse
2. Tagung der 9. Synode der EKD (2.-7. November 1997, Wetzlar)
Liturgische Ausbildung
Jeder christliche Gottesdienst hat eine spirituelle Dimension. Trotz des unverkennbar hohen Interesses vieler Studierender der Theologie, der Kirchenmusik, der Religions- und Gemeindepädagogik an Fragen der Spiritualität und des Gottesdienstes verfügen nur wenige über eine angemessene Erfahrung in Sachen Gottesdienst und Spiritualität.
Die nötige Vermittlung liturgischen Wissens sollte deshalb mit praktischen Übungen verbunden werden, in denen die Wahrnehmungsfähigkeit für liturgische Prozesse gestärkt und die Kompetenz für angemessene liturgische Gestaltung entwickelt wird. Es ist wünschenswert, daß Studierende und deren Lehrkräfte dabei zusammenwirken.
Die Verantwortlichen der Ausbildungsstätten sollten auch aus dem Bereich anderer Kirchen nach Modellen suchen, wie spirituelle Bildung und praktisches liturgisches Gestalten in Ausbildungsgänge integriert werden können.
Die Arbeitsstellen für Gottesdienst und Kirchenmusik, die in der EKD und in verschiedenen Landeskirchen eingerichtet worden sind, geben Gemeinden Anregungen zu einer angemessenen und kreativen Gestaltung der Gottesdienste. Deshalb bittet die Synode der EKD die Gliedkirchen, die bestehenden Arbeitsstellen weiter zu fördern, bzw. Wege zur verstärkten Zusammenarbeit mit den bestehenden Arbeitsstellen zu suchen.
Wetzlar, 6. November 1997
Der Präses der Synode
Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch den Präses der Synode!

