Beschlüsse

2. Tagung der 9. Synode der EKD (2.-7. November 1997, Wetzlar)

Offene soziale Arbeit

Die Synode der EKD nimmt mit Sorge zur Kenntnis, daß die zunehmend angespannte finanzielle Lage sowohl der Träger der Freien Wohlfahrtspflege wie auch der Sozialleistungsträger vornehmlich Arbeitsfelder der offenen sozialen Arbeit gefährdet, in denen Kirche und Diakonie traditionell besonders stark engagiert sind (z.B. Schuldnerberatung, Suchtberatung, Eheberatung).

Die Synode bittet die Gliedkirchen und ihre Werke, dieser Entwicklung entgegenzutreten. Dieses erfordert im kirchlichen wie im staatlichen Bereich ein Festhalten an der gegebenen Rechtslage mit dem Grundsatz des Vorrangs der offenen Hilfe, an der entsprechenden finanziellen Ausstattung durch die Sozialleistungsträger, aber auch den Erhalt der bisher für diese Arbeitsfelder zur Verfügung gestellten Eigenmittel.

Wetzlar, 6. November 1997
Der Präses der Synode


Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch den Präses der Synode!



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