Beschlüsse
3. Tagung der 9. Synode der EKD (1.-6. November 1998, Münster)
Weiterarbeit an der Dekade "Kirchen in Solidarität mit den Frauen"
Die Synode nimmt den Bericht zum Abschluß der Ökumenischen Dekade "Kirchen in Solidarität mit den Frauen" dankbar zu Kenntnis. Sie stellt fest, daß die Ziele der Ökumenischen Dekade nicht im vollen Umfang erreicht worden sind und deshalb weiter verfolgt werden müssen.
Die Synode ruft zur Fortsetzung des Weges auf, auf allen kirchlichen Ebenen zur vollen tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern zu gelangen. Sie bittet die Gliedkirchen um konkrete Schritte der Weiterarbeit und empfiehlt eine "zweite Dekade". Die Gliedkirchen werden gebeten, die im Rahmen der bisherigen Dekade geleistete Arbeit fortzusetzen und die entsprechenden Ausschüsse wieder einzusetzen.
Die Synode bittet den Rat und die Gliedkirchen, zur nächsten Tagung einen statistisch aufbereiteten Bericht über die Besetzung herausgehobener Ämter in den Kirchen, Diensten und Werken mit Frauen und Männern vorzulegen. In zweijährigem Abstand sollte über Fortschritt und Planung der Umsetzung der im Bericht der Rates "Kirchen in Solidarität mit den Frauen" (1988 - 1998) genannten Herausforderungen (Abschnitt IV/2) berichtet werden.
Der Rat der EKD wird gebeten, die zu erwartenden Arbeitsergebnisse der 8. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, die Implikationen der ökumenischen Neuverpflichtung und der nationalen sowie internationalen Dekade-Auswertung für die Weiterarbeit der EKD (an den Dekadeanliegen) nutzbar zu machen und bei der nächsten Synodaltagung darüber zu berichten.
Münster, den 5. November 1998
Präses der Synode
Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch den Präses der Synode!

