Bericht über die Lage der jungen Generation

4. Tagung der 9. Synode der EKD (7. - 12. November 1999, Leipzig)

Vorwort

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (aej) legt hiermit zum vierten Mal der Synode der EKD einen Bericht über die Lage der jungen Generation und der evangelischen Jugendarbeit vor.

Dass dies in jeder Synodalperiode geschehen soll, geht auf einen Beschluss der Synode von 1980 in Osnabrück zurück. Die bisherigen Berichte wurden 1984, 1990 und 1994 vorgelegt.

Wir sind dankbar, dass die Synode der EKD damit deutlich macht, dass ihr das Thema Jugend und Jugendarbeit ein Anliegen ist, dem sie in gewissen Zeitabständen besondere Aufmerksamkeit schenken will.

Die bisherigen "Jugendberichte" stießen immer auch über den Adressatenkreis der Synode hinaus auf großes Interesse und wurden von einen weiten Leserinnen- und Leserkreis innerhalb und außerhalb der evangelischen Jugendarbeit als eine Art Standortbestimmung evangelischer Jugendarbeit wahrgenommen, die auch als Anregung zur Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit genutzt wurde.

Auch dieser Bericht ist deshalb so angelegt, dass er sowohl der Synode der EKD einen möglichst umfassenden Einblick in die derzeitige Lage gibt als auch für den genannten erweiterten Interessentenkreis geeignet ist.

Das diesjährige Thema der EKD-Synode "Rede von Gott in der Welt" war Anlass für manche Schwerpunktsetzungen unseres Berichtes: Vor welcher Ausgangssituation sehen wir uns in der evangelischen Jugendarbeit und in welcher Weise wird versucht, jungen Menschen das Evangelium in ihrer Lebenswirklichkeit zu bezeugen? Analyse, konzeptionelle Überlegungen, Praxisberichte, aber auch Herausforderungen, die uns beschäftigen, wollen wir mitteilen und zur Diskussion stellen.

Unsere Vorgabe war es, einen Bericht sowohl über die Lage der Jugend als auch über die evangelische Jugendarbeit vorzulegen. Darum haben wir Mühe darauf verwandt, uns wesentlich erscheinende Aspekte über Lebenslagen und Lebensführungen junger Menschen darzustellen und auf dieser Basis die vielfältige Arbeit evangelischer Jugendarbeit zu beschreiben. Wir wollen damit aber auch verdeutlichen, dass sich Jugendarbeit in einer Spannung zwischen Auftrag und Bedürfnissen Jugendlicher vollzieht und vollziehen muss. Die Orientierung am einen kann nicht ohne Berücksichtigung des anderen Aspektes gelingen.

Um es zu ermöglichen, dass einzelne Kapitel auch in Auswahl intensiver gelesen werden können, haben wir an etlichen Stellen in Kauf genommen, dass gedankliche Wiederholungen enthalten sind, die sich - je nach Zusammenhang unterschiedlich ausführlich - auch in anderen Kapiteln finden.

Hannover, im Oktober 1999

Klaus Schmucker
Generalsekretär der aej



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