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Peter Bukowski vor der EKD-Synode 2007

Berufsperspektiven

Nach aktuellen Prognosen bestehen für Theologiestudierende gute Berufsperspektiven, weil in den nächsten Jahren in den Landeskirchen der Bedarf an gut ausgebildeten Pfarrerinnen und Pfarrern durch eine große Zahl an Pensionierungen steigen wird.

Die Gliedkirchen der EKD versuchen durch ihre mittelfristige Personal­planung dafür zu sorgen, dass sie künftig über längere Zeiträume jährlich eine ungefähr gleich bleibende Zahl von jungen Theologinnen und Theologen einstellen und so eine berechenbare Perspektive für die Aufnahme in den Pfarrdienst bieten können.

Alle Gliedkirchen der EKD führen eine Liste der Theologiestudierenden ihrer Kirche. Wer sich um Aufnahme auf die Liste bemüht, signalisiert Interesse, später im Pfarrdienst der jeweiligen Kirche tätig zu werden. Er wird zu Studierendentagungen der Landeskirche eingeladen und erhält von ihr Beratung und Begleitung.

In der Vergangenheit war in den meisten Landeskirchen die Aufnahme in die Liste der Theologiestudierenden eingeschränkt auf den Kreis derjenigen, die aus der jeweiligen Landeskirche stammten und ihr Abitur in deren Bereich abgelegt hatten. Zukünftig sollen die Listen geöffnet werden, so dass die Aufnahme in die Liste der Theologiestudierenden künftig vom Ort des Abiturs unabhängig und frei wählbar sein wird. Der Zeitpunkt für die Öffnung der Liste für Studierende aus anderen Kirchen wird durch die einzelne Landeskirche bestimmt. Landeskirchen, die noch keine Öffnung praktizieren, nehmen nur solche Theologiestudierenden auf ihre Listen, die in ihrem Gebiet konfirmiert wur­den, ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben oder überwie­gend wohnhaft waren.

Auch nach Öffnung ihrer Listen legen die Landeskirchen weiterhin größten Wert darauf, dass Theologiestudierende schon während des Studiums durch Eintragung in eine landeskirchliche Liste zu erkennen geben, in welcher Landeskirche sie voraussichtlich künftig tätig werden möchten. Das ermöglicht es, gegenseitige Erwartungen und Vorstellungen früh kennen zu lernen und als Studierender mit der gewählten Landeskirche bekannt zu werden.

Aufnahme in das Vikariat (Vorbereitungsdienst)

Absolventen des ersten Theologischen Examens sollen zukünftig verstärkt die Möglichkeit haben, sich für den Vorbereitungsdienst EKD-weit zu bewerben. Den Zeitpunkt für die Öffnung des Vikariats für Studierende aus anderen Landeskirchen bestimmt jede Kirche selbst, ebenso das jeweilige Aufnahmeverfahren für das Vikariat sowie die Anzahl der aufzunehmenden Bewerberinnen und Bewerber.

Aufnahme in den Probedienst (Entsendungsdienst, unständiger Dienst)

Jede Landeskirche bestimmt für ihren Bereich, wie viele Bewerberinnen und Bewerber sie in den Probedienst aufnimmt und welches Aufnahmeverfahren diese zu durchlaufen haben. Zum Teil wird Wert darauf gelegt, dass Pfarrerinnen und Pfarrer die Landeskirche bereits im Vikariat kennen gelernt haben. Jede Landeskirche entscheidet für ihren Bereich über die Öffnung für Examensabsolventen aus anderen Landeskirchen.

Alle bei den einzelnen Landeskirchen angegebenen Zahlen beruhen auf Modellrechnungen, deren Grundlagen regelmäßig überprüft und angepasst werden. Sie beinhalten keinerlei rechtliche Festlegungen und können jederzeit verändert werden.


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Publikationsdatum dieser Seite: 19.01.2012 13:59