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Ein Wolkenlied für Omama
Jan-Uwe Rogge (Text)
Moni Port (Bild)
"Eine Reise nach Seeland, ach, wie ist die schön". Das findet Jan auch.
Gerne segelt er mit seinen Eltern nach Dänemark und trotzdem: Was
ist, wenn er wiederkommt und seine Omama ist nicht mehr da? Sie ist
doch schon so alt. So denkt er auch im Urlaub manchmal an sie und singt
das von ihr gelernte Lied: Eine Reise....
Als er nach Hause kommt und sie tatsächlich gestorben ist, weint Jan sich
aus. Aber dann erinnert er sich an die Verabredung, die er mit seiner
Ur-Oma getroffen hatte: Sie würde ihm von einer Wolke herab noch einmal
Tschüß sagen. An diesem Versprechen hält Jan sich fest und singt
unaufhörlich ihr gemeinsames Lied - entgegen aller Versuche der
Erwachsenen, ihn davon abzubringen - bis am strahlend blauen Himmel
endlich eine Wolke erscheint. Die Illustrationen von Moni Port sind künstlerisch
gestaltet, mit schwarzen Umrißstrichen konzentrieren sie sich auf das
Wesentliche und zeichnen charakteristische Gesichter und zur Stimmung
passende Haltungen. Die eigenwilligen Erd- und Himmelfarben passen
zum Geschehen.
Thematischer Schwerpunkt:
Aus der Perspektive des Enkels Jan wird die intensive Beziehung zwischen
Enkel und Ur-Großmutter geschildert, in der die Angst vor dem Tod der
alten Frau geäußert werden kann und diese dem Enkel ein Abschiedsritual
anbietet, daß Jan tatsächlich hilft, einen endgültigen Abschied zu gestalten.
So ideal gelingt das Leben, Sterben und Abschiednehmen nicht immer,
aber das Buch macht Lust auf gute Beziehungen und Abschiedsrituale,
die tragen.
Ulrike Pagel-Hollenbach
Orig.-Ausg. - Reinbek: Rowohlt
1998. - 61 S.; 19 cm
(rororo; 20955: Rotfüchschen)
ISBN 3-499-20955-1
kt.: 12,90
Zielgruppe:
Kinder ab 4 Jahren.
Weitere Anregungen:
Kinder können
Papierschiffe falten und auf der einen Seite zu ihrem Reiseziel
malen oder schreiben, auf der anderen Seite zu dem, was sie
zurücklassen müßten. Das auf dem rückwärtigen Cover abgedruckte
Wolkenlied "Eine Reise nach Seeland..." kann eingeübt und gesungen
werden. (Leider ist nur der Refrain vertont). Kinder können sich
erinnern, welche Lieder sie von ihren Großeltern gelernt haben.
Herausgeber:
Deutscher Verband Evangelischer Büchereien e.V. (DVEB)
Bürgerstraße 2a
37073 Göttingen
Telefon: 0551/ 500 759-0
Telefax: 0551/704415
e-mail: dveb@dveb.info
Redaktion:
DER EVANGELISCHE BUCHBERATER
Gabriele Kassenbrock
Design: Sabine Steiner, Arbeitsstelle Internet
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