„Judentum, Christentum, Islam – aufeinander hören, miteinander leben“: Festrede anlässlich der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.,

Wiesbaden, Katrin Göring-Eckardt, Präses der EKD-Synode

13. März 2011

Es gilt das gesprochene Wort!

Anrede,

haben Sie vielen Dank für die freundliche Begrüßung! Es ist mir eine Freude und auch eine Ehre, dass ich die diesjährige „Woche der Brüderlichkeit“ hier im schönen Musiksaal des Hessischen Landtags eröffnen darf!

Dass die ersten Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bereits wenige Jahre nach dem Holocaust gegründet wurden, war ein wichtiges Zeichen, und dass es die Bereitschaft von jüdischer Seite gab, ist nicht hoch genug zu schätzen. Noch schöner ist es, heute hier in einer Stadt zu Ihnen zu sprechen, deren Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit 1948 als eine der ersten vier von heute bundesweit 83 Gesellschaften gegründet wurde. Damit haben sie hier in Hessen früh ein deutliches Zeichen gesetzt. Allerdings darf dieser Umstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass die christlichen Kirchen – und damit auch meine evangelische Kirche – im Dritten Reich schrecklich versagt haben. Natürlich gab es einzelne Stimmen wie beispielsweise der bekannte Ausspruch Dietrich Bonhoeffers: „Nur wer für Juden schreit, darf gregorianisch singen“. Oder das sogenannte „Büro Grüber“ in Berlin um Pfarrer Heinrich Grüber, der sich für die Ausreise und Rettung von evangelisch getauften Frauen und Männern jüdischer Herkunft eingesetzt hat. Auch gab es ungezählte Einzelpersonen, die aufgrund ihrer christlichen Verantwortung Jüdinnen und Juden versteckt und damit vor der Verschleppung und Ermordung gerettet haben. Insgesamt allerdings sind die Kirchen ihrem Anspruch, für die Entrechteten einzustehen, nicht wirklich gerecht geworden. Und auch nach dem Krieg wurde – trotz der Stuttgarter Schulderklärung oder auch eines Darmstädter Worts aus der hiesigen Landeskirche –lange um die Aufarbeitung der eigenen Geschichte des Versagens gerungen.

1949 fand der erste Deutsche Evangelische Kirchentag der Nachkriegszeit statt. Seine Gründung unter von Thadden war als deutliches Zeichen zu verstehen, dem Versagen der Amtskirche im Nationalsozialismus ein deutliches Zeichen entgegenzusetzen, mit einer Bewegung, die sich auch und gerade diesen Fragen stellt und mit Zeitansagen in die Gesellschaft hinein wirkt. Der 10. und letzte gesamtdeutsche Kirchentag vor der Wiedervereinigung 1961 in Berlin beschäftigte sich dezidiert mit dem Thema des christlich-jüdischen Dialogs: In der großen Versammlungshalle prangte neben dem Kirchentagskreuz ein großer Davidstern an der Wand.

Und auch die bereits drei Jahre zuvor gegründete Aktion Sühnezeichen Friedensdienste reagierte auf das Nicht-Wissen-Wollen und den Unwillen breiter Teile der deutschen Bevölkerung in den Nachkriegsjahren, sich der Verantwortung für die NS-Verbrechen zu stellen. ASF wirkte da wie ein Stachel. Ihre Gründer wollten die Ausflüchte großer Teile der deutschen Gesellschaft nicht mittragen. Und so stellten sie sich offen der eigenen Schuld und Verantwortung. Im Gründungsaufruf von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, der von Präses Lothar Kreyssig am 30. April 1958 auf der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands in Berlin-Spandau verlesen wurde, heißt es, ich zitiere: „Wir Deutsche haben den Zweiten Weltkrieg begonnen und damit mehr als andere unmessbares Leiden der Menschheit verschuldet. Deutsche haben in frevlerischem Aufstand gegen Gott Millionen Juden umgebracht. Wer von uns Überlebenden das nicht gewollt hat, hat nicht genug getan, es zu verhindern.“

In den Kirchen wurde jahrzehntelang kontrovers um die eigene Verantwortung gestritten. Nach antisemitischen Ausfällen im Zusammenhang mit dem Prozess um Veit Harlan im Jahr 1950 missbilligte Präses Gustav Heinemann diese Vorfälle scharf und es wurde ein sogenanntes „Wort zur Judenfrage“ von der EKD-Synode verabschiedet, in dem sich die evangelische Kirche zu ihrer Verantwortung bekannte und dazu aufrief, auch innerkirchlich gegen antisemitische Strömungen vorzugehen. In dieser Tradition sind wir bis heute verpflichtet. Erinnern bedeutet immer zuerst, eigene Schuld einzugestehen – erst dann ist Versöhnung möglich. In besonderer und eindrucksvoller Weise tun das die Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in der Bundesrepublik bereits seit über sechs Jahrzehnten. Dafür möchte ich Ihnen meinen Dank und auch meinen Respekt zum Ausdruck bringen!

Anrede,

seit Gründung der ersten Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit sind über 60 Jahre vergangen, sechs Jahrzehnte, in denen sich unsere Gesellschaft in Ost und West grundlegend gewandelt hat. Heute leben wir in einer multikulturellen Gesellschaft mit vielen verschiedenen Prägungen und auch religiösen Traditionen: Das macht uns reich und das macht uns Probleme. Das hilft uns für unsere Entwicklung als Gesellschaft ungemein und es birgt Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Vor allem aber ist es gut, dass es so ist. Unsere seit über 20 Jahren nun gesamtdeutsche Gesellschaftsordnung hat, trotz vieler Verwerfungen im Grundsatz, zu einem freien und toleranten Miteinander geführt: Jeder Mensch darf und soll im Rahmen des Grundgesetzes so leben, wie er und sie es für richtig hält und – um Friedrich II zu bemühen – nach seiner eigenen Fasson selig werden. In einer Zeit, die nach Maßstäben und Orientierung sucht, sind es im Übrigen gerade die Religionen, die im gesellschaftlichen Diskurs wichtiges beitragen können. Die Zeiten, in denen Religion einfach Privatsache war, dürften vorbei sein. Auch deswegen, weil Religion immer wieder missbraucht wird, um Vorurteile zu schüren, um politische Auseinandersetzungen zu bemänteln, sie gar zum Grund von kriegerischen Auseinandersetzungen zu erklären, in denen es um wahrhaft andere Fragen geht, bis hin zu terroristischer Bedrohung, die in der Tarnkappe des Religiösen daher kommt. Hier in Hessen muss man wohl an dieser Stelle der Ehrlichkeit halber auch an die seinerzeit ins Feld geführten vermeintlichen jüdischen Vermächtnisse erinnern, die kritische Nachfragen verhindern und illegale Parteispenden bemänteln sollten. Religionen müssen also immer wieder für vieles herhalten und sind doch zugleich Haltepunkt und Anker, Ort von Begegnung und Gemeinschaft, Heimat in einer ortlosen Gesellschaft und nicht zuletzt in ihrer Verschiedenheit Ort von Versicherung und Zweifel, von Suche und Ankommen. Sie sind darin, auch in ihrer Mehrheit oder gerade dann, im demokratischen Gemeinwesen eben zu Recht mehr als ein Verein, sie sind ein Ort gelebter Individualität, erlebter Vielfalt und belebten Zusammenhalts.

Anrede,

„Judentum, Christentum, Islam – aufeinander hören, miteinander leben“ – ich möchte Sie mitnehmen auf eine Art „Reise“ zu verschiedenen Stationen. Stationen, die mir im Gespräch zwischen den drei monotheistischen Religionen, die unsere deutsche Gesellschaft heute prägen oder doch zumindest mitprägen, wichtig und bedenkenswert erscheinen. Folgende Stationen will ich gerne mit Ihnen ansteuern:

  1. Die erste Station ist die des eigenen Standpunkts
  2. Eine zweite Station macht Halt bei den Klischees und Stereotypen, die es leider immer noch gibt
  3. Eine dritte Station streift die sogenannte personenzentrierte Gesprächsführung als Vorbild für den interreligiösen Dialog
  4. In einer vierten Station steuere ich die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste an, die neben dem jüdisch-christlichen Dialog ein herausragendes Beispiel für den interreligiösen Dialog ist#
  5. In einer fünften Station komme ich auf das Thema Integration zu sprechen und darauf, was für den interreligiösen Dialog und das Zusammenleben wichtig ist
  6. Und in einer abschließenden (sechsten) Station schaue ich schließlich nach Minden, wo zur Stunde die zentrale Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit stattfindet. Dort wird Navid Kermani als erstem Muslim die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen.

Bevor ich die erste Station des eigenen Standpunkts ansteuere, mache ich an einer Vorstation Halt, einer Tankstelle für die bevorstehende Reise meines Vortrags, wenn man so will. Die habe ich gefunden, als ich das eindrucksvolle Themenheft 2011 der Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit durchgeblättert habe. Und, sieh an, diese „Tankstelle“ findet sich nicht etwa in der jüdischen Bibel oder im Neuen Testament der Christenheit, sondern im Koran. Dort heißt es in Sure 5, 48: „Und wenn Gott gewollt hätte, hätte er euch zu einer Gemeinde gemacht, einer einzigen. Aber er wollte euch in dem prüfen, was er euch gegeben hat. So wetteifert um die guten Dinge.“ Gut interreligiös kann in Anlehnung ans Neue Testament ein Ausspruch des Juden Jesu ergänzt werden: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen“ (Joh. 14, 2). Offensichtlich hat es Gott also nicht gefallen, als seine Ebenbilder nur Jüdinnen und Juden oder Christinnen und Christen oder Musliminnen und Muslime zu erschaffen. Gottes Ebenbildlichkeit ist schön in vielen Gesichtern! Um die guten Dinge zu wetteifern, darunter verstehe ich: Als Religionen miteinander ins Gespräch zu kommen, aufeinander zu schauen, zu verstehen, mit freundlichen, ja liebevollen Blicken. Dazu bedarf es aber eines eigenen Standpunkts, den Ort, von dem aus ich blicke, das Herz, das sich öffnet, der Geist, der sich versichert.

Die erste Station des eigenen Standpunkts

Ohne eigenen Standpunkt funktioniert es nicht! Wenn wir mit Menschen zu tun haben – sei es in der Politik, sei es auch privat oder wo auch immer – wollen wir wissen, wo unser Gegenüber steht, was er oder sie vertritt, was ihr oder ihm wichtig ist im Leben, worauf er sich verlässt, was ihr Hoffnung gibt. Für das Funktionieren von Beziehungen und auch für den Staat ist es wichtig, die Standpunkte der anderen zu kennen, zu verstehen und nachvollziehen zu können. Das kann auch bedeuten, sich aneinander zu reiben, zu widersprechen und zu streiten – am besten konstruktiv.

Wenn es um Religion geht, ist heute oft eine Scheu zu beobachten, den eigenen Standpunkt deutlich und klar zu benennen. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass einige behaupten, Religion sei reine Privatsache. Ich halte es demgegenüber für wichtig, dass wir uns als Jüdinnen und Juden, als Christinnen und Christen und als Musliminnen und Muslimen davon erzählen, was wir glauben, was uns trägt und hält im Leben, was uns Mut schenkt und uns tröstet oder – um es mit dem Neuen Testament und der diesjährigen Losung des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden, dessen Präsidentin ich sein kann, auszudrücken – woran wir unsere Herzen hängen. Es ist wichtig, erkennbar zu sein und sich zu erkennen zu geben. Die Sprachlosigkeit religiösen Inhalten gegenüber betrachte ich jedenfalls mit Sorge, diese Scheu, das Eigene zu formulieren, von sich selbst zu erzählen als Christ, als Jüdin, als Muslim. Ich wünsche mir selbst-bewusste Frauen und Männer, die von ihrem jeweiligen Glauben anderen erzählen und die wissen, wo sie stehen! Weil es mehr bedeutet, als seinen Namen zu sagen, den Job zu kennen oder die Familienverhältnisse. Wenn ich über das rede, woran ich glaube, ist das ein „sich-zu-erkennen-geben“. Warum feiern Juden Pessach? Warum Christen Weihnachten (hoffen wir einmal, dass niemand eine Umfrage macht, warum wir eigentlich Pfingsten feiern....)? Warum treffen sich Muslime zum Zuckerfest? Oder wir suchen nach dem Verbindenden. Nehmen wir die Bedeutung der Urmütter und Urväter des Glaubens, auf die sich ja alle drei Religionen gemeinsam beziehen: Sara, Abraham, Ismael,– oder auch die Jüdin Maria, Jesu Mutter, die auch im Koran hoch geachtet wird. Oft genug hilft ja der Blick zum Gegenüber auch, das Eigene besser zu sehen, genauer zu betrachten, mehr davon zu wissen.

Die zweite Station der Klischees und Stereotypen

Anrede,

„der Jude“, „der Muslim“, „der Christ“ – immer noch spuken Klischeevorstellungen und Stereotypen durch viele Köpfe und das nicht nur an den Stammtischen oder in populistischen Tiraden à la Thilo Sarrazin. Und kaum einer ist frei davon! Galt jeder muslimische Staat nicht bis vor wenigen Wochen per se als „demokratieuntauglich“? Die Revolutionen in verschiedenen arabischen Ländern, die in diesen Wochen die Weltlage bestimmen, strafen solche stereotypen Aussagen Lügen – auch wenn wir heute noch nicht absehen können, wohin sich die Staaten entwickeln werden. Dass dem Islam eine fundamentalistische Tendenz gewissermaßen naturgemäß innewohnt, ist in jedem Fall eine böswillige Klischeevorstellung.

Bis in die Mitte unserer Gesellschaft erleben wir Antisemitismus, Rassismus, Islamophobie und Diskriminierung von Minderheiten. Erst, wenn wir uns tatsächlich gegen platte Herabwürdigungen ganzer Religionen oder Menschengruppen und die dummen Verallgemeinerungen der Stammtische wenden, können wir dann auch mit Selbstverständlichkeit die dringend nötige Kritik an einigen Strömungen innerhalb der Religionen äußern. Fundamentalistischen Gruppierungen, die ihre Religion missbrauchen, muss mit aller Klarheit widersprochen werden!

In unserer Gesellschaft muss es möglich sein, dass sich eine Christin, eine Muslimin oder ein Jude offen und angstfrei zu erkennen geben kann: Mit oder ohne Kopftuch, mit oder ohne Kreuz als Kettenanhänger, mit oder ohne Kippa. Dass ich neulich in der Zeitung lesen musste, dass ein Brandenburger Jude es für zu gefährlich hält und sich nicht traut, mit Kippa auf die Straße zu gehen, macht mich jedenfalls wütend! Zumal wir als Deutsche mehr als dankbar sein dürfen, dass es im Land der Shoa wieder jüdisches Leben gibt.

Gegen Klischeevorstellungen und Stereotypen setzt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ihre drei Leitworte: „Sachar“, sich erinnern – erinnern an unsere jeweiligen Traditionen und unseren Glauben, an die Fülle und den Reichtum dessen, was uns durchs Leben trägt. Erinnern aber auch an das, was im Nationalsozialismus an unfassbaren Menschheitsverbrechen geschehen ist.

Das zweite Leitwort: „dibbaer“, reden – sich mitzuteilen, von sich zu sprechen, dem Gegenüber auf Augenhöhe zu begegnen. Vom Glauben zu erzählen und ihn mit anderen Menschen zu teilen.

Und schließlich „lamad“, lernen – zu lernen, was meine und die andere Religion ausmacht, was uns verbindet und was uns trennt. Aus der Geschichte lernen, damit die Verfolgung und Ermordung von Menschen aufgrund von Klischeevorstellungen und Zerrbildern niemals mehr geschehen kann. Dafür müssen wir alle – Juden, Christen und Muslime – gemeinsam einstehen.

Die dritte Station ist das personenzentrierte Gespräch, also der echte Blick auf den Einzelnen, auf mein Gegenüber.

Die sogenannte personenzentrierte Gesprächsführung nach dem US-amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers kann vielleicht als Folie dienen, mit der wir auch in den verschiedenen Religionen ins Gespräch kommen können. Was ist dafür wichtig?

Drei Aspekte zählt Rogers für ein gutes und tragfähiges Gespräch auf. Den ersten Aspekt bezeichnet er als „Echt-Sein, Ohne-Fassade-sein“. Den zweiten Aspekt benennt er mit „Achten, Wärme, Sorgen“ und führt schließlich als dritten Aspekt, das „einfühlsame, nicht wertende Verstehen“ auf.

Der erste Aspekt, also „Echt-Sein, Ohne-Fassade-Sein“ drückt das aus, was heute häufig als „Authentizität“ bezeichnet wird. Ins Gesicht eines Menschen zu schauen und nicht in eine Maske. Nur so kann auch ein wirkliches und vertrauensvolles Gespräch entstehen. Übertragen auf das interreligiöse Gespräch zwischen den verschiedenen Religionen bedeutet das: die Inhalte meiner und einer anderen Religion sollen sichtbar machen, ohne dass man sich etwas vormachen muss, auch nicht, weil man besonders nett sein will. Warum ist einem Muslim das Fasten im Ramadan wichtig? Welche Bedeutung hat das Kreuz für einen Christen und weshalb ist die Heiligung des Feiertags am Schabbat für einen Juden eine elementare Grundlage seines Glaubens?

Beim zweiten Aspekt von „Achten, Wärme, Sorgen“ geht es darum, dass die Gesprächspartner Wertschätzung und Zugewandtheit erfahren. Nichts ist hinderlicher für ein Gespräch als eine kalte und abweisende Atmosphäre. Die Achtung davor, was mein Gegenüber mit seinem Glauben ausmacht, was ihm oder ihr wichtig ist – auch wenn es mir vielleicht erst einmal fremd ist oder ich es schwierig, gar befremdlich finde. Diese Achtung erwarten wir auch von anderen uns gegenüber und empfinden sie als eine Selbstverständlichkeit. In einer solchen Atmosphäre können dann auch die kontroversen Fragen und Aspekte angesprochen werden: Ist das Kopftuch ein Zeichen der eigenen Religiosität, oder steht es, wenn es zum Zwang wird, für die Unterdrückung von Frauen? Haben Christen und Juden nicht allzu viele Gewaltvorstellungen in ihren Schriften, was hält man heute von Aug um Auge. Zahn um Zahn, wie es im Buch Exodus steht? Oder auch von der Verdrehung ins ganze Gegenteil: und wenn dir jemand auf die rechte Backe schlägt, so sagt Jesus, biete ihm auch die andere dar. Ist nicht das eine gewalttätig und das andere weltfremd, ja in der geforderten Selbstaufgabe auch menschenfeindlich?

Folgt noch der dritte Aspekt der personenzentrierten Gesprächsführung – das Zuhören und Verstehen. Wenn zwei Menschen sich unterhalten, dann wollen sie verstehen und nachvollziehen können, was der andere denkt und ausdrücken will. Jedenfalls hofft man, dass sie das wollen. Das funktioniert aber nur, wenn man versucht, sich in das Gegenüber einzufühlen und dem nachzuspüren, was ihr oder ihm wirklich wichtig ist, ohne gleich in eigene Deutungen und Wertungen zu verfallen. Das bedeutet auch, die Schubladen im Kopf geschlossen zu lassen, vielmehr unvoreingenommen und frei in ein Gespräch zu gehen. Warum lehnen es fromme Juden ab, am Schabbat Licht anzumachen oder mit dem Auto zu fahren? Als ich in der vergangenen Woche in Jerusalem war, bin ich auch mit einem Schabbat-Fahrstuhl gefahren, bei dem man keine Taste drücken musste und der automatisch auf jedem Stockwerk hielt. Oder: Warum fasten Muslime im Rammadan einen ganzen Monat lang und essen und trinken nichts, solange es hell ist? Und warum ist das Kreuz für Christen das zentrale Symbol ihres Glaubens, das doch als ein unendlich trauriges Zeichen des Todes angesehen wird.

Es macht nur reicher, das zu wissen. Wir verstehen den Anderen, aber auch Geschichte, Kunst, ja sogar oft politische Verhältnisse viel besser.

Das Ablegen von Vorurteilen bedeutet natürlich nicht den Verzicht auf eigene Urteile. Im Gegenteil: Gerade wer sich in den anderen unvoreingenommen hinein denkt, kann im Anschluss umso fundierter, offen Kritik üben. Wenn heute etwa über „Islamkritik“ gesprochen wird, dann ist eine populistische, ressentimentgeladene Angriffshaltung gemeint. Eine echte Kritik ist umso notwendiger. Eine solche Kritik müsste nach meiner Meinung zum Beispiel auch die problematischen Seiten vor allem seiner Interpretationen offen ansprechen, die Frage nach der Aufklärung stellen, wie es viele muslimische Theologen tun und freilich auch Unterschiede, Strömungen erkennen wollen. Den Islam gibt es so wenig wie das Judentum oder das Christentum.

Die folgenden Beispiele zeigen, wie der interreligiöse Dialog in der Praxis umgesetzt aussehen kann.

Anrede,

Die vierte Station der Projekte des Interreligiösen Dialogs

In aller Kürze will ich ein Projekt des interreligiösen Dialogs streifen, das den Titel: „Weißt du, wer ich bin?“ trägt. Es hat das Ziel, das friedliche Zusammenleben der drei großen Religionen in Deutschland zu stärken. Durch zahlreiche lokale Initiativen werden Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen befähigt, in ihren Religionen und Traditionen Verbindendes zu entdecken, Unterschiede zu respektieren, füreinander einzustehen und gemeinsam zu handeln. Getragen wird „Weißt du, wer ich bin?“ von den Leitungsgremien der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Zielgruppe des Projektes sind jüdische, christliche und muslimische Gemeinden sowie Vereine, pädagogische Einrichtungen und interessierte Menschen, die in einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch treten wollen und überzeugt sind, so zum friedlichen Zusammenleben in Deutschland beizutragen.

Oder zur Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Zum interreligiösen Dialog in Deutschland gehört immer auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und den Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste tut dies bereits seit ihrer Gründung 1958 durch engagierte Christinnen und Christen aus den Reihen der evangelischen Kirche. In der vergangenen Woche wurde in Jerusalem ihr 50jähriges Engagement in Israel gefeiert: Seit 1961 gehen junge Menschen aus Deutschland nach Israel und leisten dort Versöhnungsarbeit, indem sie das Gespräch mit Opfern des Nationalsozialismus suchen und konkret durch ihre Arbeit helfen und versuchen, Versöhnung zu stiften. Die Aktion Sühnezeichen setzt dabei ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen den Antisemitismus: den „traditionellen“ primären Antisemitismus, der „den Juden“ alles Mögliche zuschreibt und in Weltverschwörungstheorien gipfelt. Sie wendet sich durch ihr Engagement in Israel aber auch gegen einen sekundären Antisemitismus, der sich insbesondere gegen den Staat Israel richtet, und der weltweit Konjunktur hat – nicht nur in der islamischen Welt. Das ist eine Herausforderung für die schulische und außerschulische Bildung und ich wünsche mir, dass sich in Zukunft mehr deutsche Jugendliche muslimischen Glaubens in der ASF engagieren und damit ein Zeichen gegen Antisemitismus und für den Staat Israel setzen. Und auch beim Kirchentag in Dresden Anfang Juni dieses Jahres tun wir etwas dafür und setzen ein Zeichen: Die traditionelle Kollekte beim großen Schlussgottesdienst ist für ein Projekt von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gedacht, das wunderbare Projekt heißt „Dem Hass und der Selbstrechtfertigung eine Kraft entgegensetzen. Aktiv für Menschenwürde – gegen rechtsextreme Einstellungen in Kirche und Gesellschaft“. Ich hoffe, dass es sehr viel Unterstützung bekommt.

Ein herausragendes, kleines und feines Projekt, das auch in Zusammenarbeit mit der ASF durchgeführt wird, ist das der Neuköllner Stadtteilmütter: Die Stadtteilmütter sind Frauen mit Migrationshintergrund aus Berlin-Neukölln, die in einem sozialen Brennpunkt leben und von der Diakonie Neukölln-Oberspree zu Familienberaterinnen ausgebildet werden. Sie begeben sich auf Spurensuche zu jüdischer Geschichte in ihrem Stadtteil und besuchen jüdische Gemeinden und Juden in ihrem Viertel. Dieses Projekt zeigt – wider alle Vorurteile – den Wunsch nach Zugehörigkeit zur Gesellschaft in Deutschland. Das Verständnis der Zeit des Nationalsozialismus ist ein Schlüssel hierfür: Die Stadtteilmütter machen sich auf den Weg, fragen nach, anstatt einen „Schlussstrich“ zu ziehen, den viele gerne hätten. Die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen ist aber unabschließbar, dafür treten sie ein und das drückt sich auch wunderbar in einer sehr schönen Formulierung von Regina Cysewski in ihrem Text der Broschüre der Stadtteilmütter aus: „Ich bin wach geworden, möchte mehr wissen, mehr lesen, mehr erfahren und mehr verstehen“!

Die fünfte Station der Integrationsdebatte

Lassen Sie mich Halt machen beim Thema „Integration“, das ja in den vergangenen Monaten und immer wieder in aller Munde ist.

Was genau unter „Integration“ zu verstehen sei, blieb in der letzten Integrationsdebatte oft abstrakt. Was heißt Integration eigentlich? Anpassung? Aufgabe des Eigenen? Wie furchtbar das wäre! Die Neuköllner Stadtteilmütter zeigen, was Integration konkret bedeuten kann: Nämlich sich auf den Weg zu machen, kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte suchen, Spurensuche betreiben. Bedeutet das nicht viel mehr, als wenn eine muslimische Frau ihr Kopftuch ablegt?

Es wird Zeit, wieder über Integration zu sprechen, ohne dabei pro oder contra Sarrazin sprechen zu müssen. Integration gelingt nur als wechselseitiger Prozess. Es geht um einen Dialog. Dabei sind die Probleme offen anzusprechen genauso wie die Erfolge. Letztere werden leider allzu oft verschwiegen. Ein großer Anteil der hier lebenden Migrantinnen und Migranten ist längst in unserer Gesellschaft angekommen. Sie bereichern und verändern unsere Gesellschaft seit Jahren in allen Bereichen, zahlen Steuern und sorgen dafür, dass wir im Fußball nicht allzu peinlich sind… Bereicherung auch innerhalb des Judentums, wenn ich an die vielen Zuwanderer in den vergangenen 20 Jahren aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion denke. Einige Migrantinnen und Migranten der 2. und 3. Generation können hervorragende Bildungsabschlüsse vorweisen. Das wissenschaftliche, intellektuelle und künstlerische Leben in Deutschland wird inzwischen auch durch Migrantinnen und Migranten, deren Kinder und inzwischen Enkel geprägt. Denken Sie an den Filmemacher Fatih Akin, an den Schriftsteller Feridun Zaimoglu, an den Politiker Tarek Al Wazir oder auch die niedersächsische Bildungsministerin Aygül Özkan. Sie hat bei ihrer Vereidigung mit „So wahr mir Gott helfe“ geantwortet. Auf die Frage, welchen Gott sie meine, sagte die gläubige Muslimin wörtlich: „Als Patriotin freue ich mich darüber, dass unser Grundgesetz genau das möglich macht, wahr und richtig sein lässt. Es hat sich bewiesen, erwiesen, als tauglich über die Denkmöglichkeiten seiner Väter und Mütter hinaus.“ In einer pluralistischen Gesellschaft führt gelungene Integration nämlich nicht zu weniger, sondern zu mehr Freiheit. Sie gibt den Individuen mehr Spielraum für die Wahl eines selbstbestimmten Lebens.

Zur Integration gehört die Auseinandersetzung mit unserer deutschen Geschichte. Ein mangelndes Wissen hierüber ist kein Problem von Migranten allein, Untersuchungen zeigen erschreckende Lücken bei Schülerinnen und Schülern generell. Das ist eine Herausforderung, die uns alle angeht, nicht nur eine Gruppe innerhalb unserer Gesellschaft. Trotzdem hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass der Islam angeblich per se nicht in der Lage sei, den Zivilisationsbruch des  s anzuerkennen und Muslime werden als potenzielle Antisemiten abgestempelt. Die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben ist die Anerkennung unserer Geschichte – die Anerkennung ohne Relativierung des Holocaust oder Gleichsetzung mit anderen Verbrechen. Das müssen wir von allen fordern, den Migrantinnen und Migranten, aber auch allen anderen Menschen in unserer Gesellschaft. Und: Eine solche Auseinandersetzung sollte nicht abstrakt bleiben, sondern möglichst an konkrete Orte gebunden sein. Die Gedenkstätten, gerade an den ehemaligen KZ-Orten, sind ein besonders wichtiger Beitrag dazu. Aber auch unsere eigene Straße, das Haus in der Nachbarschaft, die Familie der Freundin haben ihre Geschichte, die es zu entdecken gilt.

Aber natürlich macht es mehr als Sinn, über die Probleme zu reden. Unsere Vielfalt macht uns reich und sie macht uns Probleme, habe ich eingangs gesagt. Und darin besteht eben auch die Herausforderung für alle gleichermaßen. Nicht die einen müssen die anderen belehren. Nicht die Mehrheitsgesellschaft muss sagen, wo es lang geht. Es ist eine gemeinsame Aufgabe, die Grenze dort zu ziehen, wo antisemitische, rassistische und fundamentalistische Tendenzen erkennbar werden – und das betrifft auch alle Religionen. Der Fundamentalismus – sei er christlicher, jüdischer oder muslimischer Couleur – stellt eine Pervertierung und einen Missbrauch von Religion dar. Fundamentalismus bedeutet den Abbruch jeglichen Diskurses und das Beharren darauf, das eigene Zerrbild des vermeintlichen Religiösen würde die einzige Wahrheit darstellen. Im Fundamentalismus verwechseln sich Menschen, die immer nur einen kleinen Ausschnitt des Göttlichen sehen können, mit Gott selbst. Keine Religion ist frei davon. Und es bedarf unserer ganzen Kraft und Anstrengung als Demokratinnen und Demokraten, aber und besonders auch als Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden und Musliminnen und Muslimen, uns gegen fundamentalistische Tendenzen zu stellen und Antisemitismus, Rassismus und Wahnvorstellungen eine Absage zu erteilen, wo auch immer sie auftreten.

Anrede,

zum Schluss will ich hier von Wiesbaden aus nach Minden schauen, wo Navid Kermani zu dieser Stunde die Buber-Rosenzweig-Medaille des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Jüdisch-Christliche-Zusammenarbeit verliehen wird.

Navid Kermani ist der erste Muslim, der mit dieser seit 1968 verliehenen Medaille für Verdienste zur Verständigung im christlich-jüdischen Dialog geehrt wird. Und er ist ein hervorragender Träger dieser Auszeichnung. Darüber hinaus ist die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an ihn aber auch ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Islam zu Deutschland gehört, wie es Bundespräsident Wulff am Nationalfeiertag richtig gesagt hat.

Navid Kermani, habilitierter Orientalist und freier Schriftsteller, der in Köln lebt, hat sehr viel zum Dialog zwischen den Religionen beigetragen und ist unter anderem 2009 mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet worden. Dass es im Vorfeld zu dieser Verleihung zu Konflikten kam, wissen wir. Und in der Tat, Navid Kermani mutet christlichen Gläubigen etwas zu, wenn er sagt, er lehne das Kreuz ab, weil er ernst nehme, was es darstellt. Aber er stellt eine Frage, die Christinnen und Christen zur Antwort nötigt: Was bedeutet uns das Kreuz? Und starb Jesu am Kreuz nicht auch mit einem Schrei: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Und zugleich sagt er am Ende, er könne sich mit dem Kreuz anfreunden, „Ich könnte an das Kreuz glauben“ – eine fast zärtliche Betrachtung unserer Religion.
Ich möchte abschließend Navid Kermani selbst zu Wort kommen lassen und aus seiner Rede zur Verleihung des Kulturpreises vom November 2009 zitieren. Darin kommt genau das zum Ausdruck, was auch ich auf meiner zurückliegenden Fahrt durch die verschiedenen Stationen meiner Rede zum Ausdruck bringen wollte:

„Die Auseinandersetzung um den diesjährigen Hessischen Kulturpreis, so ist wiederholt gesagt worden, habe offenbart, wie tief die Gräben zwischen den Religionen seien, wie mühsam der Dialog. Ich teile diese Einschätzung nicht und sehe ihr eine falsche Erwartung zugrunde liegen. Eine multikulturelle, multireligiöse Gesellschaft wird niemals eine konfliktfreie Gesellschaft sein. Entscheidend ist vielmehr, ob sie ihre Konflikte auf friedliche und konstruktive Weise austrägt. Und das war der Konflikt, der hinter uns liegt: Er war bei aller Schärfe im Ton friedlich, und er war konstruktiv.

Der Konflikt hat gezeigt, wie Angehörige verschiedener Religionen sich streiten, aber auch, wie sie sich verständigen und Respekt voreinander wieder finden können, ohne die eigenen Grundüberzeugungen aufzuweichen. Er hat vorgeführt, wie eine politische Entscheidung aufgrund einer öffentlichen und parlamentarischen Debatte korrigiert werden kann. Und er hat gelehrt, dass die Frontlinien in unserer Gesellschaft nicht entlang konfessioneller, politischer oder ethnischer Linien verlaufen. Die Unterstützung praktisch der gesamten veröffentlichten Meinung für den Angehörigen einer Minderheit ist in Zeiten, da weltweit Mehrheiten immer häufiger ihren Leitanspruch und ihre kollektive Identität herausstellen, alles andere als selbstverständlich. Sie wäre auch in diesem Land vor zehn oder zwanzig Jahren kaum denkbar gewesen. Auf ganz unerwartete Weise fühlte ich mich in meinem Eindruck bestätigt, dass Deutschland in den letzten Jahren weltoffener und kulturell vielfältiger geworden ist.“ Soweit Navid Kermani hier in Hessen.

Aufeinander zu hören und miteinander zu leben! Das Zusammenleben, das unsere multikulturelle und pluralistische Gesellschaft so sehr bereichert. Das ist eine gesellschaftliche, auch eminent politische Herausforderung. Es darf nicht sein, dass wir mit Sätzen wie „… man wird doch noch mal sagen dürfen…“ andere verunglimpfen. Es darf nicht sein, dass wir politische Versäumnisse anderen in die Schuhe schieben. Wenn wir beispielsweise verlangen, dass Migrantinnen und Migranten Deutsch lernen, müssen wir erst einmal die Voraussetzungen dafür schaffen. Wenn wir Probleme ansprechen, dann nicht, indem wir eine uns fremde Religion als Ursache missbrauchen, sondern indem wir das Problem ansprechen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Wenn wir – und da schließt sich der Kreis – die nordafrikanische Revolution bewundern, heißt das doch zugleich, dass wir nicht dichtmachen können, wenn es um Flüchtlinge geht. Und gerade deswegen und in diesen Zeiten: – herzlichen Glückwunsch nach Minden, lieber Navid Kermani, zur Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille! Du bist ein würdiger Preisträger, einer, auf den wir stolz sein dürfen in Deutschland.

Zurück zu Sure 5: So wetteifert um die guten Dinge! Oder, aus der jüdisch-christlichen Tradition: Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's auch euch wohl. (Jeremia 29, 7)

Ihnen allen wünsche ich eine gute, friedvolle und intensive Woche der Brüderlichkeit – oder besser: der Geschwisterlichkeit – hier in Wiesbaden und wünsche Ihnen dazu Schalom, Salam und Gottes reichen Segen!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!