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Präses Manfred Kock und Karl Kardinal Lehmann während der bundesweiten Eröffnung der Woche für das Leben am 13. April 2002 in Erfurt
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Krankheiten überwinden - wer könnte behaupten, dass ihn dieses Menschheitsprojekt unberührt ließe? Die Woche für das Leben als gemeinsame Initiative der Katholischen und der Evangelischen Kirche befasst sich in diesem Jahr mit den Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts.
Die medizinische Forschung hat beachtliche Fortschritte erzielt. Studien, Forschungsvorhaben und Zukunftsvisionen in Medizin und Pharmazie wecken große Hoffnungen: Chancen für den Schutz und die Bewahrung menschlichen Lebens, für die Heilung und Linderung von physischen und psychischen Beeinträchtigungen der Menschen.
Die Leistungen der Wissenschaft und die damit verbundenen Hoffnungen können aber die Risiken nicht überdecken. Jeder Fortschritt und jede technische Möglichkeit bergen auch die Gefahr in sich, zum Schaden des menschlichen Lebens angewandt zu werden.
Die Woche für das Leben 2003 plädiert angesichts der Dynamik des medizinischen Fortschritts für die übergeordnete Bedeutung und die Würde des menschlichen Lebens.
Vor diesem Hintergrund lädt sie zum Gespräch und zur persönlichen Meinungsbildung über Gesundheit und Krankheit ein. Sie will bewusst machen, dass auch die Medizin und der medizinische Fortschritt keinen Wert in sich darstellen, sondern immer im Dienst am menschlichen Leben stehen.
Alle Fortschrittshoffnung darf zuletzt über eines nicht hinwegtäuschen: Das Heil, das Menschen selbst bewirken, kann immer nur begrenztes Heil sein. Der medizinische Fortschritt kann weder den persönlichen noch den mitmenschlich-solidarischen Umgang mit Krankheit und Leid ersetzen. Das endgültige und umfassende Heil aber, das für die Menschen immer noch aussteht, kann nur von Gott erhofft werden.
Die Arbeitshilfe versammelt Überlegungen und Materialien aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie ermöglichen eine Orientierung in dieser vielschichtigen Thematik und können als Grundlage für die Diskussion oder die eigene Beschäftigung dienen.
Bonn/Hannover, im Januar 2003
Karl Kardinal Lehmann
Vorsitzender der
Deutschen Bischofskonferenz
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Präses Manfred Kock
Vorsitzender des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland
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