Chronik

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Beschluss zur Endlagersuche und zu weiteren Atommülltransporten nach Gorleben

4. Tagung der 11. Synode der EKD (Magdeburg, 06. bis 09. November 2011)

Auf ihrer Synodaltagung hat die EKD sich auch mit der Standortsuche für ein Atommüllendlager beschäfitgt und einen Beschluss gefasst:

BESCHLUSS

der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

auf ihrer 4. Tagung

zur

Endlagersuche und zu weiteren Atommülltransporten nach Gorleben

Die Gewissheit, von Gott, dem Schöpfer, unbedingt angenommen und geliebt zu sein, schenkt Christenmenschen die Freiheit, für die Folgen ihres Handelns einzustehen und Fehlentscheidungen zu revidieren. In dieser Gewissheit bittet die Synode den Rat der EKD, sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen,

– einen neuen Prozess der Standortsuche ergebnisoffen und unter Partizipation der betroffenen Bevölkerung in mehreren Regionen durchzuführen,
– den für Ende November geplanten Castortransport nach Gorleben abzusagen und
– keine weiteren Zwischenlagerungen in Gorleben vorzunehmen.

Die Synode begrüßt daher die Verlautbarung der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der EKD (AGU) zur neuen Endlagersuche für radioaktive Abfälle und zum Verzicht auf weitere Castortransporte nach Gorleben vom 2. November 2011.

Magdeburg, den 9. November 2011

Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland 
Katrin Göring-Eckardt

Kontakt

Prof. Dr. Hans Diefenbacher
Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft (FEST)
Schmeilweg 5
69118 Heidelberg
Tel. 0 62 21 / 91 22 - 34
Fax 0 62 21 / 16 72 57
hans.diefenbacher@fest-heidelberg.de
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Publikationsdatum dieser Seite: Montag, 28. Januar 2019 21:48