Archiv 2014

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Kein Fracking in Deutschland

Landessynode der EKvW: Nein zur Erdgasgewinnung / Vorrang für Umwelt- und Gesundheitsschutz

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung auch weiterhin ab. Die Landessynode als höchstes Entscheidungsgremium hat am Donnerstag (20.11.) ihren vor drei Jahren dazu gefassten Beschluss bekräftigt. Sie fordert Bundesregierung und Bundestag sowie die Länderparlamente auf, beim aktuellen Erkenntnisstand Fracking gesetzlich zu verbieten.  

„Mit Sorge verfolgt die Synode politische Initiativen auf Bundesebene, Fracking in Deutschland zu ermöglichen“, heißt es in dem heute mit großer Mehrheit verabschiedeten Dokument. Auch müsse ausgeschlossen sein, dass über das geplante Freihandelsabkommen mit den USA dieses Fracking durch Androhung von Schadensersatzforderungen ermöglicht werde.

Bei der Zulassung von Fracking zur Förderung von unkonventionellem Erdgas wären in Westfalen über 50 Prozent der Fläche durch erhebliche Eingriffe in den Natur- und Wasserhaushalt betroffen. 

Zum Hintergrund
Fracking setzt im Gestein eingeschlossenes Erdgas frei. Dazu wird ein Wasser-Sand-Gemisch mit teilweise giftigen Chemikalien unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Diese Technik birgt Gefahren für die Gesundheit, wie Störfälle in den USA zeigen. Die vom Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW erarbeitete Stellungnahme nennt unter anderem folgende Risiken: Die Fracking-Flüssigkeit kann Wasser und Boden mit Säuren, krebserregenden Verbindungen und anderen Giften verunreinigen; Schwermetalle und radioaktive Verbindungen aus dem Gestein gelangen an die Oberfläche. Die Methode verbraucht viel mehr Fläche als die konventionelle Gasförderung. Auch fallen große Mengen an Abwasser an, dessen Reinigung nicht in herkömmlichen Kläranlagen erfolgen kann. Im Übrigen entstehen mehr Treibhausgase als bei der Förderung und Verbrennung von Kohle.

Synoden-Beschluss zur Vorlage 1.2.2  der 3. Tagung der 17. Synode der EKvW in Bielefeld, 17. bis 20. November 2014

Fracking

Die Landessynode erinnert an ihren Beschluss vom November 2011 „Vorrang für Umwelt- und Gesundheitsschutz – Kein Fracking in Deutschland“.

Beim jetzigen Erkenntnisstand spricht sich die Landessynode erneut gegen jede Form des Frackings zur Förderung von unkonventionellem Erdgas aus. Mit Sorge verfolgt die Landessynode politische Initiativen auf Bundesebene, Fracking in Deutschland zu ermöglichen.

Die Landessynode fordert die Bundesregierung und den Bundestag auf, ein Gesetzesvorhaben einzuleiten, mit dem Ziel, das Fracking zur Förderung von unkonventionellem Erdgas unter den gegebenen Bedingungen und Erkenntnissen zu verbieten.
Auch muss ausgeschlossen sein, dass über das geplante Freihandelsabkommen mit den USA dieses Fracking durch Schadensersatzforderungen ermöglicht wird.

Quelle: EKvW

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Kontakt

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Publikationsdatum dieser Seite: Montag, 28. Januar 2019 21:46